
Was ist im Büro der nächste heiße Scheiss nach Obstkorb und dem obligatorischen Wasserspender in der Ecke? Nein, das neue Fax-Gerät aus dem Hause Siemens ist es nicht ... Meine Entdeckung des letzten Jahres sind mobile Laufbänder für Büro oder Home-Office. Flexispot, bekannt für die Höhen-verstellbaren Schreibtische, hat mit dem MotionX schon seit geraumer Zeit ein preisgünstiges Modell im Angebot. Wie sich das Gerät in meinem Praxistest schlägt, erfahrt Ihr in diesem Tuto-Testbericht.
Ausgepackt und aufgebaut
Hat man das wuchtige Paket ausgepackt und das Kabel in den Kaltgerätestecker gesteckt, kann es auch losgehen. Das Laufband kommt vorgespannt, sodass ich nicht mit einem Inbus die Zugfestigkeit des Geräts anpassen musste. Weiterhin liefert Flexispot etwas Schmiermittel in Form eines kleinen Ölfläschchens mit, falls das Band im Betrieb schleifende oder laute Betriebsgeräusche macht. Als einziges Eingabegerät dient eine kleine Fernbedienung mit Handschlaufe, die auf einem Magneten am Laufband befestigt werden kann. Somit sollte man diese nicht verlieren, auch wenn kleine Menschen in meinem Haushalt diese gern mopsen und verstecken.
Bedienung und Feeling
Natürlich ist es am Anfang befremdlich, auf der Stelle mit einer definierten Geschwindigkeit zu laufen. Das MotionX-Band erlaubt eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 6 km/h. Das ist für mich im Büro-Alltag zu schnell. Sinnvoll lesen kann ich bis 3,5 km/h, tippen bis 2,3 km/h. Die Geschwindigkeit kann in 0,1er-Schritten über die gelieferte Fernbedienung verändert werden. Eine 3/6-Taste erlaubt die schnelle Auswahl der Geschwindigkeiten 3 km/h und 6 km/h. Mit dem Start kommt ein kleiner Countdown von 3, damit man ausreichend Zeit hat, ohne vom Band zu fallen.

Das Band ist recht hart und kurz. Menschen mit langen Beinen können da auch mal an den Rand kommen. Hat man sich jedoch an die geringen Abmaße gewöhnt, ist das Laufgefühl recht angenehm. Mit einem Tastendruck können die Reaktionstöne vom Band ausgeschaltet werden, im Vergleich zum Laufgeräusch fallen diese jedoch nicht ins Gewicht. Neben der Laufzeit, die natürlich pausiert werden kann, wird ein Kalorienverbrauch angezeigt. Keine Idee was das Gerät da schätzt, es weicht jedoch um den Faktor 10 von meiner Apple Watch ab und überschätzt im Vergleich den Kalorienverbrauch durch das Laufen.
Alltagstauglichkeit
Knapp 30 Minuten verbringe ich während Meetings auf dem Laufband. Das ist besser als 30 Minuten nur Sitzen oder Stehen. Von daher ist es kein Wundermittel, sondern ein probates Mittel einen Sesselpupser wie mich in Bewegung zu halten. Nach dem Training ist das Band schnell in der Ecke verstaut und nimmt Hochkant mit nur 5 cm Dicke wenig Platz ein. So soll das sein!
Auch nach knapp 4 Wochen Dauereinsatz haben wir keinen Verschleiß festzustellen. Durch den schnellen Auf- und Abbau wird das Laufband jeden Tag mindestens 15-20 Minuten genutzt. Ich will gern meine Nutzung noch intensivieren, aber dafür muss ich mir noch eine Lösung überlegen, dass ich den Bildschirm in der Bewegung besser lesen kann, ohne dass mir schlecht wird.
Fazit
Das MotionX von Flexispot ist eine gute Wahl, wenn man Walkingpads ausprobieren und eine Routine entwickeln will. Mit knapp 150€ halten sich die Investkosten im Rahmen. Es ist sicherlich einen Versuch wert, das Flexispot Gerät stellt sich als lohnenswerte Einstiegsalternative in diese Kategorie von Büromöbeln dar. Wenn sich eine Routine einstellt, kann sich Fitness auch im Büroalltag verbessern und etwas Bewegung ins Spiel kommen.
Wer über 90 kg wiegt, eine Halterung benötigt, Steigung einstellen oder einfach wirklich Sport treiben will, mag zu einem größeren Modell greifen:




