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iMac-Windows
Wir haben ein Monster geschaffen...

Windows 10 als einziges System altem iMac – ein Selbstversuch

Wir haben das Experiment gewagt, einen Nur-Windows-Mac zu bauen. Dadurch sind wir um eine Erfahrung reicher und wissen: Apple ist der Bösewicht.

Neulich schnorrte ich einen alten 2009er-iMac in der Familie. Der kann tatsächlich noch Mac OS Sierra nutzen, allerdings war noch Mac OS X 10.6 „Snow Leopard“ installiert. Da aber die Frau den Rechner kriegen sollte, hielt ich Windows 10 für angebracht. Nicht nur, aber auch aus Performance-Gründen, denn auf alter Hardware läuft Windows traditionell besser als Mac OS. Also startete ich in meinem finsteren Labor den Versuch, ein Monster gegen alle Naturgesetze zu erschaffen: Den Windows-only-iMac.

Wie kommt Windows 10 auf den alten Mac?

Da ein Mac heutzutage ja auch nichts anderes als ein PC ist, sollte Windows 10 grundsätzlich problemlos arbeiten. Doch wie bekommt man das Windows auf den Mac? Meine Windows-10-DVD hustete der iMac trotz gedrückter (C)-Taste beim Gong sofort wieder aus. Vermutlich, weil Macs per se allergisch gegen Windows sind, selbst Bootcamp mag nie so wirklich reibungslos klappen. Ich bemühte also meinen anderen Mac, lud die Windows-10-ISO herunter und erstellte mit Hilfe des Bootcamp-Assistenten schnell einen USB-Stick zur Windows-Installation. Dummerweise ist Bootcamp wählerisch und frisst längst nicht jeden Stick. Ich machte CleanMyDrive als Ursache aus. Auch der Download der Treiber schlug fehl, aber gut: Am Ende hatte ich einen Windows-Boot-Stick. Der Rest war simpel: Ich steckte den USB-Stick an den iMac, hielt beim Boot-Gong die (ALT)-Taste gedrückt und schon konnte ich „EFI-Boot“ als Medium auswählen: Das war der Windows-10-Stick. Die Windows-Installation startete, so weit, so einfach.

Bootcamp
Der Bootcamp-Assistent ermöglicht die Erstellung eines Windows-Sticks unter MacOS.

Mac-Platte plätten, Windows drauf!

Auch der nächste Schritt war denkbar einfach: Mac-Festplatte im Rahmen der Windows-10-Installation komplett platt machen, eine neue Windows-Partition erstellen und schon war der Weg zum Nur-Windows-Mac geebnet. Die Windows-Installation lief auch reibungslos durch, sogar der Bildschirm wurde automatisch in voller Full-HD-Auflösung erkannt und WLAN funktionierte Out-of-the-Box. Nach der üblichen Einrichtung war Windows dann auch einsatzbereit und lief wie erwartet recht flott auf der alten Kiste. Ich hatte ein Monster erschaffen.

Windows
Windows 10 funktioniert „Out of the Box“

Die Sache mit den Treibern…

Einzig: Es gibt offensichtlich Naturgesetze, deren Verletzung mit Wahnsinn oder Tod bestraft werden. In meinem Fall war es Wahnsinn: Der Sound wollte nicht. Die Webcam wurde nicht erkannt. Im Device-Manager tauchte ein dubioser „Coprozessor“ auf und auch das Bluetooth-Modul war auch nicht aktiv. So etwas ärgert mich, ich will das nicht, ich bin Mac-Nutzer und möchte, dass das Zeug auch funktioniert, wenn es schon eingebaut ist. Dummerweise setzt Apple die Naturgesetze, und die besagen, dass alte Macs kein aktuelles Windows haben dürfen. Sprich: Selbst wenn ich den regulären Weg via Bootcamp gegangen wäre, hätte ich keine Windows-10-Treiber von Apple bekommen, sondern bestenfalls welche für Windows 8. Apple sagt: 2009er-iMacs sollen kein Windows 10 haben. Vermutlich, weil User wie ich sonst merken würden, dass man die ansonsten fast obsoleten Geräte ja noch jahrelang als Windows-Kiste nutzen könnte. Dummerweise verbaut Apple exotische Hardware, doch mit ein bisschen manuellem Gefummel aus den Treiberpaketen von der Apple-Seite ließ sich zumindest ein Teil der Hardware zur Mitarbeit bewegen.

iMac-Windows
Wir haben ein Monster geschaffen…

Verschissene Nvidia-Grafikkarte!

Nun hat der 2009er-iMac aber eine Nvidia GeForce 9400M eingebaut. Die war damals Apples Standard-Chipsatzgrafik, bevor Intel mit der HD-Serie selbst welche lieferte. Keiner der verfügbaren Nvidia-Treiberpakete wollte das Ding korrekt erkennen. Windows 10 hingegen ging auf’s Ganze und beschwerte sich, dass der Rechner zwecks Hardware-Installation der Grafikkarte neu gestartet werden müsste. Das Microsoft-System hatte den Treiber selbst erkannt und installierte ihn. Dann kam der Neustart.
Gong. Klick.
Gong. Klick.
Gong. Klick.
Ein astreiner Boot-Loop beendete jäh meine kurze Freude am Windows-Mac. Nach einigen Boot-Versuchen schnallte Windows dann, dass es kaputt war (gut) und bot mir einigen Reparaturoptionen an (kluges Kerlchen). Ich konnte Windows danach wieder starten, doch ach, da war er wieder, der automatisch erkannte Grafiktreiber, den Windows unbedingt installieren wollte. Ich klickte noch einmal auf „OK“ und zack, da war er wieder, der Boot-Loop. Der Mac wollte mir damit wohl sagen, dass ich meine Horror-Experimente beenden sollte. Er lüftete bereits wild und machte komische Geräusche, dass ich fürchtete, das arme Teil würde mirnichts, dirnichts sein kümmerliches Leben aushauchen. Ich probierte noch ein paar Mal herum, doch dieser lästige Windows-Treiber produzierte jedes Mal den Boot-Loop, bis mir der Kragen platzte: Ich entschloss mich, Sierra auf dem Ding zu installieren.

Das Ende vom Lied: Sierra auf dem alten iMac

Ich fand noch vier Gigabyte Apple-RAM in meiner Schublade, womit ich die Kiste auf 8 Gigabyte aufrüsten konnte. Dann machte ich mich ans Werk. Es ist nicht so, dass man Sierra mal eben neu installieren kann: Ich hatte zwar einen Boot-Stick, aber Sierra natürlich nicht mit dem Account meiner Freundin geladen. Das ist nach Apples Ansicht böse, weshalb die Neuinstallation auf diesem Wege nicht geklappt hätte. Also anders: iMac-Original-DVD rein und erstmal Mac OS X 10.6 installieren. Alle Updates machen, damit man den AppStore nutzen kann. Dann Sierra laden und installieren, wobei… nein, Stopp: Das direkte Upgrade von 10.6 auf 10.12 erlaubt Apple nicht. Ich musste also erstmal 10.11 „El Capitan“ laden, was aber dummerweise nicht mehr im AppStore angezeigt wird. Damit will Apple scheinbar verhindern, dass User die alten Kisten weiter benutzen. Zum Glück gibt es auch hier ein Workaround: El Capitan ist nämlich noch im Store, wird nur nicht mehr angezeigt! Man muss es über einen Direkt-Link laden und danach installieren. Ist erstmal der Captain auf der Kiste, kann das Sierra-Update gemacht werden, womit ich an diesem Vormittag insgesamt dreimal MacOS installierte, um meine Win-Mac-Kreatur wieder lebensfähig zu machen.

Capitan
Um El Capitan zu laden, braucht man einen Direktlink.

Fazit: Läuft OK mit Sierra

Immerhin: Nach dem RAM-Upgrade läuft der olle iMac erstaunlich gut mit MacOS Sierra, weshalb das jetzt erstmal so bleibt. Als Office-Maschine tut er’s auf jeden Fall noch eine Weile. Ärgerlich sind die Stöcke, die Apple Windows-willigen Usern zwischen die Beine wirft. Es gibt keinen Grund, warum alte Macs kein Windows 10 mehr unterstützen sollten. Und auch dieser Kniff, dass MacOS Sierra nicht mehr direkt über Mac OS X Snow Leopard installiert werden kann, stinkt förmlich nach geplanter Obsoleszenz. Man fühlt sich wie ein mieser Hackintosh-User, nur umgekehrt. Immerhin: Jetzt läuft die Kiste wieder, und zwar in seinem natürlichen Zustand. Irgendwie tat mir der kleine iMac ja auch leid, wie er da unter Windows 10 ächzte und stöhnte. Aber gut: Im aktuellen Zustand kann er noch ein paar Jahre auf dem Schreibtisch der Frau seine Arbeit verrichten. Und für mehr war er auch im Grunde nicht gedacht.

