Ein externer Monitor am MacBook sorgt für mehr Übersicht und macht das Apple-Notebook Schreibtisch-tauglich. Wir zeigen Euch, wie Ihr es einrichtet.

Nicht nur für Fenster-Messies wie mich ist ein zweiter Monitor ein echter Segen. Am Schreibtisch hängt mein treues MacBook Pro aus diesem Grund grundsätzlich an einem nicht mehr ganz frischen, aber immer noch sehr guten WQHD-Monitor von BenQ. Je nach MacBook-Modell könnt Ihr bis zu drei externe Displays anschließen. Die Einrichtung von mehreren Monitoren unter macOS (im Beispiel verwnden wir Sierra) ist erfreulich einfach. Wir zeigen Euch, wie Ihr Eure macOS-Arbeitsfläche erweitert. 

1. Externen Monitor mit MacBook verbinden

Als erstes müsst Ihr natürlich eine Kabelverbindung vom Monitor zum MacBook herstellen. Bei den MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modellen bis 2015 funktioniert dies am zuverlässigsten per DisplayPort-Kabel. Falls  Euer Monitor den Anschluss noch nicht beherrscht, könnt Ihr wahlweise auch ein HDMI-Kabel oder einen HDMI-auf-DisplayPort-Adapter einsetzen. Beim 2016er MacBook Pro oder dem 12-Zoll-Macbook seid Ihr hingegen auf diverse Adapter angewiesen (zumindest, wenn Euer Monitor noch nicht Thunderbolt-3-tauglich ist). Glücklicherweise müsst Ihr nicht zwangsläufig eine Hypothek aufnehmen, um die überteuerten Apple-Adapter zu bezahlen. Ein Bekannter von mir betreibt seinen Dell-Monitor beispielsweise mit diesem USB-C-auf-DisplayPort-Kabel von Chloetech und ist zufrieden. Auch für USB-C-auf-HDMI stehen eine Reihe von Kabeln und Adaptern zur Verfügung. Hier fehlt es mir aber an praktischen Erfahrungen. Übrigens: Wollt ihr einen 4K-Bildschirm am MacBook betreiben, solltet Ihr auf den Supportseiten von Apple vorbeischauen. Hier stehen einige interessante Punkte, die Ihr beachten solltet.

Macbook Displayport

Einfach und bewährt: Der Anschluss per DisplayPort-Kabel

2. Systemeinstellungen öffnen

Im Idealfall erscheint das Bild nun schon genauso, wie Ihr es haben wollt. Ist das nicht der Fall, müsst Ihr die Einstellungen von macOS anpassen. Ruft dazu die Systemeinstellungen auf und wechselt in den Bereich Monitore.

Systemeinstellungen Monitor

3. Mac-Desktop erweitern

MacOS zeigt Euch nun auf jedem Bildschirm (also auf dem integrierten sowie allen angeschlossenen Screens) ein eigenes Menüfenster an, mit dem Ihr die Farbeinstellungen und mehr anpassen könnt. Eventuell wird das MacBook-Bild derzeit eins-zu-eins auf den externen Monitor gespiegelt. Das ist für Präsentationen und ähnliches praktisch, aber nicht immer erwünscht. Wollt Ihr stattdessen den macOS-Desktop erweitern und auf mehreren Monitoren arbeiten? Dann wechselt im Menü des externen Monitors auf den Reiter Anordnen und deaktiviert das Häkchen bei Bildschirme synchronisieren.

Mac Bildschirm synchronisieren

Deaktiviert diesen Haken, um nicht das gleiche Bild auf allen Monitoren zu sehen

4. Bildschirme korrekt anordnen

MacOS erweitert jetzt den Bildschirm des MacBooks auf alle externen Monitore. Natürlich „weiß“ das System nicht, ob die angeschlossenen Monitore auf Eurem Schreibtisch rechts, links, drüber oder unter Eurem MacBook positioniert sind. Damit der Mauszeiger und die Fenster sich korrekt verhalten, müsst Ihr die Anordnung anpassen. Dabei hilft Euch die Grafik auf dem Reiter Anordnen. Hier stilisiert das System die angeschlossenen Displays. Klickt Ihr eines davon an, erscheint ein roter Rahmen um den Bildschirm, der dargestellt wird. Zieht die Rechtecke nun einfach so in Position, dass ihre Anordnugn Eurem „echten“ Monitor-Setup gleicht. Die Auswirkungen könnt Ihr direkt testen: Fahrt mit der Maus einfach zwischen den beiden Monitoren hin und her. Erscheint der Cursor auf dem zweiten Monitor an der richtigen Stelle, passt die Anordnung.

Monitore arrangieren

Über die Rechtecke arrangiert Ihr Eure Monitore so, wie sie auf Eurem Schreibtisch stehen

5. Separaten Bildschirmhintergrund einstellen

Das war es im Grunde auch schon. Optional könnt Ihr für jeden angeschlossenen Bildschirm ein eigenes Hintergrundbild festlegen. Dazu wechselt Ihr in den Systemeinstellungen in den Bereich Schreibtisch & Bildschirmschoner. Wie bei den Monitoreinstellungen blendet macOS auch hier für jeden Monitor ein eigenes Fenster ein. Über dieses könnt Ihr nun nach Belieben individuelle Hintergrundbilder für jeden Monitor aussuchen.

MacOs Hintergrundbilder

Ein eigenes Hintergrundbild für jeden Desktop ist schnell eingerichtet

Weitere Tipps und Tricks rund um den Mac findet Ihr wie immer auf unserer Übersichtsseite.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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