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HardwareNetzwerk

Powerline oder WLAN-Repeater: Was ist besser?

Wenn das WLAN erweitert werden soll, gibt es zwei Möglichkeiten: Powerline und WLAN-Brücken – doch welche Variante ist besser?

Wer ein Haus kauft oder in eine größere Wohnung zieht, steht schnell vor dem Problem, dass das WLAN nicht in alle Ecken reicht. Gerade wenn der Router wegen des Telefon- oder Kabelanschlusses irgendwo stehen muss, wo der Empfang nicht optimal ist, sucht man schnell nach Auswegen. Der deutsche Router-Marktführer AVM hat für diesen Zweck zwei Technologien im Angebot: WLAN-Repeater und dLAN- bzw. Powerline-Brücken. Wir sagen Euch, was besser ist.

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Zuerst das WLAN optimieren

Bevor Ihr losrennt, um zusätzliche Hardware zu kaufen, die Strom zieht, Wartungsaufwand bedeutet und natürlich auch Geld kostet, solltet Ihr zunächst probieren, Euer WLAN vom Router zu optimieren. Setzt den Router wenn irgendwie möglich an eine zentrale Stelle Eures Hauses oder Eurer Wohnung und versucht, ihn möglichst frei und weit oben im Raum zu platzieren. Der Weg vom Kabel- oder DSL-Anschluss zum Router kann dabei durchaus verlängert werden: Es gibt zum Beispiel bei Amazon jede Menge Router-Verlängerungskabel, mit denen Ihr den Router selbst an eine bessere Position versetzen könnt. Reicht das nicht, etwa weil Ihr massive Stahlbetondecken oder -wände habt, bleibt Euch leider nur der Weg zur Zusatzhardware.

dLAN-Adapter überbrücken dicke Wände

Mit Powerline könnt Ihr Wände durchstoßen, ohne zu bohren. (Bild: AVM)
Mit Powerline könnt Ihr Wände durchstoßen, ohne zu bohren. (Bild: AVM)

Hier kommen die dLAN oder Powerline-Adapter ins Spiel. Diese verwandeln Euer heimisches Stromnetz in ein Computer-Netzwerk, indem sie Ethernet-Signale über die Stromleitung übertragen. Das funktioniert grundsätzlich auch gut, allerdings hat die Lösung einen dicken Nachteil: Anders als echte Ethernet-Kabel sind Stromkabel in aller Regel nicht abgeschirmt – und damit sehr empfänglich für Störsignale aus allen möglichen Quellen. Das Resultat: Von den angegebenen Geschwindigkeiten der Adapter von 200, 500 oder sogar 1.200 MBit/s werden in aller Regel nur Bruchteile erreicht. Trotzdem haben diese Adapter einen riesigen Vorteil: Sie überbrücken auch die dickste Stahlbeton-Wand, da sie die Leitungen nutzen, die durch die Wand hindurch geht. Und so könnt Ihr Euch zum Beispiel mit einem Powerline-WLAN-Set von AVM ziemlich elegant verkabeln. AAllerdings sind die Geschwindigkeiten zwischen den Adaptern wie gesagt meist unter aller Kanone – von optimaler WLAN-Performance keine Spur. Als Faustregel gilt: Je kürzer die Stromleitung zwischen den Adaptern, um so besser die Performance. Zudem habt Ihr gleich mehrere zusätzliche Netzwerk-Endgeräte, die gewartet werden wollen und Probleme machen können.

Vorteile: Plug’n Play, geht durch dicke Wände
Nachteile: Stark abhängig von der Leitungsqualität, mehrere Geräte

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WLAN-Brücke: Meist die bessere Wahl

Ein moderner WLAN-Repeater wie der Fritz!Repeater 3000 braucht im Grunde nur Strom und ist in vielen Fällen die bessere Alternative zu Powerline (Bild: AVM)
Ein moderner WLAN-Repeater wie der Fritz!Repeater 3000 braucht im Grunde nur Strom und ist in vielen Fällen die bessere Alternative zu Powerline (Bild: AVM)

Anders sieht es mit einer WLAN-Brücke aus: Ihr könnt einen (oder mehrere) Repeater mit Gigabit-Ethernet-Port kaufen, der vom gleichen Hersteller ist wie Euer Router, also etwa von AVM, wenn Ihr eine FritzBox habt.. Anschließend solltet Ihr diesen Repeater mit Eurem Router verbinden, idealerweise per Mesh. Falls Ihr noch eine alte FritzBox besitzt, geht die natürlich auch. Anschließend könnt Ihr den Repeater so zwischen Router und Endgerät einstecken, dass eine gute Verbindung entsteht. Mit mehreren Repeatern könnt Ihr auch eine Kette bilden, etwa durch das Treppenhaus. Das ist heutzutage deutlich schneller und zuverlässiger als dLAN, hat allerdings den Haken, dass Ihr mit jedem Repeater in der Kette einen Teil Eurer WLAN-Geschwindigkeit einbüßt. Daher ist es wichtig, möglichst flotte Adapter mit Dualband-WLAN zu verwenden.