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und mit der Vespa GTS 300 oder meinem Hund in der echten Welt unterwegs.
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20 Kommentare

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  • Also ich habe bei mir das Selbe versucht. Aber bei mir hat er sich einfach nur weg gehängt als ich den EFI Boot ausgewählt habe. Und ich weiß nicht woran das liegen könnte. Kann mir da einer weiterhelfen? PS: Habe einen noch älteren Mac. Könnte es daran liegen?

  • Hm, ich habe ebenfalls einen iMac 2009 der mit El Capitan läuft, aber leider lässt sich Sierra nicht installieren. Über welche Kunstgriffe ist es dir denn gelungen Sierra zu installieren?

  • Auf meinem iMac Late 2009 läuft osHighSierra und Win 10 über Bootcamp. Ich glaube ich hatte die Win7-Installation mit BootCamp angetäuscht und zum Booten dann die Win10-DVD eingelegt. Win 10 hatte dann auch das Grafiktreiberproblem, hat aber selbstständig einen passenden Treiber nachgeladen. Der funktionierte ohne einen Bootloop. Einzig die Webcam wird im Gerätemanager nicht richtig angezeigt.

    Hiermit habe ich eine 10.12.6-InstallationsDVD erstellt:
    https://ifreaky.net/macos-sierra-bootfaehige-dvd-brennen/

    Das dauert auch eine Weile erspart aber die Installation von einem älteren OSX.

  • Viel Ahnung scheinste nicht zu haben ;o), bei mir läuft der Imac mid2007 NUR mit Windows10.. das einzige was nicht original läuft ist BT. Stick rein und auch das geht.. Schneller als der Capitan..
    Man muss halt die Treiber bei den entsprechenden Herstellern laden und nicht bei Apple.. Z.B. Realtec – Audiotreiber usw..

    • Ah, OK, danke für den Hinweis. Das grenzt schon hart an Hackintosh, oder? 😀
      Ich wollte halt den „vorgesehenen“ Weg gehen und das artete in Geraffel aus. Aber Dein Ansatz ist gut – falls mir nochmal ein oller Mac in die Finger kommt, werde ich das mal probieren. Der 2009er ist jetzt erstmal gegen einen 2011er-iMac ausgetauscht und es läuft immerhin noch High-Sierra, insofern reicht das wohl erstmal.

    • Stimmt, ich habe diverse Mac mit W10 versorgt. Zum Thema Boot, kein UEFI Boot, sondern nicht UEFI, geht auch mit W10. Es gehen sogar die Mac Treiber, Broadcom WLAN geht nur einem kleinen Trick, aber das hat man mit der Zeit alles raus

  • Hi, vielen Dank für den inspirierenden Artikel. Ich habe auch einen iMac 09, aber da kann ich leider kein Sierra installieren. Ich wollte nach einem Festplattencrash und dem Einbau einer neuen Festplatte wieder meine schöne alte Konstellation mit einer Windows-Partition wiederherstellen, aber leider geht das nicht so einfach, denn BootCamp will ausschließlich Windows 7 installieren, das es im Original nur mit Geräten gab. Wie hast du es geschafft über El Capitan hinaus Updates bis hin zu Sierra zu installieren?

  • Das Problem, welches sich hier stellt, ist das UEFI System. In dem iMac 2011er Modell ist die Implementierung leider noch nicht so ganz sauber. Daher funktionieren manche Dinge nicht, wie der Sound oder die Grafikkarte.

    Der Trick liegt darin, Windows 10 nicht im UEFI Mode zu installieren, sondern im Legacy Mode, also im guten alten BIOS Mode.

    Mittlerweile läuft auf meinem iMac 2011 nur noch Windows 10, und alles funktioniert. Und dies ohne Probleme. Man kann mit dem Tool Brigradier die Bootcamp Treiber von aktuelleren Modellen herunter laden und extrahieren.

    Und es läuft alles wesentlich geschmeidiger, als unter High Sierra, welches ich vorher drauf hatte.

    Ich bin allerdings zuerst den Weg gegangen, es parallel zu installieren, da ich nicht wusste, ob alles klappt. Und habe dann später erst die Partitionen von Mac OS gelöscht und entsprechend die Windows Partitionen vergrößert.

    Selbiges gilt aber auch für die normale Bootcamp Installation. Nie die UEFI Version wählen, sondern die BIOS Variante. Ansonsten treten auch hier die selben Probleme auf.

