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  • Gmail-Posteingang voll? So räumt Ihr Euer Gmail-Postfach auf

    Gmail ist einer der meistgenutzten E-Mail-Dienste der Welt. Ein Grund dafür dürfte sein, dass vor allem große E-Mail-Mengen einfach in Gmail verwaltet werden können. Doch der Posteingang kann schnell mit einer Flut von E-Mails überfüllt werden, die von denselben Absendern stammen. Beispiele dafür sind Newsletter oder auch Benachrichtigungen von Social-Media-Diensten etc. Das Löschen von E-Mails, bevor der Posteingang erneut überfüllt ist, kann eine zeitraubende Aufgabe sein. Doch Gmail bietet gleich mehrere Methoden, Mails von einzelnen Absendern zu finden und die zu löschen. Das sorgt nicht nur für Ruhe im Posteingang, sondern sorgen auch für Platz in Eurem Google-Konto.

    Schnell alle E-Mails von einem Absender finden und löschen

    Häufig sind einzelne Mail-Absender dafür verantwortlich, dass sich Euer E-Mail-Postfach immer mehr füllt. Die bereits erwähnten Newsletter (die Ihr innerhalb von Gmail übrigens auch mit wenigen Klicks abbestellen könnt, wenn Ihr sie nicht mehr benötigt) sind ein klassisches Beispiel dafür.

    Wenn Ihr diese einfach nur als gelesen markiert oder auch archiviert, bleiben sie natürlich in Eurem E-Mail-Speicher. Konsequenter ist es, nicht mehr benötigte Mails zu löschen. Dazu könnt Ihr einfach alle Mails eines Absenders suchen und diese dann bei Bedarf ins Daten-Nirvana befördern. So geht Ihr dabei vor:

    Öffnet Euren Gmail-Posteingang und klickt mit der rechten Maustaste auf eine der E-Mails, die ihr von diesem häufigen Absender erhalten habt. Es spielt keine Rolle, ob ihr die E-Mail bereits gelesen habt. Wählt dann im Kontextmenü „E-Mails dieses Absenders suchen“.

    Gmail E-Mails von einem Absender suchen
    Per Kontextmenü findet Ihr in Gmail schnell und unkompliziert alle Mails von einem Absender

    Gmail stellt nun eine Liste aller E-Mails zusammen, die ihr von diesem Absender erhalten habt. Ihr könnt schnell einen Blick darauf werfen und entscheiden, ob ihr einige davon behalten oder alle löschen wollt. Um alle E-Mails zu löschen, klickt auf die Option Auswählen, die über dem Namen des Absenders platziert ist.

    Dann klickt auf den Button Löschen, um die ausgewählten Mails in den Papierkorb zu befördern. Hier bleiben die Nachrichten noch für 30 Tage gesichert. Falls Ihr es Euch also anders überlegen solltet, könnt Ihr die Mails auch zurückholen.

    Noch ein Hinweis: Standardmäßig zeigt Gmail bei der Suche nur die E-Mails an, die sich im Posteingang befinden. Wenn ihr die E-Mails von demselben Absender in Eurem Spam-Ordner oder auch aus Eurem E-Mail-Archiv löschen möchtet, scrollt ganz nach unten auf der Seite und klickt auf „Mehr anzeigen“.“

    Optional: Suche mit Optionen verfeinern

    Vor allem, wenn Ihr nicht nur ein paar Dutzend, sondern Hunderte oder Tausende Mails durchforsten müsst, könnt Ihr Euch den Job mit dem Einsatz von erweiterten Suchoptionen leichter machen. Gmail blendet am oberen Rand eine Leiste ein, über die Ihr weitere Suchverfeinerungen vornehmen könnt.

    Gmail erweiterte Suche einstellen
    Mit den erweiterten Suchfunktionen von Gmail ist es noch leichter, unnütze Mails zu finden.

    So könnt Ihr die Suche unter anderem auf bestimmte Zeiträume beschränken, etwa auf Mails, die älter als sechs Monate sind – insbesondere bei Mails mit aktuellen Inhalten sind ältere Nachrichten ja häufig nicht mehr so wichtig und damit eher ein Löschkandidat.

    Praktisch ist auch die Suche nach Mails mit Anhängen. Damit könnt Ihr nicht nur bei Bedarf wichtige Anhänge wiederfinden, sondern auch besonders große Mails leichter aufspüren und löschen. Noch besser funktioniert das aber freilich mit Filtern – mehr dazu weiter unten :)

    Mails mit Suchoperatoren finden

    Alternativ zur Klick-Methode könnt Ihr auch das Suchfeld von Gmail verwenden, um unerwünschte Mails zu finden. In diesem Fall hilft Ihnen der „from“-Operator Euch dabei, die gewünschten E-Mails abzurufen.

    Gebt in Gmail from: Absendername ein und drückt die Eingabetaste. Sie sehen eine Liste aller E-Mails, die Sie jemals vom Absender erhalten haben.

    Um sie zu entfernen, markieren Sie das „Auswählen“-Kästchen und klicken Sie auf „Löschen“. Wenn es viele E-Mails gibt und Sie sie alle löschen möchten, stellen Sie sicher, dass Sie auf „Alle Unterhaltungen auswählen, die dieser Suche entsprechen“ klicken.

    Mit der richtigen Suche seht Ihr nur ungelesene Nachrichten.

    Es gibt ein paar Tricks, um die Suche effizienter zu gestalten. Ihr könntet unter anderem zwei Suchoperatoren kombinieren. Nehmen wir an, Ihr wollt nur ungelesene E-Mails prüfen. In diesem Fall würdet Ihr das Suchfeld anklicken und from: Absendername label: unread eingeben.

    Nutzt Ihr die Label-Funktion von Gmail ohnehin, könnt Ihr hinter label: auch einfach den entsprechenden Label-Namen eingeben, um entsprechende Mails zu finden. Der Prozess ist noch effizienter, wenn Gmail Eure E-Mails automatisch beschriftet; die entsprechenden Funktionen findet Ihr in den Einstellungen von Gmail.

    Nachrichten per Filter finden und löschen

    Falls Ihr mehr Kriterien benötigt, um zu entscheiden, welche E-Mail Ihr löschen möchtet, solltet Ihr einen Filter verwenden. Gmail macht es recht einfach, verschiedene Suchfilter einzurichten, mit denen Ihr E-Mails nach Euren Kriterien filtert. So könnt Ihr E-Mails schnell nach dem Betreff, bestimmten Wörtern oder danach, ob sie Anhänge haben oder nicht, identifizieren.

    Wählt im Posteingang über den Haken eine der E-Mails aus, die Ihr löschen möchtet. Klickt anschließend auf das Drei-Punkte-Symbol oben auf der Seite und wählt „Ähnliche Nachrichten filtern“ aus dem eingeblendeten Menü aus.

    Gmail ähnliche Nachrichten filtern
    Die Filter-Suche ist eine große Hilf im Umgang mit Gmail

    Im aufklappenden Fenster legt Ihr weitere Kriterien fest, um die E-Mails herauszufiltern. Hier könnt Ihr unter anderem bestimmte Suchbegriffe ein- oder ausschließen, Nachrichten ab einer bestimmten Größe im Posteingang herausfiltern oder auch Mails Sobald Ihr fertig seid, klickt auf Suchen. Wählt die gesamte Liste an gefundenen Mails aus und klickt auf Löschen, um Platz im Gmail-Posteingang zu scahffen.

    Gmail große Mails finden
    Vor allem die Suche nach großen Mails hilft dabei, das Postfach aufzuräumen.

    Wenn Ihr Euch das Leben erleichtern wollt, könnt Ihr auch einen dauerhaften Filter einrichten. Geht dazu nach den oben genannten Anweisungen vor, und wählt anstelle von Suchen im letzten Schritt den Punkt Filter erstellen. Dann wählt im nächsten Fenster aus, was Gmail tun soll, sobald Ihr eine E-Mail vom ausgewählten Absender erhaltet.

    Automatische Filter Gmail
    Automatische Filter sind ein Segen im Gmail-Alltag

    Ihr könnt Mails, die dem Filter entsprechend, unter anderem archivieren, als gelesen markieren oder ein Label anwenden. Wenn Ihr sie im Auge behalten möchtet, während Ihr sie leicht verwaltet, empfehlen wir, eines Eurer vorhandenen Labels zu verwenden. Es besteht auch die Möglichkeit, ein neues Label zu setzen, um Euren Posteingang leichter zu verwalten. Dabei könnt Euch auch der nächste Tipp helfen.

    E-Mails durch Farbkodierung organisieren

    Ein ordentlich sortierter Posteingang ist ein effizienter Posteingang. Mit der Farbkodierung von Gmail könnt Ihr Eure E-Mails schnell und effektiv organisieren und so die Übersicht behalten. So geht’s:

    Wählt eine E-Mail aus, die Ihr farblich kennzeichnen möchtet. Klickt auf die Label-Schaltfläche (Ihr findet sie direkt neben dem Drei-Punkte-Symbol oben auf der Seite) und wählt Label hinzufügen. Gebt einen Namen für das Label ein.

