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Anleitung: Kostenloses Windows-Backup mit Macrium Reflect Free (Teil 1: Die Sicherung)

Backups sind nervig, lästig – und überlebenswichtig. Ob Ihr nun eine umfangreiche Systemoperation wie das Upgrade auf Windows 10 durchführt oder Ihr einfach nur eine Sicherung eines laufenden Windows-Systems für den Ernstfall benötigt: Wer kein Backup durchführt, darf sich niemals über Datenverlust beschweren. Im Vergleich zu Apples Time Machine sind die Windows-eigenen Sicherheitsmaßnahmen leider ein wenig rudimentär ausgefallen. Doch glücklicherweise gibt es eine Reihe hervorragender und sogar kostenloser Lösungen, mit denen Ihr mit wenigen Klicks ein Backup von Windows 7, Windows 8.1 oder Windows 10 anfertigen könnt. Wir zeigen Euch, wie es geht!

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Für unser Windows-Backup nutzen wir die kostenlose Free-Edition von Macrium Reflect. Das Programm kann so genannte Images Eures gesamten Systems oder auch der für Windows benötigten Festplatten erstellen. Das beste daran: Macrium Reflect bietet die Möglichkeit, einen Rettungs-Datenträger zu erstellen, mit dem Ihr Notfalls ein nicht mehr funktionierende Windows-Installation reparieren oder eben ein erstelltes Backup zurückspielen könnt.

Im Gegensatz zur kostenpflichtigen Pro-Version von Macrium Reflect könnt Ihr mit der Gratis-Ausgabe leider keine automatischen Backups einrichten. Davon abgesehen bietet die Free-Edition aber alle wichtigen Features, die eine Imaging-Lösung unter Windows benötigt. Seit Version 6 erlaubt Macrium Reflect Free auch das Erstellen von differenziellen Backups. Die Folge: Das Programm sichert nach dem ersten Backup nur noch die veränderten Dateien, was den Backup-Vorgang deutlich beschleunigt.

Macrium Reflect free
Die Free-Edition von Macrium Reflect macht es einfach, Windows-Backups zu erstellen

Für das Backup mit Macrium Reflect benötigt Ihr faktisch nur einen Speicherort mit genug freien Platz (dazu kann wahlweise eine externe Festplatte oder auch eine NAS genutzt werden) sowie einen USB-Stick für das Recovery-Medium. Letzterer braucht gerade einmal 1 GB Kapazität, sodass Ihr auch irgend einen alten Werbegeschenk-Stick verwenden könnt.

Bevor wir mit unserer Backup-Anleitung loslegen noch ein kleiner Hinweis: Wir zeigen Euch die Bedienung von Macrium Reflect in einer virtuellen Maschine. Das macht die Screenshot-Erstellung etc. deutlich einfacher. Ich persönlich habe Macrium Reflect Free aber schon seit einiger Zeit im Einsatz und habe auch schon eine Worst Case-Wiederherstellung damit durchgeführt.

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1. Macrium Reflect Free installieren

Ladet Euch die aktuelle Version von Macrium Reflect von der Homepage des Tools herunter. Während der Installation bietet Euch das Programm an, die aktuelle Recovery-Umgebung für das Rettungsmedium von Microsoft herunterzuladen. Das solltet Ihr auf jeden Fall annehmen, auch wenn der Download von rund 500 Megabyte eine Weile dauert.

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2. Rettungsmedium erstellen

Gleich beim ersten Start fragt Euch Macrium Reflect, ob Ihr ein Rettungsmedium erstellen möchtet. Bejaht Ihr dies, startet der „Rescue Media Wizard“. Klickt im ersten Schritt auf „Next“. Im zweiten Schritt bietet Euch das Programm an, bei Bedarf bestimmte Treiber in den Stick einzubinden. In der Regel genügt hier aber die Vorauswahl; klickt also wieder auf „Next“. Schließt nun den USB-Stick an und wählt im letzen Schritt bei „USB Device“ den passenden Stick aus. Achtet darauf, dass Ihr den richtigen Eintrag auswählt, denn die Daten auf dem Stick (oder was auch immer Ihr sonst wählt) werden komplett gelöscht! Mit einem Klick auf „Finish“ erstellt Ihr das Rettungsmedium für das Backup.

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3. Windows-Backup starten

Mit dem Rettungsmedium seid Ihr für den Ernstfall vorbereitet. Zeit, ein Windows-Backu einzurichten. Sollte etwas schief gehen (zum Beispiel beim Upgrade auf Windows 10), könnt Ihr damit jederzeit zu einem funktionierenden Windows zurückkehren. Dafür müsst Ihr natürlich erst einmal ein Backup anlegen. Klickt dazu im Menübereich auf die Schaltfläche „Create an Image of the partition(s) required to backup and restore windows“.