  • Ich habe auf meinem schwarzen Macbook 4,1 von 2008 problemlos Windows 10 installieren können. Da dieses Gerät nur noch bis OSX 10.7.5 läuft, sind die meisten Programme mittlerweile veraltet. Neuere unterstützen 10.7.5 nicht mehr und auch mit dem Online-Banking wird es wegen der veralteten Browser immer schwieriger. Ich habe darum einfach eine neue SSD reingeschraubt, dann die Windows 10 DVD eingelegt und ganz normal installiert. Das ganze hat ohne Bastlerei und Fehlermeldungen auf Anhieb funktioniert. Lediglich für die Tonausgabe musste ich von Hand einen Realtek-Treiber installieren.
    Und das Beste: dss Macbook läuft flüssiger als mit OSX 10.7.5.
    Eigentlich eine Schande, dass Apple seine Geräte nach vier Jahren schon nicht mehr unterstützt und man auf einen Konkurrenten setzten muss…

    • Naja, das ist ja zum Glück vorbei. Wir haben hier einen iMac 2011, der hat neulich noch ein Update bekommen. Aber ging nur bis 10.13, was ich aber OK finde, das waren dann immerhin 7 Jahre. Aber ja: Die Obsoleszenzpolitik von Apple ist manchmal seltsam, denn 2011er-iMacs sind jetzt so viel langsamer nicht, von der Leistung her liegt der auf dem Niveau des MacBook 12“.

      • Nein, in Ordnung ist dies nicht. Ich habe damals für diesen iMac in Vollausstattung knapp 5000,- Euro bezahlt!

        Wenn heutige Betriebssysteme nicht mehr auf älteren Geräten richtig laufen würden, oder zu langsam wären, würde ich ja fast nichts sagen.

        Und Windows 10 läuft auf dem iMac 2011 hervorragend und recht schnell. Ich nutze ansonsten aktuelle Software, die ich unter MAC OS nicht mehr hätte benutzen können, da dort entsprechende Sperren eingerichtet sind.

        Um nur mal ein simples (und absolut absolutes) Beispiel zu bringen. Unsere gesamte Musiksammlung liegt auf einem Server. Dort hatte ich in den letzten Jahre meine ganzen CDs (sind so fast 1000 Stück) in iTunes eingelesen gehabt.

        Nun ist aus versehen leider von einem aktuellen Windows mit aktuellen iTunes diese Datenbank aufgerufen worden. Diese hat lediglich die Datenstruktur so umgewandelt, das mein iMac 2011 diese nicht mehr lesen kann. Mit Performance hat dies nicht zu tun.

        So soll man gezwungen werden, auf das neue MAC OS upzudaten. Aber da werden entsprechende Sperren eingebaut, damit ab einem gewissen Alter die Hardware ausgesperrt wird.

        Und das geht nicht. Das ist NICHT OK!. Wenn aufgrund des Alters der Rechner dafür zu langsam wird, dann soll der KÄUFER (also die, die dass Unternehmen Apple finanzieren) SELBER entscheiden, ob es an der Zeit ist für neue Hardware.

        Und nicht irgend eine Firma darf mich da bevormunden und mich von irgendwelchen Programmen aussperren.

        Das hatte ich schon mal. Da kaufte ich mir eine neue Kamera. Dazu brauchte ich eine neue Lightroom Version von Adobe, weil dort die neue Kamera unterstützt wurde. Durch das Adobe Abo kein Problem, kommt automatisch.

        Ne, kam nicht, denn diese neue Version wollte auch ein neues MAC OS als Mindestvoraussetzung haben. Nicht, dass da neue Features drin gewesen wären, die mehr Leistung erfordert hätten. Das machen die meisten Softwarefirmen automatisch, ausser bei den Windows Versionen. Dort funktionierte diese aktuelle Version sogar noch unter Windows XP. Also nichts von wegen, man brauchte da irgend eine neue OS Version mit neuen Features.

        Nur ging mal wieder die neue OS Version nicht, weil Apple der Meinung war, ich solle gefälligst noch einmal ein paar Tausend Euro auf den Tisch legen, auch wenn der jetzige Rechner ausgereicht hätte.

        Und man sieht es hier ja auch an dem Beispiel Windows 10. Dieses habe ich nun schon einige Wochen auf dem iMac 2011, was ja laut Apple nicht zu gehen hat.

