Auto-Technik

Autoradios ohne Bluetooth mit dem Smartphone verbinden

Ihr habt noch ein Autoradio ohne Bluetooth, Navi, Freisprecheinrichtung & Co.? Kein Problem, geht trotzdem - per Bluetooth und Uralt-Technik ;)

Für Besitzer von Autos aus den letzten vielleicht zehn Jahren ist es wohl selbstverständlich, das Smartphone mit dem Auto(radio) zu koppeln, um Musik, Navigation und Telefonie per Sprache zu steuern und über die Lautsprecheranlage zu hören. Mein Wagen kommt auf 17 Jahre und hat ein klassisches Autoradio mit zwei Funktionen: Radio und CD und fertig. Es kann nichtmal MP3s auf CDs … Smartphone-Halterung? Sehr witzig :( Und doch steige ich ein, das Smartphone verbindet sich und ich kann all den Komfort genießen, den die fahrenden Tablets von Heute bieten. Kostenpunkt fürs Nachrüsten: Ca. 20 Euro.

Nicht lachen!

Die Lösung ist einfach und billig und zuverlässig und universell -, technisch aber so aufregend wie ein Drehscheibentelefon: Der gute alte FM-Transmitter. Das ist ein kleines Gerät für den Zigarettenanzünder (oder wie auch immer der Stromanschluss in heutigen politisch korrekten Nichtraucherraumschiffen heißen mag), das Bluetooth empfängt und Radiowellen ausgibt.

autoradio mit fm-transmitter.
Ein Update – oder ein Workaround? Egal, es funktioniert ;)

Soll heißen: Ihr könnt das Smartphone mit dem Transmitter koppeln, auf diesem eine Sendefrequenz eingeben, etwa 98,7, und dann das Autoradio auf eben diese Frequenz einstellen, manuell oder per Sendersuchlauf. Der Transmitter ist dabei natürlich so schwach, dass er nur in unmittelbarer Nähe empfangen wird. Ihr bespielt also im Stau nicht gleich noch all Eure Nachbarn.

Und in der Regel können die Dinger noch mehr: Meist liefert interner Speicher die Möglichkeit, Musik auch direkt vom Transmitter abzuspielen, ganz ohne Smartphone. Zudem spendieren viele Modelle auch gleich noch USB-Anschlüsse zum Aufladen/Betreiben von Smartphones, Autokühlboxen oder sonstigen Gimmicks. Auch Mikrofone für die Freisprecheinrichtung sind üblich, wobei das Smartphone-Mikro im Zweifelsfall wohl das bessere ist.

Zugegeben, der Klang kann freilich nicht mit einem modernen aptX-Bluetooth-Standard mithalten, es ist Radioqualität. Aber wenn Euch das genügt oder Ihr eigentlich nur ein altes Auto per Smartphone ein wenig smart(er) machen wollt, ist ein FM-Transmitter ein tolles Produkt, auch wenn es vermutlich für Schmunzeln sorgen wird ;) Der perfekte Begleiter ist übrigens so eine praktische magnetische Smartphone-Halterung, die einfach in die Lüfter geklemmt wird. Als Gegenstück liegen kleine dünne Metallplättchen bei, die auf das Smartphone geklebt oder einfach zwischen Gerät und Hülle gesteckt werden können:

halterung für smartphone an lüfter im auto.
Diese kleinen magnetischen Klemmhalterungen funktionieren wunderbar – klauen aber Luftzug.

Preislich sind diese Minimalisten ab etwa 8 Euro zu haben, es wird nichts fest im Auto montiert, Smartphones halten sicher, lassen sich aber gleichzeitig wunderbar einfach befestigen und lösen – mehr braucht man eigentlich nicht. Auf welche Lüfter die Dinger passen, zeigen meist Bilder auf den Amazon-Produktseiten. Spoiler: Auf alle eckigen Lüftungsschlitze. Wer deutsche Pingeligkeit an den Tag legt, wenn es um Autos geht: Die Lamellen im Lüfter werden durchaus etwas belastet, vielleicht wollt Ihr das nicht … Gleiches gilt für Smartphonefetischisten: Ist die Hülle zu dick, muss die Metallplatte außen angeklebt werden … Mit einer normalen Silikonhülle funktioniert es einwandfrei.

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Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.

Produkte

Im Grunde können die Dinger alle das Gleiche, Bluetooth rein, FM raus. Unterschiede liegen vor allem bei Bauform, Anschlüssen und Display. Hier mal ein paar Beispiele zur Illustration – und zum Geldverdienen, also immer schön fleißig schoppen! Hier zunächst eine Variante, wie sie auch in meinem Wagen werkelt. Ich hatte mich für ein schlankes Modell mit flexibler Halterung entschieden, da mein 12V-Anschluss ungünstig neben dem Schalthebel liegt – viel Bewegung lassen diese Hälse dennoch nicht zu, aber es hilft. Ein Display für die Anzeige von Titel & Co. würde ich auf jeden Fall empfehlen.

(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)
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Mehr Flexibilität bekommt Ihr mit dieser Variante: Stromstecker in den 12V-Anschluss, Bedienelement per Kabel relativ frei montierbar, zum Beispiel in der Lüftung oder an der Windschutzscheibe. Hier gibt es sogar eine Fernbedienung!

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Wenn es mit Kabel, aber nicht so klobig sein soll:

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Wenn der Platz es zulässt, könnt Ihr natürlich auch kompaktere Varianten wählen, hier lässt sich das Display beispielsweise nur ein wenig klappen. Dafür gibt es immerhin einen Equalizer -, vielleicht der Grund, warum man hier preislich am oberen Limit landet.

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Ganz starr wird es mit Modellen in der wohl üblichsten Bauweise; Vorteil hier: Keine beweglichen Teile, supersimple Bedienung, alle Anschlüsse bequem oben erreichbar.

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Und wenn es vor allem billig sein soll und Ihr auf Display und Schnickschnack verzichten könnt, dann beginnt der Spaß schon bei (derzeit) 17 Euro.

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Eine riesige Rolle dürfte die Wahl nicht spielen: Bezüglich der Soundqualität ist die FM-Übertragung der wahrscheinlichste Flaschenhals, da spielt die Bluetooth-Verbindung wohl kaum eine Rolle. Ansonsten ist da nichts dran, was große Probleme machen dürfte, alte Technik für alte Autos. Aber da billig produzierter Kram auch gerne mal Mist ist: Packung verwahren, ausprobieren, damit rechnen, dass Ihr es zurückschicken wollt – das erspart Frust. Ein Tipp zum Schluss: Der Markt für derlei günstige Technikprodukte von No-Name-Herstellern ist aggressiv – seid also bei Kundenbewertungen vorsichtig, das sind genau die Händler und Hersteller, die da gerne mal Unfug treiben!

Wenn es etwas moderner im Auto zugehen soll, schaut mal bei Christians Carplay-Artikeln vorbei.

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Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

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