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Gaming

Amazon Prime Gaming: Was ist, wie geht und lohnt sich das?

Kostenlose Spiele, DLCs und Twitch-Kanal-Abos für Prime-Kunden

Unter all den vielen Prime-Angeboten dürfte Prime Gaming zu den eher unbekannteren Diensten zählen. Mit den Inhalten von Steam oder der Xbox-Plattform kann Prime Gaming auch nicht mithalten – also wirklich nicht annähernd. Es gibt hier derzeit lediglich monatlich einige kostenlose Titel, DLCs und Twitch-Abos. Aber da es für Prime-Mitglieder kostenlos ist, sollten sich diese definitiv anmelden, sofern sie ein Herz für Videospiele haben.

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Was ist das?

Um Prime Gaming nutzen zu können, müsst Ihr Euch dort separat anmelden – mit Eurem ganz normalen Amazon-Prime-Kundenkonto. Kosten fallen keine an, weder für den Dienst selbst, noch für kostenpflichtige Spiele – denn es gibt nur die Gratis-Games! Dabei handelt es sicher in der Regel nicht um die großen AAA-Titel, sondern eher um Indy-Games und ältere wie jüngere Klassiker. Mal ein paar Beispiele: Giana Sisters: Twisted Dreams, Maniac Mansion, Mass Effect, Starcraft Remastered, The Darkside Detective.

prime gaming screenshot.
Prime Gaming auf der Amazon-Website

Die Spiele und DLCs könnt Ihr zwar in der Regel beliebig lange zocken, holen (quasi reservieren) müsst Ihr sie Euch aber im entsprechenden Monat – danach verschwinden sie wieder aus dem Angebot! Auch die eigentliche Installation kann später noch erfolgen. Zusätzlich dürft Ihr jeden monat kostenlos einen Twitch-Kanal abonnieren – wohl gemerkt eines Amazon-Partner- oder -Affiliate-Streamers!

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Wie geht das?

Nach der Anmeldung über die Amazon-Website müsst Ihr noch die Prime-Gaming-Desktop-Anwendung herunterladen und installieren, was nativ leider nur unter Windows möglich ist. Auch in der App ist danach nochmals eine Anmeldung mit den Standard-Amazon-Login-Daten fällig.

In der Desktop-Anwendung seht Ihr nun im Bereich Kostenlose Spiele mit Prime monatlich wechselnde Titel, die Ihr direkt installieren könnt. Nun, in der Amazon-Welt müssen Dinge erst abgeholt werden, landen dann unter Bereit zur Installation, von wo sie dann installiert werden können. Warum auch immer. Bei der Installation dürft Ihr sogar wählen, auf welchem Laufwerk das Spiel gespeichert werden soll. Ist doch selbstverständlich? Nun, bei der Desktop-App selbst habt Ihr diese Wahl leider nicht.

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Die Prime-Gaming-Desktop-App

Es wird aber noch etwas komplizierter: Auf der Webseite von Prime Gaming seht Ihr bisweilen kostenlose Titel, die nicht in auf dem Desktop auftauchen – just heute zum Beispiel Starcraft Remastered. Warum? Weil Ihr Starcraft – natürlich … – nur über deren hauseigenen Client Battle.net zocken könnt. Solche Titel müssen vor der Installation noch aktiviert werden. Das heißt hier zum Beispiel, dass Ihr Euren Battle.net- mit dem Prime-Gaming-Account verbinden müsst. Anschließend lässt sich das Spiel dann per Battle.net installieren.

Leider taucht Starcraft nach der Installation aber nicht in der Prime-Gaming-App auf – was eine Verwaltung etwas schwieriger macht. Apropos: Der Client bietet kaum Einstellungsmöglichkeiten, lediglich über Euer Konto links unten in der Navigation lassen sich ein paar Optionen setzen, etwa zum Auto-Start oder zu Updates. Dinge wie das Verschieben von Spielen sind nicht möglich, anders als etwa bei Steam oder bei der Xbox-Windows-App.

Lohnt sich das?

Es lohnt sich nicht, dafür Prime-Mitglied zu werden und auch jegliche Abo-Gebühr wäre derzeit wohl uninteressant. Aber für Prime-Mitglieder lohnt es sich durchaus. Zum einen kann sich in den monatlichen Titeln immer mal etwas Interessantes finden und ein Twitch-Abo-Guthaben kann zumindest nicht schaden, selbst wenn es „nur“ für bestimmte Streamer gilt. Zum anderen ist das Angebot nicht immer so mager wie genau jetzt, da es exakt 6 Titel sind. Am letzten Prime Day waren es aber mal eben 30 Stück!

So richtig rund sind Angebot und Software noch nicht, aber eine Anmeldung lohnt sich – wenn denn mal ein guter Titel dabei ist, kann man wenigstens schnell zuschlagen. Meine Test-Anmeldung hat mir immerhin Zak McKracken und Maniac Mansion eingebracht. Letzteres habe ich zuletzt gespielt als es noch ein AAA-Titel war ;)

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

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3 Kommentare

  1. Amazon Prime Gaming lohnt sich wirklich nur für Menschen, die bereits Amazon Prime haben.
    Starcraft habe ich direkt aktiviert; das Gratis-Abo für Affiliate-Streamer nutze ich sehr gerne.

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