    Gmail zeigt die so erstellten Label in der Seitenleiste links. Fahrt Ihr hier mit der Maus über den Labelnamen und klickt auf die drei Punkte, könnt Ihr mit Labelfarbe eine farbige Markierung festlegen. Falls Ihr jemals das Bedürfnis habt, eine visuelle Überarbeitung Eures Posteingangs vorzunehmen, könnt Ihr die Farben Eurer Labels natürlich jederzeit ändern.

    Labelfarbe Gmail anpassen
    Label helfen, das E-Mail-Chaos in den Griff zu bekommen – und sorgen auf Wunsch für Farbe im Posteingang.

    Sobald Ihr das Label erstellt habt, könnt Ihr es auf alle zukünftigen E-Mails anwenden, die Ihr von diesem Absender erhaltet. Wählt einfach die E-Mail aus und klickt dann auf das Label-Symbol oben auf der Seite. Wählt das zuvor erstellte Label aus der Liste aus.

    Über die oben gezeigte Filtermethode könnt Ihr außerdem automatisch neu eingetroffene und bereits vorhandene Mails mit Euren Labels sortieren.

    Mit dieser Methode könnt Ihr E-Mails von bestimmten Absendern oder auch bestimmter Kategorien auf einen Blick identifizieren. Es ist auch eine hervorragende Möglichkeit, Eure E-Mails zu kategorisieren, z.B. nach Arbeit, Freizeit oder Wichtigkeit.

    Leerer Posteingang für den Seelenfrieden

    Mit diesen einfachen Schritten könnt Ihr Euren Posteingang aufgeräumt und organisiert halten und gleichzeitig Eure Arbeitsabläufe in Gmail verbessern. So bleibt mehr Zeit für das Wesentliche – und weniger Zeit für das Durchsuchen von E-Mails.

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    Tatsächlich kann es sich in mehrfacher Hinsicht lohnen, für Ordnung in Eurem E-Mail-Postieingang zu sorgen. Es gibt mittlerweile mehrere Studien, die darauf hinweisen, dass ein überfülltes E-Mail-Postfach ein Verursacher von Stress sein kann – oh, die Wunder unserer Zeit…. Hier sind einige relevante Forschungsergebnisse:

    • Eine Studie aus dem Jahr 2012 mit dem Titel „The Dark Side of Information Overload: Exploring the Relationship between Information Overload and Psychological Well-Being“ (Die Schattenseite von Informationsüberlastung: Untersuchung der Beziehung zwischen Informationsüberlastung und psychischem Wohlbefinden) hat gezeigt, dass ein überfüllter Posteingang zu erhöhtem Stress und Belastung führen kann. Die ständige Präsenz von unerledigten E-Mails kann die kognitive Überlastung verstärken und das Wohlbefinden beeinträchtigen.
    • 2018 untersuchten Autorinnen und Autoren unter dem Titel „E-mail interruptions and individual performance: is there a silver lining?“ (E-Mail-Unterbrechungen und individuelle Leistung: Gibt es einen Silberstreif am Horizont?) zwei größere Studien zum Thema Belastung durch E-Mails. Die Studien zeigten, dass vor allem Unterbrechungen durch unwichtige Mails die subjektive Arbeitsbelastung erhöhen und somit die Leistung negativ beeinflussen. Im Gegensatz dazu hatten kongruente Unterbrechungen durch Mails, die bei der eigentlichen Arbeit weiterhelfen, einen positiven Einfluss auf die Leistung.

      Außerdem wurde festgestellt, dass bestimmte Techniknutzungen während der Unterbrechungen signifikante Auswirkungen auf die Achtsamkeit und Arbeitsbelastung hatten. Zum Beispiel waren das Üben und erneute Verarbeiten von Nachrichten positiv mit Achtsamkeit verbunden, während parallele Kommunikation und das Belassen von Nachrichten im Posteingang die Arbeitsbelastung erhöhten. Das Löschen von Nachrichten hingegen verringerte die Arbeitsbelastung.

    Eine Suche auf Portalen wie PubMed oder Google Scholar liefert schnell noch weitere ähnliche Studien zur Belastung durch E-Mail-Stress hervor. Solche Untersuchungen zeigen, dass es sich durchaus lohnen kann, einen überfüllten Posteingang anzugehen. Durch die Bereinigung des Posteingangs und die effektive Verwaltung von E-Mails könnt Ihr im Idealfall Euer Stress-Niveau sinken und das Wohlbefinden verbessern.

    Wenn das nicht der Fall ist, könnt Ihr Euch aber zumindest über mehr Platz in Eurem Gmail-Konto freuen. Das ist doch auch nicht verkehrt, oder?

    Noch mehr Tipps und Tricks zu allem von und mit Google findet Ihr hier. Mehr Lifehack-Content sammeln wir unter diesem Link für Euch.