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4. Windows-Backup einrichten

In diesem Einrichtungsassistenten sind die nötigen Laufwerke für die Sicherung bereits automatisch ausgewählt. Ihr müsst dem Programm aber noch mitteilen, wohin es das Backup speichern soll. Klickt dazu auf „Folder“ und wählt über die drei Pünktchen den Ordner auf der externen Festplatte aus, in dem Ihr die Sicherung speichern möchtet. Klickt dann zweimal auf „Next“. Dadurch überspringen wir zwar die Einstellungen für ein regelmäßiges Backup, doch die können wir in diesem Fall ignorieren.

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5. Windows-Backup durchführen

Bevor es losgeht, zeigt Macrium Reflect Free noch eine Zusammenfassung der Einstellungen an. Seid Ihr damit zufrieden, klickt auf „Finish“, um das Backup zu starten. Wartet nun, bis das Backup durchgelaufen ist.

Herzlichen Glückwunsch, Ihr habt Eure Windows-Installation gesichert. Fühlt sich doch gar nicht so schlecht an, oder ;) ? Nun könnt Ihr im Ernstfall ein defektes Windows reparieren, ein Downgrade von Windwos 10 durchführen oder einfach nur ruhiger schlafen,

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Demnächst zeigen wir Euch, wie Ihr die auf diese Weise gesicherten Daten im Ernstfall wiederherstellen könnt. Bis dahin gibt es aber erst einmal noch ein paar neue Anleitungen und Tipps rund um Windows 10 – mit einem Backup in der Hinterhand lässt sich das neue System auch mit einem ruhigeren Gewissen installieren :)

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

10 Kommentare

  1. Ich habe in letzter Zeit eine ganze Menge gängiger Backup-Software durchprobiert und war durch die Bank enttäuscht.
    Viele Jahre hatte ich mit der Freeware-Version von Paragon Backup & Recovery gearbeitet aber seit dem Umstieg auf Windows 10 ist da der Wurm drin. Auch die neueste Freeware Version funktioniert nicht zuverlässig. Ashampoo, Acronis, EaseUs usw. – alles Katastrophen oder zumindest, wie Acronis, so quälend langsam, daß einem schnell die Lust vergeht.
    Einzig Macrium Reflect überzeugt mich, auch wenn es von der Bedienung her durchaus anspruchsvoll ist. Irgendwo im Web habe ich dann auch noch gefunden, daß man auf deutsche Oberfläche umstellen kann ( ) und damit wird es mir noch sympathischer, auch wenn ich mit Englisch kein Problem habe. Sinnvoll wäre in der Software selbst aber ein Hinweis auf die Umstellmöglichkeit.
    Da ich eine große Video- und Audio-Bibliothek auf mehreren internen u. externen HDs verwalte, brauche ich aber unbedingt auch die Möglichkeit, einzelne Ordner mit ihren Unterordnern und Dateien sichern zu können.
    Das geht leider nur mit der Kauf-Version (derzeit ca. 50 €) aber das ist es mir wert.
    Ich habe testweise ein paar Sicherungs- u. Wiederherstellungsvorgänge durchgeführt, von HD u. vom Rettungsmedium und einzig bei Macrium Reflect funktioniert alles.
    Wichtig ist mir auch, daß ich die Sicherungsdateien kopieren und auf mehreren Laufwerken sichern kann. Das funktioniert, man kann die Dateien auch von einem anderen Medium als dem ursprünglichen Sicherungsmedium einlesen. Wie das dann mit der *.xml-Datei funktioniert ist mir zwar nicht klar, Hauptsache ich kann wiederherstellen.
    Insgesamt kann ich als Laie Macrium Reflect empfehlen, es funktioniert als einzige mir bisher begegnete Backup-Software problemlos. Die 50 € ist es mir auf jeden Fall wert.
    Nein – ich bin nicht mit Macrium liiert und bekomme kein Geld für diese Zeilen, die sich fast wie Werbung anhören mögen aber es war mir ein Anliegen, diese Software zu kommentieren, auf die ich erst nach langer leidvoller Erfahrung gestossen bin.

  2. Moin,
    mich würde interessieren wie man die Suicherung auf einem Synology NAS-Speicher durchführt und wie man diese dann auch wieder zurücksichert.
    Danke und viele Grüße

    1. Schliesse mich da an… Bei mir kommt immer folgende Fehlermeldung: Backup aborted! Failed to create volume snapshot. Result code: 0x8004230f

    1. Ich würde ja gerne weiterhelfen, aber aus diesem Kommentar werde wiederum ich leider nicht schlau … Auch wenn ich mich wiederhole und es langsam in ein Mantra ausartet:

      Wenn man was scheisse findet und das zum Ausdruck bringen möchte, sollte man vielleicht auch dazuschreiben, wieso, weshalb, warum etwas scheisse ist. Denn dann, und nur dann, besteht die Chance, dass die so geäußerte Meinung in zukünftige Machwerke einfließt und die Welt etwas weniger blödsinnig erscheint. ;)

  3. Hallo, vielen Dank – hab es mit Erfolg das erste Mal getestet auch Dank der Anleitung.
    Frage: gibt es auch schon die Anleitung für das Restore ?
    Danke
    Hubiherzog

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