Es gibt sooo viele Dinge, die Windows seit jeher vermissen lässt oder einfach schlecht löst. Und da hat sich eine Reihe Standard-Tools etabliert, die seit vielen Jahren zuverlässig Features hinzufügen und Probleme lösen. Und die sollte wirklich jeder kennen.

Windows mag sich von Version zu Version ändern, aber eines bleibt: Viele Alltagsaufgaben bekommt Windows einfach nicht hin – vom Auffinden von doppelten Dateien über das Formatieren von SD-Karten bis hin zum „Freischalten“ von defekten USB-Ports. Und für all diese klassischen Windows-Aussetzter gibt es ebenso klassische Helferlein, die Microsofts Schwächen ausbügeln – natürlich kostenlos.

Ditto

Ditto ist ein Muss und erleichtert den Arbeitsalltag mit Windows ungemein. Ditto ist ein Ersatz für die Windows-Zwischenablage und bietet vor allem beliebig viele Speicherplätze statt nur einen. Ihr bekommt eine grafische Vorschau, dürft im Netzwerk Daten teilen und so weiter. Eine kleine Serie dazu haben wir hier.

ditto

Strg+V mit Ditto: Clip Manager mit Vorschau.

Synergy

Kurz gesagt ist Synergy ein Software-KVM. Etwas länger: Ihr könnt mit einer Maus-Tastatur-Kombi alle Netzwerkrechner bedienen, auf denen Synergy läuft – bewegt beispielsweise den Mauszeiger rechts aus dem Monitor und er landet auf Eurem Laptop oder einem Tablet. Und die Tastatur ist immer genau da aktiv, wo der Mauszeiger ist – wie das alles funktioniert, zeigen wir Euch ausführlich hier.

synergy

Mit Synergy genügt eine Maus/Tastatur für etliche Netzwerkrechner.

Notepad++

Notepad++ ist ein Ersatz für Windows Notepad – aber unendlich viel besser. Auch dazu haben wir mittlerweile einige Artikel. Und das Beste: Notepad lässt sich vollständig durch Notepad++ ersetzen, so dass Notepad wirklich komplett verschwindet.

notepad

Eines der vielen Notepad++-Highlights: Suchen&Ersetzen für mehrere Dateien.

AutoHotkey

Eigentlich ist AutoHotkey eine komplette Skriptsprache zur Windows-Automation, aber selbst, wenn Ihr es nur als Textbausteinsystem oder zur systemweiten Autovervollständigung nutzt – es spart über das Jahr hinweg locker mehrere Arbeitstage.

autohotkey

Links ist die Einfachheit von AutoHotkey zu bewundern, rechts die Mächtigkeit in Form von NiftyWindows-Code

USBDeview

USB-Port frisst den Stick nicht mehr? Warum auch immer man für solche Basics ein extra Tool benötigt, aber für alle Fälle solltet Ihr USBDeview parat haben. Dass es nicht ganz einfach zu nutzen ist, führen wir Euch hier vor.

usbdeview

USBDeview bringt so ziemlich alles wissenswerte über Eure USB-Ports ans Tageslicht.

AutoHideDesktopIcons

Ihr legt Icons auf dem Desktop ab? Viele? So richtig viele? Mit AutoHideDesktopIcons werden diese automatisch nach einem festgelegten Zeitfenster der Inaktivität ausgeblendet – per Klick auf den Desktop sind sie wieder da. Das sieht ordentlicher aus und Ihr könnt Euer Hintergrundbild bewundern.

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Auch mein Desktop ist eigentlich total vollgemüllt – und jetzt: Freier Blick auf’s Törtchen.

Easus Partition Master

Das Partitionieren von Datenträgern beherrscht Windows zwar mittlerweile, aber nur dürftig – der Partitionsmanager Easus Partition Master kann so ziemlich alles, auch SSDs optimieren! Und so partitioniert Ihr.

partitionieren

Auch bei vielen Festplatten und Partition ist der Partition Master angenehm übersichtlich.

VirtuaWin

Virtuelle Desktops haben sich unter Windows nie wirklich durchgesetzt – obwohl auf Smartphones jeder mehrere virtuelle Desktops (=Homescreens) nutzt. Wenn Ihr mehrere Desktops haben wollt, ist VirtuaWin nach wie vor die beste Wahl. Und das nicht nur wegen der separaten Hintergrundbilder. Besonders praktisch sind die Dinger, wenn Ihr unterschiedliche Arbeiten auf dem PC erledig. So könnt Ihr zum Beispiel einen Desktop für die Arbeit, einen für Spiele, einen für Steuerangelegenheiten und so weiter anlegen. VirtuaWin kann auch mit Add-ons erweitert werden, die zum Beispiel eigene Icons für jeden einzelnen Desktop ermöglichen. Leider gibt es mit den Add-ons immer wieder mal Problemchen – eine Fehlermeldung heißt hier aber nicht zwangsläufig, dass es nicht funktioniert.

effizienz

Virtuelle Desktops sorgen für Ordnung – und machen Spaß; auch wenn der Screenshot nicht so aussieht.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, Ex-BSI'ler, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 26 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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