  • Rant: Richtig haten auf Twitter – Schulze, Upload-Filter und der Scheissewind

    Der elende Sven Schulze, oder wie man heute sagt: @schulzeeuropa … Der hat sich doch glatt den Hass der Netzgemeinde auf sich gezogen. Weil er Anti-Upload-Filter-Mails von Gmail-Konten für eine Google-Kampagne hält. Mein Gott, wie kann man nur? Wie kann man nur so leichtfertig mit seinem Hass umgehen, liebe Möchtegern-Freiheits-Twitter-Krieger? Ich find’s ja erstmal auch scheisse, aber: Weiterlesen »

  • Phishing-Mails: Erkennt Ihr sie? Ein Google-Test verrät es Euch!

    Ob Promis, Politiker oder Privatmenschen: Wenn Hacker Online-Identitäten und E-Mail-Konten kapern, kann der Schaden schnell seeeeehr hoch gehen. Wir haben Euch schon gezeigt, wie Ihr Euch gegen Hackerangriffe zur Wehr setzen könnt. Doch zuweilen sind die Angriffe gar nicht soooooo schlecht getarnt – und kommen immer noch in Form von Phishing-Mails ins eigene Postfach. Diese sind in aller Regel ziemlich dämlich, manchmal aber auch überaus ausgereift. Ein Online-Test einer Google-Tochterfirma sensibilisiert für die Gefahren von Phishing-E-Mails und zeigt, wie Ihr Fake-Links erkennen könnt. Weiterlesen »

  • Anleitung: E-Mails in Gmail zurückstellen

    Das neue Gmail hat eine der besten Funktionen von Google Inbox übernommen: Das Zurückstellen von Mails auf einen späteren Zeitraum. Das ist in vielen Situationen hilfreich: Ihr seid unterwegs und wollt an eine wichtige Mail erinnert werden? Stellt sie zurück! Ihr habt Urlaub und schlicht und ergreifend keine Lust zu antworten? Schiebt die Mail auf nächste Woche. Wir zeigen Euch, wie Ihr als Gmail-Nutzer E-Mails zurückstellen könnt.Weiterlesen »

  • Anleitung: Gmail offline im Browser nutzen

    Gmail hat in den zurückliegenden Wochen eine Reihe von neuen Funktionen erhalten. Mit dabei: Eine verbesserte Implementierung, um Gmail offline zu verwenden, also, im Browser. Das ging zwar schon vorher mit Einschränkungen, erforderte aber immer die Installation irgendwelcher Browser-Erweiterungen. Ab sofort die Anzeige von Mails und das Verfassen neuer Nachrichten in Gmail ohne Internetverbindung auch so – wie zeigen Euch, wie Ihr es aktiviert.Weiterlesen »

  • Gmail: So nutzt Ihr die neuen Funktionen sofort

    Gmail, auch unter dem Namen „Google Mail“ bekannt, zählt allen Privatsphäre-Bedenken zum Trotz zu den wichtigsten E-Mail-Diensten der Welt. In diesem Tagen spendiert Google den Nutzern von Gmail eine ganze Reihe neuer Funktionen, außerdem erhält die Weboberfläche einen Feinschliff. Wer mag, kann die neuen Gmail-Funktionen schon heute verwenden – wir zeigen Euch, wie es geht. Weiterlesen »

  • Anleitung: Mails ohne Interaktion per Terminal/Batch verschicken

    Mails lassen sich auch unter Windows ganz einfach per Skript beziehungsweise aus dem Terminal verschicken – ganz ohne grafische Oberfläche oder Interaktion. So könntet Ihr beispielsweise superschnell Info-Mails an Euch selbst schicken, automatisch Statusmeldungen bekommen oder Standard-Mails automatisieren (Krankmeldungen ;), Rechnungen, Einladungen, etc.).

    Warum nicht Thunderbird?

    Thunderbird dürfte nach wie vor auf etlichen Desktops laufen, warum also nicht mit dem Standard-Mailer? Schließlich ist Thunderbird Open Source – da wird es ja wohl Kommandozeilenoptionen geben! Gibt es auch, doch leider: Mit der compose-Option kann man mit Thunderbird zwar Mails erstellen, aber sie werden immer noch im Composer geöffnet und müssen manuell per Send-Knopf verschickt werden.

    SwithMail ist ebenfalls Open Source und erledigt die Aufgabe wirklich mit Bravour – Ihr braucht nämlich absolute keinerlei Ahnung von der Kommandozeile! Und falls Ihr doch welche habt und eigene Skripte nutzt, könnt Ihr jedem Skript Mail-Benachrichtigungen spendieren!

