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Roborock S6 MaxV im Test – Saugroboter deluxe

Ein weiterer smarter Saugroboter muss sich in unserem Test beweisen

Die Firma Roborock liefert schon seit einigen Jahren mehr als konkurrenzfähige Sauger zu vertretbaren Preisen. Mit dem neuen MaxV steht erstmals ein Modell mit einer stereoskopischen Kamera zur Verfügung, die das bekannte Lidar Laserscan-System ergänzt. Wie sich das neue Top-Modell schlägt, erfahrt ihr in unserem Tutonaut-Test.

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Roborock S6 MaxV im Test: Die Ausstattung

Der Roborock S6 MaxV kommt mit einer schlanken Ladestation, einer Dampfschutzmatte, Wischmodul und extra Wassertank. Ein Wischtuch wird mitgeliefert, sowie ein zusätzlicher HEPA-Filter. Der Roboter kommt ohne Fernbedienung, dafür muss eine App auf dem Handy installiert werden. Diese App steht für Android– und iOS-Geräte zur Verfügung. Hierdrüber kann der Roboter gesteuert werden und alle Einstellungen vorgenommen werden. Zusätzlich stehen drei Buttons auf dem Gerät zur Verfügung: Nach Hause schicken, Reinigung starten, Punktreinigung initialisieren.

Ersteinrichtung des Roborock S6 MaxV

Der Roboter muss zunächst komplett geladen werden. Dies dauert ca. 6 Stunden bei einem leeren Akku. Dann kann der Roboter der App hinzugefügt werden. Dazu wird der Roboter mit dem Netzwerk (WLan) verbunden. Die Einrichtung dauert insgesamt nur wenige Minuten. Bereits zum Start steht eine neue Firmware zum Download bereit. Diese wird direkt installiert. Dann kann es eigentlich auch schon losgehen.

Robovac s6 maxv im Test_ 2
Vor dem ersten Einsatz muss der Roboter für ein paar Stunden an die Steckdose.

Roborock S6 MaxV: Kartenerfassung und Bilderkennung

Der Roboter bahnt sich dann seinen Weg durch die Wohnung. Je nach Komplexität der Wohnung dauert das bei 80 Quadratmetern Grundfläche knapp 1,5 Stunden. Danach steht in der App die Kartenansicht zur Verfügung. Zukünftig kann nun über die App eine Raumspezifische Reinigung angestoßen werden. Sollte der Akku zwischendrin leer sein, fährt der roborock S6 MaxV zur Basis zurück und lädt so viel Strom nach, wie für die Restreinigung benötigt wird.

Roborock S6 im Test - App
Die Roborock-App funktioniert intuitiv, die Kartenerstellung ist hervorragend gelöst.

Die Kamera nimmt nicht wirklich ein Bild auf, sondern es wird direkt auf den Eingangssignal der Kameras eine Objekterkennung im Gerät durchgeführt. Die Bilderkennung firmiert unter dem Namen reactiveAI und ist die neueste Entwicklung aus der Software Sparte von roborock. Dafür wird der neueste Qualcom Prozessor verbaut, den es zurzeit im Einsatz von Staubsaugerrobotern gibt. Diese Objekte müssen größer als 4 Zentimeter sein, damit sie erkannt werden. Das neuronale Netz zur Erkennung vergibt dann ein Label mit einer Sicherheit. Alle Bilder werden auf dem Gerät analysiert und dann gelöscht. Es werden keine Daten zur Roborock-Wolke hochgeladen.

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Der Roborock S6 MaxV ist der neueste Vertreter aus dem Roborock-Stall.

Kabel und Schuhe werden problemlos erkannt und umfahren. Schön ist, dass diese Objekte in der Karte angezeigt werden. Die Füße eines Ikea Poäng Sessels stellen jedoch immer noch ein Hindernis dar. Hier fahren sich schon seit Generationen unterschiedliche Staubsaugerrobotern fest. Dafür wäre ein Feedback Button in der App schön, dass an dieser Stelle mal besonders gefahren werden sollte. Bis zum Produktstart darf reactiveAI noch gerne verbessert werden, um noch mehr Objekte zu erkennen.

Saug- und Wischleistung

Der Sauger hat eine Leistung von 2500Pa. Somit ist die Saugkraft um 25 Prozent gegenüber dem Vorgänger erhöht. Die maximale Laufzeit von 180 Minuten konnte ich nachvollziehen und mit knapp 200 Minuten überziehen. Die Software des Roborock S6 MaxV ermöglicht wie auch die älteren Modelle nach dem Update auch den Einsatz auf mehreren Etagen. Der Staubbehälter hat ein Fassungsvermögen von ca. 500ml, der Wassertank knapp 300ml. Schön ist, dass der Roboter wieder leiser arbeitet als seine Vorgänger und Konkurrenten. Mittlerweile ist es nicht mehr unangenehm wenn der Roboter während der Reinigung durch das Zimmer fährt.

Ein Blick ins Innere des Robovac S6 MaxV.

Teppiche werden automatisch erkannt und die Saugleistung dahingehend angepasst. So sauber wie der Roborock H6 macht der Saugroboter unseren Langflor-Teppich nicht, er schafft es aber, die alten Nachos des Vorabends rauszusaugen. Die Saugleistung und die Wasserabgabe können innerhalb der App festgelegt werden und sogar für einzelne Regionen oder App als wiederkehrendes Muster gespeichert werden.

Der integrierte Staubsauger mit einer Walze und einer seitlichen Bürste sorgt für eine gute Grundreinigung. Zur Ergänzung ist jedoch noch ein Handstaubsauger sinnvoll der jede noch so kleine Ecke erwischt. Meinen Test mit Bohrstaub konnte der neue Sauger auf maximaler Saugstufe bestehen. Der Wischer ist eher ein fahrendes feuchtes Tuch, auch beim S6 MaxV ist der Wischer noch kein Ersatz für traditionelles Wischen.

Roborock S6 MaxV im Test: Fazit

Der Roborock S6 MaxV ist ein absoluter top Staubsaugerroboter. Wer ein sehr selbstständig arbeitendes Gerät für den Heimgebrauch sucht, wird hier fündig! Lediglich der hohe Preis schockt ein wenig, aber die Objekterkennung verbessert die eh schon guten Fahreigenschaften des Vorgängers auf breiter Basis. Wer Probleme mit Kabeln oder Schuhfressern hat, dem lege ich sogar ein Upgrade von einem RoboS5 oder S6 ans Herz.

Roborock-Saugroboter: Die besten Angebote

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Benjamin Mewes

Technikbegeistert und programmieraffin seit den wilden Jugendtagen (QBasic, Delphi, R, Python, Fortran 77, Java). Heim-Automatisierung mit HomeKit und alles rund um macOS und iOS sind meine Steckenpferde!

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