Wenn der iPhone-Akku Kapazität verliert oder die Prozentanzeige spinnt, könnt Ihr Euren iPhone-Akku kalibrieren. So holt Ihr das Maximum an Laufzeit heraus.

Neulich fiel mir auf, dass mein iPhone-Akku immer weniger Kapazität zu haben schien. Und das, obwohl ich gerade Anfang Dezember ein neues Austausch-6S bekommen hatte: Schon nach wenigen Minuten Benutzung sank die Kapazität auf unter 90 Prozent. Vor einigen Tagen wagte ich dann mal wieder einen längeren Pokémon-Go-Ausflug, und schon nach 40 Minuten warnte iOS, dass nur noch 20 Prozent Ladung vorhanden wären. Zum Glück gibt es einen Trick: Man muss in solchen Fällen den iPhone-Akku kalibrieren. Und das geht so:

1. Entladen, bis es ausgeht!

Für die Kalibrierung solltet Ihr das iPhone zunächst auf 100 Prozent aufladen. Das hatte ich vor dem Pokémon-Ausflug bereits erledigt. Dann müsst Ihr es benutzen, bis es aus geht. Ganz einfach. Mein iPhone 6S brauchte nur weitere fünf Minuten, um auf 10 Prozent Akku zu fallen, nach weiteren fünf Minuten stand der Akku auf einem Prozent. Eigentlich sollte es dann bald aus gehen, was mein iPhone 6S aber nicht tat: Es blieb fröhlich bei einem Prozent stehen. Wie also das iPhone komplett entladen? Nun: Ich habe ein paar Episoden der vorzüglichen Honest Trailers auf Youtube angeschaut und dazu die Helligkeit auf volle Pulle gedreht. Und trotzdem verharrte der Akkustand tatsächlich noch rund 30 Minuten (!) bei einem Prozent. Dann ging es endlich aus.

Am besten ladet Ihr das iPhone immer mit dem Original-Netzteil.

Am besten ladet Ihr das iPhone immer mit dem Original-Netzteil.

2. iPhone wieder voll aufladen!

Was jetzt folgt, dürfte für die Smartphone-Junkies unter Euch besonders hart sein: Ihr müsst das iPhone einmal komplett von 0 auf 100 Prozent aufladen und solltet es dabei möglichst nicht stören. Nehmt dafür das mitgelieferte Netzteil, das liefert den „saubersten“ Spannungsbogen für den iPhone-Akku und stellt einen optimalen Ladevorgang sicher. Nach einigen Minuten geht es von alleine wieder an, anschließend könnt Ihr die Login-PIN und Sim-PIN eingeben. Das solltet Ihr aber lassen, denn ein im Netz eingebuchtes iPhone erhöht natürlich das Risiko, dass während des Ladevorgangs jemand anruft oder Ihr doch auf neue Whatsapps antworten wollt. Oder Ihr bei Facebook rumfuhrwerkt. Lasst das bleiben, Finger weg vom Handy! Lasst das arme Gerät mal die drei Stunden in Ruhe, die es braucht, um sich auf 100 Prozent zu laden, sonst war das ganze Vorgehen für die Katz.

Während des Ladevorgangs solltet Ihr das iPhone dieses eine Mal tunlichst nicht benutzen.

Während des Ladevorgangs solltet Ihr das iPhone dieses eine Mal tunlichst nicht benutzen.

3. Über mehr iPhone-Akku-Leistung freuen

Ist das iPhone endlich aufgeladen, könnt Ihr es vom Strom nehmen, die SIM-Pin eingeben und das Gerät wieder normal benutzen. Die Akkulaufzeit ist natürlich identisch, allerdings stimmt jetzt wieder die Ladeanzeige. Und statt früh zu warnen und ewig auf einem Prozent zu verharren, zeigt die Akkustandanzeige jetzt wieder den richtigen Wert an. Das heißt auch, dass Ihr das Gerät seltener an den Strom hängen werden – und damit den Akku noch mehr schont. Den Kalibriervorgang solltet Ihr von Zeit zu Zeit wiederholen, wenn Ihr merkt, dass der iPhone-Akku schwächelt. Natürlich solltet Ihr zusätzlich noch unsere Tricks für mehr Akku-Laufzeit bei iPhone und iPad beachten. Die Vorgehensweise klappt natürlich auch mit anderen Smartphones, dem iPad oder Tablets.

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Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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