    1. Grundbefehl mit SwithMail bauen

    SwithMail erleichtet Euch den Umgang mit der Kommandozeile, indem es Euch lustigerweise eine GUI präsentiert: Ihr gebt alle benötigten Daten ein und SwithMail erstellt den Befehl für den Terminal – Ihr müsst nur noch einfügen. Das Programm müsst Ihr lediglich entpacken. Wenn Ihr es aus beliebigen Ordnern beziehungsweise aus Skripten heraus ohne absolute Pfadangaben nutzen wollt, müsst Ihr die SwithMail-EXE noch im Windows-Pfad unterbringen – was so funktioniert.

    Öffnet also SwithMail und gebt im Reiter Server Settings den Namen für das Von-Feld sowie die Login-Daten für den (Ausgangs-/SMTP-) Server an, im Reiter Email Addresses die Zieladresse und letztlich im Reiter Email Content einen Betreff. Für Gmail, Hotmail und Yahoo sind Server und Port bereits voreingestellt.

    Letztlich legt Ihr im selben Reiter noch den eigentlichen Inhalt fest; wahlweise direkt als Text oder über eine beliebige Textdatei. Anschließend klickt Ihr auf die Schaltfläche Generate CLI string und bekommt den Kommandozeilenbefehl für exakt diese Mail. Im Terminal eingegeben, würde sie direkt ohne weitere Nachfrage versendet. Wirklich flexibel wird so ein Befehl erst mit ein paar Anpassungen.

    mails_automatisieren
    SmithMail macht den Umgang mit dem Terminal supereinfach!

    2. Mail-Befehl anpassen

    Zunächst einmal der fertige von SwithMail gebaute Befehl:

    SwithMail.exe /s /from "lang@example.com" /name "Mirco Lang" /u "ein-nutzername-123" /pass "ein-passwort-123" /server "smtp.example.com" /p "587" /to "peterpan@example.com" /sub "Irgendein Betreff"  /b "Hallo Peter, alles klar?"
    

    Das Muster sollte selbsterklärend sein – alles zwischen Anführungszeichen müsst Ihr natürlich durch eigene Werte ersetzen. Die Werte für Nutzername (u), Passwort (pass), Server und Port (587) könnt Ihr übrigens einfach in den Kontoeinstellungen Eures Mail-Programms nachschauen. Das Interessante daran: Natürlich dürft Ihr alle fixen Werte, also etwa den Nachrichtentext (b), durch Variablen ersetzen. Dazu ein Beispiel:

    /b "%OS%"
    

    Die Windows-Systemvariable %OS% beinhaltet das Betriebssystem als Text, also beispielsweise „Windows_NT“. Mit diesem Befehl statt dem Hallo-Peter-Text, würde entsprechend eine Mail mit dem Inhalt „Window_NT“ an die festgelegte Adresse versand. Noch nicht spannend? Doch – mit etwas Fantasie.

    3. Befehl (sinnvoll) einsetzen

    Das Betriebssystem im Terminal auszulesen und an eine fixe Adresse zu verschicken, ist freilich blödsinnig. Aber schon, wenn Ihr einfach den Befehl so wie er ist in eine Textdatei packt und diese als Batch-Datei speichert, sieht die Welt anders aus: SwithMail und die Batch-Datei auf einen USB-Stick gepackt, an einen fremden Rechner gesteckt und Ihr könntet Euch Informationen über diesen Rechner schicken lassen – völlig unauffällig. (Ähh, nicht machen – versteht sich wohl von selbst.)

    Punkt 1 ist also: Ab in eine Batch-Datei, etwa mein-mailer.bat.

    Punkt 2: Baut mehr oder weniger dynamische Inhalte zusammen. Komplett statisch würde zum Beispiel eine krankmeldung-mailer.bat funktionieren: Mail an die Personalabteilung, Betreff „Krankmeldung“, ein Standardtext, fertig. Und wenn Ihr dann mal wieder morgens mit Fieber im Bett liegt, ist ein Doppelklick auf eine Batch-Datei doch besser, als im kalten Arbeitszimmer eine Mail mit Thunderbird zu bauen, oder?!

    Es geht aber auch deutlich dynamischer: Ihr ruft Eure Batch-Datei auf, gebt eine URL und ein Stichwort ein und bekommt dann unmittelbar alle auf der Website zum angegebenen Thema gefundenen Links als sauber formatierte Link-Liste gemailt. Wie das geht, seht Ihr im (inoffiziellen) zweiten Teil dieses Artikels. Und mit der Technik könnt Ihr dann auch etwas für Euch sinnvolles bauen, etwa halbautomatische Standard-Mail-Verteiler. Hier mal die Vorschau:

    mails_swithmail
    Ein Aufruf, zwei Fragen und schon gibts eine Linkliste per Mail.

