Wenn Ihr eine neue FritzBox installiert, gehört die alte Fritze längst nicht zum alten Eisen: Ihr könnt sie als leistungsstarken Mesh-Repeater einsetzen!

Wenn die neue FritzBox kommt, stellt sich schnell die Frage, was mit der alten geschehen soll. Ihr könnt sie natürlich verkaufen, allerdings ist das natürlich eine schlechte Option – zumal Ihr dann bei Problemen keinen Backup-Router mehr zur Hand habt. Falls Ihr lieber Euer FritzBox-Mesh-Netzwerk verbessern wollt, könnt Ihr die FritzBox nämlich auch als Mesh-Repeater verwenden. Vorteil gegenüber den „echten“ Fritz!Repeatern von AVM: Ihr habt an der Stelle, an der Ihr die alte Fritze aufstellt, auch gleich vier schnelle Gigabit-Ethernet-Ports zur Hand. Ideal, wenn Ihr zum Beispiel ein WLAN im Keller oder auf dem Dachboden aufstellen und Eure NAS samt anderer Krachmacher dorthin verbannen wollt.

Wichtig: FritzOS 7 muss drauf sein!

Bevor Ihr die alte FritzBox in einen Mesh-Repeater verwandelt, solltet Ihr zunächst ein Firmware-Update durchführen. Wenn Eure FritzBox noch Fritz!OS 7 bekommt, ist sie perfekt für den Einsatz als Repeater geeignet. Darunter fallen alle FritzBoxen der letzten Jahre, also alle Geräte mit 74.. und 75.. in der Modellbezeichnung sowie die freien Kabelrouter der 64er- und 65er-Serie. Außerdem manche kleine Fritzen aus der 40er- und 54er-Reihe.

Wichtig ist, dass die FritzBox FritzOS 7 unterstützt.

Wichtig ist, dass die FritzBox FritzOS 7 unterstützt.

Vorbereitung der neuen Box

Setzt die alte FritzBox zunächst über das Menü System -> Sicherung -> Werkseinstellungen zurück und wartet, bis das Standard-WLAN der Box in der WLAN-Übersicht Eures Rechners auftaucht. Baut sie anschließend ab.
Schließt anschließend Eure neue FritzBox ganz normal am Internetanschluss an und richtet sie ein. Die alte FritzBox könnt Ihr erst einmal auf Seite legen. Wenn Ihr fertig seid, könnt Ihr die neue FritzBox als Mesh-Master einrichten: Öffnet dazu die Einstellungen der neuen FritzBox, wählt hier Heimnetz -> Mesh -> Mesh-Einstellungen und setzt den Haken bei „Mesh-Master“. Klickt auf „Übernehmen“. Damit ist auf der neuen FritzBox alles eingerichtet, Ihr könnt Euch jetzt der alten FritzBox, die Ihr als Mesh-Repeater nutzen wollt, widmen.

Ihr solltet die alte Box zunächst auf Werkseinstellungen setzen.

Ihr solltet die alte Box zunächst auf Werkseinstellungen setzen.

FritzBox als Mesh-Repeater einrichten

Setzt die FritzBox in den Mesh-Repeater-Modus und wählt das WLAN des Mesh-Masters.

Setzt die FritzBox in den Mesh-Repeater-Modus und wählt das WLAN des Mesh-Masters.

  1. Schließt jetzt die Repeater-FritzBox am Strom an und wartet, bis sie hochgefahren ist.
  2. Trennt Euren Rechner danach vom WLAN der neuen FritzBox und verbindet Euch mit dem WLAN der alten FritzBox. Dabei handelt es sich um das Standard-WLAN, dessen Passwort Ihr auf der Unterseite der FritzBox findet.
  3. Anschließend landet Ihr im Setup-Menü des Geräts. Richtet sie basal ein, indem Ihr ein Gerätepasswort vergebt und Euch einmal einloggt.
  4. Brecht den Assistenten mit „Abbrechen“ ab. Ihr landet in der Fritz-Admin-Oberfläche der Repeater-Box.
  5. Wählt jetzt Heimnetz -> Mesh -> Mesh-Einstellungen und setzt den Haken „Mesh-Repeater“. Setzt außerdem die Standardeinstellung „Diese FritzBox ist Netzwerkgerät…“
  6. Wählt das WLAN des Mesh-Masters, gebt das Passwort des WLANs ein. Nehmt wenn möglich das 5GHz-Netz, das ist stabiler und schneller! Setzt zuletzt ganz unten den Haken bei „Einstellungsübernahme aktiv“ und klickt auf „Übernehmen“.
  7. Das war es auch schon: Die FritzBox ist Teil des Mesh-Netzwerks.
Die alte FritzBox arbeitet jetzt als Mesh-Repeater und WLAN-Brücke.

Die alte FritzBox arbeitet jetzt als Mesh-Repeater und WLAN-Brücke.

Mesh-Status der FritzBox als Repeater prüfen

Es kann etwas dauern, bis die alte FritzBox wirklich als Mesh-Repeater erscheint. Das erkennt Ihr im System des Mesh-Masters unter Heimnetz -> Mesh, wenn das Mesh-Symbol angezeigt wird. Ist das der Fall, ist alles korrekt gelaufen. Ihr könnt Euch jetzt über schnelles WLAN und eine tolle WLAN-Brücke freuen. Um die alte FritzBox zu erreichen, könnt Ihr entweder die IP-Adresse eingeben oder sie im Mesh-Menü der Haupt-FritzBox anwählen. Um die volle Performance an den Ethernet-Buchsen zu erzielen, solltet Ihr auf der Repeater-Box noch schauen, ob unter Heimnetz -> Netzwerk -> Netzwerkeinstellungen der „Power-Mode“ der Anschlüsse aktiv ist.

Mesh-Symbol da? Dann hat alles geklappt.

Mesh-Symbol da? Dann hat alles geklappt.

Über den Autor

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und mit der Vespa GTS 300 oder meinem Hund in der echten Welt unterwegs.
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2 Kommentare

  • Moin Herr Rentrop;
    netter Artikel der weiterhilft, aber ich verstehe die Überschrift nicht:
    Zitat:
    „Wenn Ihr eine neue FritzBox installiert, gehört die neue längst nicht zum alten Eisen: Ihr könnt sie als leistungsstarken Mesh-Repeater einsetzen!“

    Warum gehört die „neue“ längst nicht zum alten Eisen? Sie meinen wohl die „alte“, oder?
    LG
    Herr D.