Ihr woll Linux verstehen? So richtig verstehen? Dann gibt es nur eine plausible „Distribution“ für Euch: Linux from Scratch. Verflucht uns später ;)

Linux from Scratch in einem Distri-Quartett? Wer es kennt, wird sich fragen, was das soll. Wer nicht, wird es bestimmt hassen ;) Sagen wir’s mal so: Die Installation von Linux from Scratch verlangt nur rund 200 Kilobyte an initialem Download, dafür aber locker ein ganzes Wochenende an Zeit. Das LfS-Projekt existiert schon seit 1999 und dürfte für die Existenz etlicher Linux-Experten verantwortlich sein! Insofern: Spannend ist das allemal.

Über Linux-Distri-Impressionen

Ausführliche Infos: Quartett-Artikel und Distri-Impressionen-Übersicht. Hier nur ganz kurz zur Einordnung: Die Distri-Impressionen sind für das Quartett quasi „nebenher“ entstanden und sind keine tiefschürfen oder technischen Analysen. Es geht hier um das, was mir bei Installation, Einrichtung und Herumspielerei mit Desktop, Einstellungen und Tools aufgefallen ist. Was mich langweilt, was mich begeistert.

linux from scratch

Als Joker super: Bei der Download-Größe ist LfS nicht zu schlagen ;)

Linux from Scratch mit ohne Desktop

Gleich vorweg: Auch hier habe ich geschummelt und es nicht installiert. Warum? Nun, LfS ist in dem Sinne gar keine Distribution – es ist nicht einmal Software. Es handelt sich um eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man sich ein komplett eigenes Linux aus den verfügbaren Quelltexten zusammenschraubt. Das Buch ist hervorragend aufgebaut, bietet genügend, aber nicht zu ausschweifende, Erklärungen und führt Euch zu einem Minimalsystem von nur wenigen Megabyte – oder aber zu einem kompletten Desktop-System nach Euren Wünschen.

Wer Linux wirklich verstehen will, ist hier super aufgehoben. Aber man braucht schon etwas Zeit. Die eigentliche Frage bei derlei Dingen ist aber immer, ob wirklich alles funktioniert. Ich für meinen Teil bin bei allzu umfangreichen Projekten immer wieder an einem Punkt angelangt, da irgendwas nicht funktioniert oder die Anleitung auf andere Quellen verwiesen hat. Letzteres scheint es hier tatsächlich nicht zu geben. Ersteres? Wer weiß. Das Projekt ist etabliert, gut gepflegt und sollte funktionieren. Aber wenn nach fünf Stunden Tipperei plötzlich etwas nicht funktioniert und man sich auf Fehlersuche begeben darf … Dafür fehlt es mir derzeit doch an Zeit und Muße.

Ins Quartett gehört es dennoch, schließlich wollen wir auch auf interessante Projekte aufmerksam machen. Und ganz nebenbei: Beim Zocken sind die 200 Kilobyte als Wert natürlich kaum schlagbar, was LfS zu einem echten Joker macht!

lfs

Sorry – aber hier brauchten wir Mut zur Lücke … Aber Lfs kann letztlich aussehen wie Ihr wollt.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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