        OK, es klappt nicht sauber im UEFI Modus. Dies liegt aber nicht an Windows 10, sondern an der Inkompetenz Apples, die damals einfach nicht in der Lage waren, den Standard sauber umzusetzen.

        Im BIOS, bzw. Legacy Mode funktioniert es aber perfekt und sehr stabil. Übrigens stabiler als dieses furchtbare High Sierra, was eine einzige Katastrophe war, was Abstürze anging.

        Es gibt kein Ausrufezeichen im Device Manager und alle Geräte funktionieren, inkl. 3D Unterstützung der Grafikkarte und Sound.

        Und Apple Bootcamp Treiber für die neueren Geräte funktionieren ja auch. Nur kann man das Paket halt nicht einfach so installieren, weil Apple eine Sperre eingebaut hat. Entpackt man die Treiber allerdings und installiert diese einzeln, geht dies, weil die Sperre nur in dem Setup von Apple drin ist, aber nicht in den Treibern selber.

        Nein, es ist einfach nicht OK. Und vom Thema Umweltschutz will ich erst gar nicht anfangen. Einen funktionierenden Rechner quasi weg zu werfen, weil ein Konzern, der quasi keine Steuern zahlt, den Hals nicht voll bekommt, kann nicht der Weg sein.

        Der besagte iMac ist das letzte, was ich von meinen „Apple Jahren“ noch übrig habe. Der Rest hat sich entweder selber zerlegt (wegen der doch nicht so tollen Qualität, wie immer behauptet) oder konnte ich noch verkaufen ohne allzu großen Verlust.

        • Genau, ich stimme dem absolut zu.

          Diese künstlichen Sperren machen mich wirklich sauer.
          Mir ist natürlich auch klar, dass ein G4-Prozessor irgendwann nicht mehr unterstützt wird.

          Ich besitze zudem noch ein iPad 2, welches auch nicht mehr mit neuen iOS-Versionen beliefert wird.
          Die Hardware funktioniert tadellos, der Akku ist in gutem Zustand.
          Aber immer mehr Apps lassen sich nicht mehr (direkt) installieren.
          Mit dem Kniff über iTunes an einem Mac kann häufig noch eine ältere, lauffähige Version installiert werden.
          Im App-Store des iPads werden die alten Appversionen jedoch (bewusst ??!!) nicht angezeigt.

          Seit Windows 7 ist das Betriebssystem kein Grund mehr für mich, einen Mac zu kaufen.
          Im Gegenteil, immer mehr spricht gegen einen Mac – leider!

      • Da ich leider nicht auf die Antworten bezüglich „Nicht in Ordnung“ antworten kann (Hierarchie wohl zu Ende …), mal hier: Selten so über zwei Kommentare zu einem Thema gefreut, das mich erfreulicherweise überhaupt nicht tangiert 😉 Und +1 für die Windows-7-Aussage, die meisten Scheiss-Windows-Klischees dürften aus der Zeit davor stammen.

        Allein schon die Probleme mit iTunes verursachen einen leichten Schmunzelkrampf – 1.000 CDs zu rippen ist scheiss viel Arbeit. Aber iTunes war halt auch schon immer eines nicht, nämlich ein Musik-Manager – es ist ein Shop-Frontend zu dem Apple seine User regelrecht nötigt (über das Mistding habe ich mich um 2007 erstmals übergeben dürfen.)

        Mal ne blöde Frage: Gehe ich recht in der Annahme, dass sich auf Uralt-Macs problemlos diverse Linuxe installieren lassen? [Kurz mal gucken gehen … ] Laut Debian scheint es so, zumindest gibt es Anleitungen runter bis zum G4. Muss also doch noch nicht in den Müll, der Müll.

        https://wiki.debian.org/InstallingDebianOn/Apple

      • Unsinn, Shop-Frontend. Benutze iTunes seit 2003 und seit 2006 durchgängig und musste die Mediathek nie neu anlegen. Dass Apple die Systeme länger beliefern könnte, ist natürlich richtig. Andererseits stellt jeder Android-Hersteller, inklusive Google, kaum drei Jahre Major-Updates zur Verfügung. Apple macht das mindestens (!) 5 Jahre nach Verkauf. Windows und Linux mögen länger laufen, aber Win10 auf einem drei Jahre alten Chuwi-Tablet macht auch keinen Spaß mehr. Dabei waren das nur Feature-Updates… Insofern: Es ist, wie es ist, gut find ich es nicht, aber ich kann verstehen, dass Asbach-Hardware keine aktuellen Systemversionen mehr bekommt.

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