Ja, ich habe zugeschlagen: Ein Macbook Air 15" mit 24 Gigabyte RAM und einem Terabyte SSD-Speicher. Und ja: Ich war da skeptisch: Mein letztes als Hauptrechner genutztes Macbook war ein Macbook Pro 2013, und das lüftete sich bei der geringsten Anstrengung die Kühlpaste aus dem Leib. Da war ich wegen des lüfterlosen Designs, nunja... nicht ganz überzeugt. Jetzt, vier Wochen später, mache ich mir da keine Sorgen mehr. Und nein: Das ist kein Test, sondern ein Erfahrungsbericht.
Denn das Macbook Air M5 frisst einfach alles, was man ihm vorsetzt, und wird dabei bestenfalls ein bisschen wärmer. Tatsächlich ist es der mit Abstand beste Laptop, den ich jemals gesehen oder besessen habe. Lasst Euch da nicht von den Youtubern täuschen, die behaupten, nur das Pro – natürlich mit M5-Pro/Max/Ultra-Chip – wäre das einzige wirklich brauchbare Apple-Notebook. Das ist nämlich Unfug.
Warum? Nun, auf dem Papier ist ein Macbook Pro natürlich besser: Es hat drei Thunderbolt-Anschlüsse (statt zwei), es hat den 120-Hertz-Bildschirm (statt 60 Hertz beim Macbook Air) und es gibt natürlich einen Lüfter und die Option für Apples Pro- und Max-Prozessoren. Die die Fuhre dann aber locker 600 bis unendlich Euro teurer machen als ein Macbook Air. Und das ist Quatsch.
Macbook-Schnäppchen dank Preisvergleichs-Portal
Mein Macbook Air M5 ist das 15-Zoll-Modell in Silber. Das kommt inzwischen standardmäßig mit 16 GB RAM und 512 GB SSD – beides ist mir zu wenig, weshalb ich die Upgrade-Version mit 24 GB RAM und 1 TB SSD gewählt habe. Das war ein rechtes Schnäppchen: Regulär bei Apple mit 1999 Euro eingepreist, konnte ich bei Galaxus einen Schnapper machen und 350 Euro sparen.
Tipp: Galaxus, CoolBlue und Amazon unterbieten sich gerne gegenseitig bei den Mac-Preisen – schaut am besten regelmäßig bei einem Preisvergleichsportal wie Idealo oder Geizhals, um den besten Preis zu finden. Meinen Mac Mini M4 und mein Macbook Air M1 konnte ich noch für einen guten Preis bei Wirkaufens beziehungsweise Rebuy loswerden.
Warum es das Macbook Air M5 geworden ist
Es gibt letztlich zwei Gründe, warum ich mich für das Macbook Air entschieden habe: Der günstige Preis. Und die Tatsache, dass es das Gerät im 15"-Format gibt. Die 13"-Macbooks sind mir erfahrungsgemäß zu klein, das 14"-Macbook Pro ist kaum größer. Und das 16"-Macbook Pro ist schlicht zu teuer, wobei das natürlich mein Favorit gewesen wäre.
Aber wir leben in Zeiten schlecht geklickter Werbung und KI-Zusammenfassungen: Die Zeiten, in denen ich ohne Wimpernzucken 3000 Euro für ein Notebook auf den Tisch gelegt hätte, sind definitiv vorbei. Mein Macbook Air 15 hat etwas mehr als die Hälfte gekostet, und das finde ich angemessen.
Gut: Das Air hat weder 120-Hertz-Display, noch Thunderbolt 5, noch drei Thunderbolt-Ports, noch einen HDMI-Anschluss, aber nichts davon brauche ich nicht. Der fehlende Lüfter am Air ist aus meiner Sicht zudem ein absolutes Argument für den Rechner: Wo kein Lüfter ist, gibt es keine Lärmbelästigung und nichts, was verstauben und kaputt gehen könnte.
Was fehlt, sind ein paar Extras – die sich leicht ersetzen lassen
Was ich brauchen würde, wäre tatsächlich ein USB-C-Anschluss an der rechten Seite und ein Cardreader wie beim Pro oder in den alten Macbook Airs: Der erlaubt es nämlich, den Speicher schnell und einfach zu erweitern.