Vorteile: Keine Kabel nötig, flexibel positionierbar
Nachteile: Problematisch bei Hindernissen und Störsendern

Powerline oder WLAN: Wie sieht die optimale Lösung aus?

Was ist also besser, Powerline oder WLAN? Nun: Es kommt auf die baulichen Bedingungen in Eurem Haus oder Eurer Wohnung an. Grundsätzlich ist die Repeater-Variante vorzuziehen, da Powerline wie gesagt knifflig ist. Eine gemischte Lösung ist natürlich auch denkbar, etwa wenn der Router richtig blöd im Keller steht. Dann kann es sinnvoll sein, direkt auf einen starken Powerline-Adapter zu setzen, um einen zentralen Punkt im Haus anzusteuern – und von dort aus WLAN-Brücken zu setzen. Mit der Mesh-Technologie ist das übrigens alles für die Endgeräte kein Problem mehr.

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Am besten Ethernet-Kabel ziehen

Im Idealfall benötigt Ihr natürlich keine der beiden Lösungen, sondern verwendet Ethernet-Kabel in Eurem Haus oder Eurer Wohnung, um schlecht mit WLAN versorgte Stellen mit einem Repeater in die Empfangszone zu bringen. Dann stellt sich die Frage Powerline oder WLAN nicht mehr, denn Ihr könnt einfach an beliebiger Stelle eine Mesh-Repeater setzen, der per Netzwerkkabel mit dem Router verbunden ist. Das ist die schnellste und zuverlässigste Lösung. Hier sind Altbau-Häuser übrigens oft dankbar, weil sie entweder alte Ofenrohre oder Holzböden haben, durch die Ihr mit wenig Aufwand Ethernet-Montagekabel ziehen könnt. Bei moderneren Häusern sollten diese Arbeiten von Handwerkern erledigt werden. Alternativ gibt es auch lange, flache Ethernetkabel, die Ihr zum Beispiel in den Fußleisten oder unter dem Fußbodenbelag verlegen könnt.

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und mit der Vespa GTS 300 oder meinem Hund in der echten Welt unterwegs. Neuerdings Girldad. Spendier‘ mir einen Kaffee.

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Ein Kommentar

  1. Ich hatte 2 Fritz Poweline im EInsatz (Powerline 1000E und 2*1240E). Mit der Konfiguration habe ich mir keine Mühe gemacht. Heimnetz Mesh hat das für mich erledigt – aber zufrieden war ich nie.
    1. 1000E hat keine Verwaltungsinterface auf das ich zugreifen könnte. Ist glaube ich nicht schlimm, solange alles funktioniert.
    2. Die 1240E, eingebunden über mesh, halten die gleichen SSID’s hoch wie meine Fritzbox 7490. Wenn ich darauf vertraue, dass die Endgeräte dann aus den mehrfach (von 7490 bzw 1240E) angebotenen SSID’s (ich hoffe die gehen sich automatisch hinsichtlich der Kanäle aus dem Weg) das sende/empfangsstärkste Gerät auswählen, dann wäre ich auch zufrieden. Aber es scheint nicht immer so zu sein…
    3. Die 1240E erdreisten sich sogar die SSID’s anzubieten wenn sie die Powerline-verbindung verloren haben – und das passiert gar nicht so selten. Sie scheinen auch gar keinen Versuch zu machen diese Verbindung wieder herzustelllen. Für mich bedeutete es, dass meine Endgeräte zwar WLAN-Verbindung halten, aber keine Internetverbindung. Als Lösung kenne ich bisher nur Powerline 1000€ aus der Steckdose ziehen, warten und wieder einstecken.
    4. Die 1240E habe auch eine Ethernet RJ45 Dose. Leider kenne ich keine Möglichkeit, diesen Steeckplatz dem Gastnetz zuzuweisen – er scheint immer in meinem Heimnetz zu sein. Nicht einmal abschalten kann ich diesen Port. Meine Gäste im Gastappartement haben so zwangsweise Zugriff auf meinen Drucker und mein meine NAS-Box.

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