    Weitere Anwendungbeispiele:

  • System-Monitoring mit Log-Files, die per Windows-Aufgabenplanung regelmäßig gemailt werden.
  • Mail-Benachrichtigungen, wenn auf Facebook/Twitter/Instagram irgendetwas bestimmtes passiert.
  • 1-Klick-Mail-Verteiler für kleinere Rundschreiben.
  • Kompletter Kommandozeilen-Mail-Versender (alle Werte als Variablen nehmen und diese im Terminal abfrage).
  • Benachrichtigungen aus Skripten.
  • Und hier nochmal der Link zum Praxis-Beispiel.

  • Lauscht der Arbeitgeber trotz Verschlüsselung?

    Vermutlich kennt Ihr das kleine „s“ bei HTTPS, beziehungsweise das grüne Schlosssymbol links neben der Adresse im Browser. Es zeigt: Ihr habt eine verschlüsselte Verbindung, nur Ihr und das andere Ende könnt die Daten sehen, die transportiert werden. Wenn Ihr also Passwörter eingebt oder private Mails abruft, kann das auch der Arbeitgeber nicht sehen – sollte man meinen, stimmt aber nicht …

    Darf der das?

    Kommt drauf an. Wenn Ihr den Rechner sowieso nicht privat nutzen dürft, erledig sich die Fragestellung. Und wenn die private Nutzung erlaubt ist, kann man Euch natürlich entsprechende Erklärungen unterschreiben lassen, dass bei privater Nutzung Daten mitgeschnitten werden. Das gilt dann natürlich auch bei Verschlüsselung.

    Problematisch wird es, wenn Ihr privat surfen dürft und dann beispielsweise Online-Banking-Seiten, Web-Mail-Clients wie Gmail oder einen Chat aufruft. Dann solltet Ihr Euch nicht nur auf das grüne Schloss verlassen.

    Wie geht das?

    Das Schlüsselwort heißt TLS-Proxy, oder SSL-Proxy. Das Schlosssymbol zeigt an, dass Eure Verbindung SSL-/TLS-verschlüsselt ist und wenn es auch noch grün ist, handelt es sich auch um ein korrektes Zertifikat. Über solche Zertifikate weisen sich Browser, Server und sonstige Teilnehmer im Netz gegenüber den anderen aus.

    Das Problem im Unternehmensnetzwerk: Wenn durch solch verschlüsselte Kanäle Malware auf Euren Rechner kommt oder Malware auf Eurem System verschlüsselte Verbindungen zu seinem Schöpfer aufbaut, sehen das eben auch weder der Admin noch die Systeme, die das Eindringen von Malware verhindern sollen. Es wird quasi der Virenscanner umgangen.

    Ein TLS-Proxy bricht nun die Verbindung auf: Ihr wählt beispielsweise Tutonaut.de an, Euer Browser/Arbeitsplatz ist aber so konfiguriert, dass er einen zwischen Euch und das Internet geschalteten „Zwischen-Server“, eben den Proxy nutzt. So baut Ihr eine verschlüsselte Verbindung zum Proxy auf und der Proxy eine verschlüsselte Verbindung zu Tutonaut.de. Und wer den Proxy kontrolliert, kann eben alles im Klartext sehen.

    verschlüsselung_tls-proxy
    Grünes Schloss – sichere Verbindung. Zumindest daheim wird das auch so sein.

    Ein zusätzliches Problem: Ihr könnt nur die Details der Verbindung zum Proxy sehen, nicht aber, wie der Proxy mit Tutonaut.de verbunden ist – Ihr müsst also dem Proxy-Admin blind vertrauen.

    Und noch ein Problem: Manchmal möchte man manuell Ausnahmen zu Problemen mit Zertifikaten machen, zum Beispiel, wenn man sich mit der eigenen Website verbinden oder irgendwo eh nur Fake-Daten eingeben will. Und wenn nun das dortige Zertifikat lediglich kürzlich abgelaufen ist, wisst Ihr ja dennoch, dass es in Ordnung ist. Bei einer normalen Verbindung kein Problem, man klickt ein mal auf einen OK-Knopf. Beim Betrieb mit Proxy müsst der Proxy dies erledigen – in der Regel wird es also nicht möglich sein.

    Wie finde ich das heraus?