Andererseits ist es natürlich albern, deshalb zum Pro zu greifen: Billige Cardreader mit USB-C-Anschluss gibt es für unter 10 Euro, ein USB-C-HDMI-Kabel oder ein einfacher USB-Hub mit allen Funktionen kostet auch nicht die Welt – und wirklich oft braucht man das ja nicht.
Wie ich mein Macbook Air M5 benutze
Ein Argument gegen den besseren Monitor und die zusätzlichen Schnittstellen war übrigens auch, dass ich mein Macbook Air M5 hauptsächlich angedockt im Clamshell-Modus benutze. Dazu habe ich einen günstigen Macbook-Ständer angeschafft, ein Thunderbolt-Kabel führt von Macbook zum BenQ-Thunderbolt-Monitor.
Der hat seinerseits genug Anschlüsse für die Alltags-Peripherie: Time-Machine-Festplatte, Edifier-Lautsprecher im USB-Betrieb, einen einfachen USB-C-Hub mit zwei USB-A und zwei USB-C-Schnittstellen, in denen der kleine Cardreader steckt. Maus, Tastatur und Kopfhörer laufen über Bluetooth. Der Monitor lädt natürlich auch das Macbook Air. Ich kann den Laptop also mit nur einem Kabel in einen Desktop verwandeln – oder bei Bedarf schnell mitnehmen. Perfekt.
Unterwegs ist mir dann die Bildschirm-Größe wichtiger als die Bildschirm-Qualität: Ich gehöre zu den Menschen, die bei größeren Bildschirmen deutlich produktiver sind, und da sind die zusätzlichen Pixel Auflösung unterwegs ein echter Vorteil. Zumal der Macbook-Air-Bildschirm natürlich ebenfalls hervorragend ist. Ach ja: Ich habe recht große Hände, da liegen bei kleineren Macbooks immer meine Handballen auf der Kante. Beim 15-Zoll-Air ist das kein Problem. Und: Der größere Bildschirm ist natürlich auch eine Spur höher und dadurch bei Notebook-Nutzung besser für den Nacken.
Das Macbook Air trägt selbst in der 15"-Variante kaum auf. Und das sage ich als jemand, der als deutlich jüngerer Mensch ein damals noch Macbook Pro über die selige CEBIT geschleppt hat: Der Laptop ist obendrein kleiner als frühere 15-Zoll-Pros und damit immer noch kompakt genug, um im Rucksack oder dem Messenger Bag Platz zu finden. Natürlich nur mit der passenden Tasche:
Leistung: Das Macbook Air ist ohne Tadel
In Sachen Leistung kann ich ebenfalls nicht meckern: Das Macbook Air M5 ist eigentlich jeder Aufgabe gewachsen, die ich ihm zuwerfe. Das ist auch kein Wunder: Der Rechner ist doppelt so schnell wie mein geliebter und seinerzeit brachialer iMac Pro, den ich letztes Jahr wegen Apples unnötiger geplanter Obsoleszenz leider ausmustern musste. Der hat ebenfalls bereits dicke gereicht – und war vor wenigen Jahren auch für aufwändige Aufgaben im professionellen Videoschnitt das Gerät der Wahl.
Das heißt im Umkehrschluss: Ja, das Macbook Air M5 reicht für eigentlich alles völlig aus. Tatsächlich habe ich mich auch ein wenig mit Videoschnitt und RAW-Bildbearbeitung beschäftigt und das Teil wird dabei kaum warm. Und selbst wenn: Dann drosselt der kleine Kerl ein wenig und dann dauert es eben etwas länge – für mich die deutlich bessere Alternative zum Lüfter-Konzert früherer Intel-Macbooks!
