NetzkulturOff-Topic

11 Tipps gegen die Klopapierkrise

Alternativen anderer Kulturen, Zeiten und Spezies.

Kein Klopapierwitz, der in den letzten Tagen nicht schon gemacht wurde – jetzt mal Butter bei die Fische: Was macht man nun, wenn’s kein Papier mehr gibt? Verzweifeln? Zu welchem Zweck? Was raus muss, muss raus, und wird sich so schnell nicht aufhalten lassen.

1. Socken

Einwegwindeln gibt es seit 1961 – mindestens wer davor geboren wurde, hat in Stoffwindeln gekackt. Die wurden geleert, gewaschen, erneut benutzt. Also: Socken! Also, nicht reinmachen … Ein Waschlappen tät’s wohl auch ;)

Kleiner Ausweg: Wer sich jetzt denkt was für ein – wörtlicher wie übertragener – Scheiss das ist: Es wird noch schlimmer! Wenn Ihr etwas Ernsthaftes haben wollt, schaut, wo es seriöse Quellen gibt.

Update, 26.03.: Wenn Ihr doch lieber echtes Klopapier wollt – hier sind 16 Shops, die aktuell kurzfristig liefern können.

2. Welpenpapier

Äh, bitte? Neulich im Großhandel: Rund 30 x 5 Regalmeter Klopapier ausverkauft. Daneben: Ein riesiger Ständer irgendwelcher Papiertücher mit einem Hundchen drauf – extrem obskure Marketingentscheidung. Denn nein, Cottonelle sind nicht für Wuffi, es sind einfach Feuchttücher, die man auch runterspülen kann. Vielleicht ein Geheimtipp, zumindest scheinen sie lokal wie online verfügbar zu sein – kauft sie über diesen Link bei Amazon und Ihr macht uns zu elenden Krisengewinnlern.

Quelle: Cottonelle.de

Apropos Elende:

3. Xylospongium

Wer kennt es nicht, das Xylospongium. Gutes altes Xylospongium. Als Kind hatte ich ein blaues … Ach zum Teufel, ich habe das Wort noch nie gehört, kenne niemanden, der es je gehört (Vermutung) oder benutzt (Hoffnung) hat. Marcus Valerius Martialis nannte es einen

„elenden Schwamm an einem ehrlosen Stab“

wie die Wikipedia zu berichten weiß.


Quelle: Dirk Herdemerten, Lizenz: CC BY 3.0

4. Felsen

Hey, das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, das empfehlen die Outdoor-Survival-Experten:

Clean yourself up with rocks, pinecones, sticks, leaves, or toilet paper.

Auf Deutsch: Stöcke, Felsen, Tannenzapfen (zum Reinigen, nicht zum Spaß haben – pfui, aus!) und – das wäre mit leichtem Vorsprung mein Favorit: Blättern. Hm. Ich verweise mal auf Tipp 3.

5. Sog

Nun, es mag etwas schwierig sein das Equipement zu bekommen – glaubt mir, ich hätte gerne einen Affiliate-Link auf diese Lösung gesetzt! Schon ein einzelner Käufer würde uns vermutlich in Prämiengeld ersticken! Astronauten lassen sich „Nummer 2“, wie sich die Dame so schön dezent ausdrückt, direkt aus dem Allerwertesten saugen – und ich rate mal, dass das den Paperverbrauch minimiert.

6. Doggy-Style

Schon mal nen Hund mit Klopapier gesehen?

7. Kitty-Style

Katzen haben auch kein Klopapier – machen aber aus Prinzip alles anders als Hunde.

8. Ape-Style

Ja, endlich was für die ganze Familie – Quality Time!

Nu ist aber auch gut mit den Viechern. Wenn Ihr mehr wissen wollt, wieso Tiere kein Toilettenpapier nutzen – ohne dumme Bildchen -, schaut bei Psychology Today rein.

9. Wasser

Es kann so einfach sein: Ein Bidet für 89 Euro zum Aufrüsten der vorhandenen Toilette. Eine mobile Po-Dusche gibt’s schon für 20 Euro. Die Gratisalternative nennt sich einfach nur Dusche, ist bestimmt schon vorhanden, aber ein klein wenig ekliger. Die Luxusvariante: Japanklo.

10. Besonders aggressiver Koprophag

Ich will dazu einfach nichts sagen, Demonstrativesschmollensmiley.

11. Servietten

Servietten und Küchenpapier gehören nicht ins Klo! Sie erfüllen grundsätzlich aber denselben Zweck. Dazu eine Packung Affiliate-Toillettenbeutel und gut ist.

Aber mal ehrlich: Man findet noch Papier – bei Real.de ist zum Beispiel aktuell Weihnachtsklopapier verfügbar und selbst bei Amazon gibt’s oft noch was, allerdings nicht immer das Billige. Und wenn die Bekloppten endlich verstehen, dass auch in Corona-Zeiten nicht mehr Kot produziert wird, wird sich die Lage sicherlich eh wieder beruhigen.

Was für ein Idyll.
Foto von Vie Studio von Pexels

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Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Du hier mehr über Open Source, Linux, Bastelkram oder auch Windows-Basics lesen und Tutonaut unterstützen möchtest: Spendier mir einen Kaffee via Paypal. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

3 Kommentare

  1. Ich bin begeistert, das Klopapier geht aus, und die Menschen werden kreativ, es gibt sogar eine Bäckerei in Dortmund, die Torten in Form einer Klopapierrolle anbieten! Aber ich glaube, die ist weniger für den rektalen Bereich, sondern eher Oral zu genießen. Großartig! Gott sei Dank, ich habe noch 4 Rollen der begehrten Ware! :-)

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