    Einen solchen Proxy identifiziert Ihr ganz einfach: Ihr seid ja gerade mit Tutonaut.de verbunden. Klickt oben auf das grüne Schloss und lasst Euch dann – je nach Browser – weitere Details anzeigen. Dort sollte stehen: Verifiziert von Geo Trust Inc. – wenn ein TLS-Proxy dazwischen hängt, seht Ihr vermutlich Verifiziert von Mein Arbeitgeber GmbH. Auf jeden Fall aber seht Ihr auf allen Seiten dieselbe Meldung.

    verschlüsselung_tls-proxy
    Unser Zertifikat wurde von Geo Trust Inc. zertifiziert – hinter einem TLS-Proxy sähe man hier dessen Daten.


    So ein TLS-Proxy hat gute und schlechte Seiten.
    Es ist die derzeit (noch!) gängige Strategie gegen Malware-Aktivitäten über verschlüsselte Verbindungen. Andererseits führt sie eine angedachte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zumindest aus Endnutzersicht ad absurdum. Und sie machen ein schönes Standardprotokoll völlig intransparent. Aber hey, es ist ja auch ein klassisches Man-in-the-Middle-Szenario ;)

    Weitere Artikel zum Thema Sicherheit findet Ihr hier und einen Erfahrungsbericht über unsere eigene Umstellung auf HTTPS hier.

  • Anleitung: Abwesenheitsnotiz in Gmail einstellen

    Googles E-Mail-Dienst Gmail wird von Millionen Menschen weltweit genutzt. Auch ich lasse sowohl meine privaten als auch meine beruflichen Mails (letztere wie Gapps) von Google verwalten. Das liegt vor allem daran, dass ich kein Fan klobiger Mailprogramme wie Thunderbird oder Outlook bin und lieber alles im Browser erledige. Wie es sich für einen guten Maildienst gehört, ist es bei Google Mail möglich, eine Abwesenheitsnotiz zu erstellen. Aktiviert Ihr diese, antwortet Gmail automatisch auf eingehende Mails. Das ist zum Beispiel dann praktisch, wenn Ihr in den Urlaub fahrt oder einfach einmal Eure Ruhe haben wollt. Auch bei Krankenhausaufenthalten oder anderen Ausfällen haben mir die Abwesenheitsfunktionen von Gmail schon diverse Male geholfen. Die Einrichtung ist einfach!Weiterlesen »

  • Fotos von Smartphone und Tablet verschicken – aka Teilen

    Liebe Millennials, jetzt bitte mal Augen zu halten, aber es wurde gefragt und dann ist es auch eine Anleitung wert ;) Egal, ob Foto, Video oder interessante Website, alles möchte geteilt, spricht verschickt werden – und das geht mit Android erfreulicherweise immer sehr einfach und ähnlich. Und sofern Euer Telefon nicht iPhone heißt, dürftet Ihr wohl ein Android-Gerät haben*. Und auf folgende zwei Arten wird dort geteilt:Weiterlesen »

  • Tipp: Newsletter-Abos bei Gmail ganz einfach beenden

    Ihr kennt es sicherlich: Über die Jahre trudeln immer mehr Newsletter im persönlichen E-Mail-Postfach ein. Wenn Ihr diese wieder loswerden wollt, könnt Ihr oft auf einen Link am Ende des Newsletters klicken, doch manchmal ist das Abbestellen der Werbemails auch komplizierter. Nutzer von Googles Mail-Angebot Gmail haben es leichter: Ihr könnt mit zwei Klicks die meisten die Newsletter abbestellen.Weiterlesen »

  • Tipp: Verschickte E-Mails bei Gmail zurückholen

    Hand auf’s Herz, wer von Euch hat schon einmal impulsiv eine E-Mail verschickt und das ganze Sekunden später bereut? Ob es sich dabei um eine wütende Abrechnung mit dem Chef oder um die mutige Liebesbekundung an den/die Angebetete(n) handelt, die man nachher vielleicht doch nicht für die beste Idee hält – eine unvorsichtige Mail kann bestensfalls peinlich sein und schlimmstenfalls eine Menge Schaden anrichten. Zumindest die Nutzer von Googles Mailservice Gmail haben aber nun die Möglichkeit, einmal verschickte E-Mails noch zurückzuholen – allerdings müssen sie dabei schnell sein. Weiterlesen »

  • Neue Kontakte-Verwaltung von Google schon jetzt verwenden

    Wer seine Kontakte auf seinem Android-Smartphone oder bei GMail über Google managt, wird früher oder später zu dem Schluss kommen: Das ist alles nicht besonders optimal gemacht. Das sieht man scheinbar auch bei Google selbst so und bastelt daher an einer schöneren Kontaktverwaltung. Seit kurzem könnt Ihr die neue Oberfläche der Google-Kontakte testen – wir zeigen Euch, wie es geht und was sie bringt!

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  • Anleitung: Mit IFTTT alles mit allem verbinden

    Smartphone-Fotos automatisch twittern? Neue Reddit-Posts per Android Notification? iOS-Kontakte als Google Spreadsheet speichern? Mit IFTTTkönnt Ihr Tausende solcher Verbindungen herstellen, ganz einfach über ein paar Klicks. IFTTT steht für If This Than That und genau das ist Programm: Ihr definiert eine Bedingung (Trigger) und die auszulösende Aktion – fertig. Das großartige beim kostenlosen IFTTT-Dienst ist, dass als Trigger und Aktoren so ziemlich alle wichtigen Web-Dienste, Soziale Netzwerke und Kommunikationskanäle zur Verfügung stehen, unter anderem eMail, Twitter, Gmail, Facebook, Twitter, Instagram, Evernote oder Youtube. Aber auch der Zugriff auf Euer Smartphone ist möglich, etwa über die Kontakte oder Standortdaten von Android und iOS. Weiterlesen »

  • Prüfen, ob eine Website down ist

    Facebook ist nicht erreichbar? Ihr kommt nicht auf Eure Gmail-Nachrichten? Twitter ist down? Oder der schlimmste denkbare Fall: Tutonaut.de ist nicht erreichbar!??! Bevor Ihr in einer solchen Situation in Panik geratet und Euren Internetprovider mit Drohanrufen befeuert, solltet Ihr prüfen, ob der Fehler auf Eurer Seite liegt oder die Seite tatsächlich offline ist.Weiterlesen »

  • Tipp: Alle Dateitypen an Gmail schicken

    Man könnte es für einen schlechten Scherz halten, aber Gmail-Konten akzeptieren Dateitypen wie EXE oder CMD nicht – auch nicht, wenn sie in ZIPs oder sonstigen Archiven liegen. Selbst ZIPs in verschlüsselten ZIPs empfangen diese armseligen DAU-Konten nicht. Ja, selbstverständlich guckt Gmail auch in verschlüsselte Archive – die Dateinamen lassen sich nämlich in der Regel dennoch auslesen. Weiterlesen »

  • Tutobizarr: Persönliche Breastfeeding-E-Mail-Signatur erstellen

    Manchmal fragt man sich, ob man tatsächlich alles veröffentlichen muss, was einem in die Quere kommt, aber nun gut: Ihr könnt Euch bei Daisypath in der Tat eigene Banner für Websites, Desktop-Widgets oder eben Mail-Signaturen erstellen, die neben personalisierten Grafiken noch etwas Text und – natürlich – einen Ticker enthalten, der dynamisch anzeigt, wie lange Ihr schon dabei seid. Und wenn Ihr der Welt wirklich per dynamischem Ticker-Banner Eure Stillzeit mitteilen wollt, obwohl mir das auf den ersten Blick nach einer eher US-amerikanisch-esoterisch angehauchten Angelegenheit aussieht …, dann geht das erfreulich simpel:Weiterlesen »

  • Anleitung: Passwörter und Logins knacken

    Egal, ob ZIP-Datei, PDF-Dokument, Windows- oder GMail-Login, mit den passenden Tools knackt Ihr viele Passwörter in ein paar Minuten – ganz ohne Hacker-Kenntnisse. Selbstverfreilich geht es nur darum, die eigenen vergessenen Passwörter zu rekonstruieren – anderer Leute Daten sind tabu! Jedenfalls zeigen wir Euch hier Schritt für Schritt, wie Ihr beispielsweise eine ZIP-Datei und ein Mail-Konto knackt. Das Konzept von John the Ripper enhanced für das ZIP (Windows) und hydra für einen Mail-Account (Linux) ist eigentlich ganz simpel: Beide probieren lediglich beliebige Zeichenkombinationen oder wahlweise Einträge einer Wortliste als Logins. Den Anfang macht hydra, denn für ein Mail-Konto genügt eine einzelne Zeile! Weiterlesen »

  • Apps herunterladen und mehr: Den Google Play Store vom Desktop aus nutzen

    Der Google Play Store ist toll: Nicht nur beherbergt er hunderttausende Android-Apps, er lässt sich auch hervorragend direkt im Browser verwenden. Das funktioniert allerdings nur, wenn Euer Androide den vollen Zugriff auf den Dienst hat – Besitzer eines Kindle Fire oder auch eines Nokia X blicken dabei genauso in die Röhre, wie Tester bestimmter Custom ROMs. Auch ist es normalerweise nicht möglich, Android-Apps direkt aus dem Play Store als APK-Dateien herunterzuladen, um sie später manuell zu installieren. Ein Mitglied des XDA Developers-Forum hat sich diesem Problem nun angenommen und einen Desktop-Client für den Google Play Store zusammengebastelt. Weiterlesen »

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