Die Pro-Linie ist inzwischen viel zu viel für normale Nutzer
Clever von Apple, denn die Pro-Linie ist inzwischen derart krass leistungsstark, dass sich der Aufpreis bestenfalls für User lohnt, die wirklich ständig Videos exportieren, tausende RAWs im Batch bearbeiten, die zusätzlichen Anschlüsse und den besseren Monitor benötigen oder stundenlang zocken. Doch selbst das schafft das Macbook Air M5, wenn man die Spiele nicht gerade in die höchste Qualitätsstufe setzt. Die älteren Titel wie Cyberpunk, die ich manchmal spiele, wuppt das Air ebenfalls.

Nun bin ich zwar ein "Pro" – das Macbook ist mein Arbeitstier – , aber ich arbeite derzeit nur wenig mit Video und Audio. Was ich regelmäßig im großen Stil mache, ist Bildbearbeitung und natürlich Schreiben – da lacht das Macbook natürlich drüber. Die Grundlast bei meiner Nutzung liegt gerade einmal bei zwei bis vier Prozent, dutzende offene Browser-Tabs, diverse Messenger und Bildbearbeitung offen. Ach ja: Musik läuft auch und für die Lautsprecher hat Apple wirklich ein Lob verdient. Wie übrigens auch für den Bluetooth-6-Standard, der bei mir ENDLICH die lästigen Bluetooth-Probleme am Mac beseitigt hat.
Die Tastatur ist wie von Apple gewohnt hervorragend. Ich schreibe trotzdem lieber an meiner Keychron K3 Pro, aber das ist Geschmackssacke. Das extrem große Trackpad ist ein großer Vorteil, weil man damit wirklich schnell den Mauszeiger schubsen kann. Allerdings ist es manchmal sogar zu groß: Das Trackpad wird selten beim Tippen aktiviert, was zu Fehleingaben oder versehentliches Ausführen von Exposé führen kann.
Was besser sein könnte
Tatsächlich gibt es aus meiner Sicht nur einen großen Kritikpunkt am Macbook Air: Das Fehlen eines USB-C-Anschlusses auf der rechten Seite sowie der fehlende Cardreader. In meinem aktuellen Setup brauche ich das zwar nicht, es wäre aber ein Nice-to-Have und sicher nichts, was produktionsseitig bei Apple die Preise hochtreiben würde. Vielmehr glaube ich, dass dieses Fehlen als Upselling-Argument für die Pro-Modelle dient.
Die Webcam ist nach wie vor ein Problem bei den Air-Modellen: Alles Specs zum Trotz ist die Qualität, ich will nicht sagen "lausig", aber... sobald das Licht ein wenig schlechter ist, ist sie tatsächlich mies. Aktuelle iPhones und iPads leisten hier deutlich mehr. Ich brauche das aber auch nicht oft und ehrlich: Ich muss in Zoom-Meetings auch nicht pixelgenau abgebildet werden, schon gar nicht Vormittags.
Fazit: Der perfekte Laptop für fast alle
Ich gehöre ja zu den Apple-Nutzern, die dem Hersteller gegenüber durchaus kritisch eingestellt sind. Ich mag vieles nicht an Apple, aber ich mag die Macs und macOS. Meistens jedenfalls. Das Macbook Air M5 ist eines dieser Apple-Produkte, die es alle paar Jahre mal gibt: Hardwareseitig ausgereift, technisch leistungsstark, solide im Alltag. Mein Macbook Pro von 2013 war ein solches Gerät. Der iMac Pro ebenfalls. Und eben jetzt das Macbook Air.
Zudem hat Apple untenrum natürlich mit dem Macbook Neo einen neuen Einstieg zum kleinen Preis definiert: Das Air M5 muss sich also klar von Apples neuem Kassenmodell abgrenzen. Und deshalb kann das Air M5 auch wunderbar als Hauptrechner arbeiten.
Genau deshalb ist das Macbook Air auch immer die die bessere Wahl, selbst wenn es ein paar hundert Euro extra kostet. Tatsächlich sind Basis-Air-M5 im 13"-Format mit 16 Gigabyte RAM und 512 GB SSD – was wirklich auch als Hauptrechner reicht – für deutlich unter 1000 Euro zu haben und damit absolute No-Brainer.Insofern: Wenn Ihr noch nachdenkt – schlagt einfach zu.













