Android erlaubt Euch die Installation von Apps aus unbekannten Quellen – Ihr müsst es nur aktivieren. Wir zeigen Euch, wie Ihr alternative App Stores nutzt.

In der Tuto-Frühzeit haben wir Euch schon einmal gezeigt, wie man Android-Apps aus unbekannten Quellen installiert. Zwar ist die Anleitung grundsätzlich noch aktuell, dennoch hat sich in der Zwischenzeit noch einiges getan. Zeit für ein aktuelles Tuto zur Installation von APKs aus anderen Quellen als dem Google Play Store.

Android-Apps ohne Play Store installieren – warum sollte man das tun?

Grundsätzlich ist der Google Play Store die Hauptanlaufstelle, wenn es um die Installation von Android-Apps geht. Es gibt jedoch gute Gründe dafür, Apps aus anderen Quellen auf’s Smartphone oder Tablet zu dängeln. Ein Beispiel dafür ist Amazon Underground: Amazon bietet für seine Fire-Geräte einen eigenen App Store, der sich vor allem mit Aktionen und Angeboten vom Google-Pendant unterscheidet. Der lohnt sich auch, wenn Ihr einen „normalen“ Androiden nutzt. Beispielsweise finden sich hier regelmäßig Gratis-Apps, die Ihr abstauben könnt. Außerdem könnt Ihr die Prime-Video-App nur darüber installieren. Voraussetzung: Ihr müsst die Installation von unbekannten Quellen erlauben.

Dieses so genannte „Sideloading“ von Apps ist nicht nur einfach, sondern auch aus vielerlei Gründen sinnvoll.

Das gilt beispielsweise dann, wenn Ihr Apps auf Geräten installieren wollt, die aus irgendwelchen Gründen nicht dafür zugelassen sind. So habe ich beispielsweise die (widerlich schlechte…) Sky Ticket-App vom Nexus 6P auf mein Sony Xperia Z3 Tablet geschoben. Die App funktioniert problemlos, der Fußball-Stream ebenfalls – warum Sky das nicht gleich erlaubt, werden wir wohl nie erfahren…

Die App von Sky Ticket ist nicht nur technisch miserabel, sondern auch noch künstlich auf bestimmte Geräte beschränkt. Zumindest letzteres könnt Ihr per Sideloading ändern.

Alternative App-Stores nutzen

Dann gibt es natürlich F-Droid. Hier holen sich Open-Source-Evangelisten wie unser Mirco quelloffene Apps, die es zum Teil bei Google nicht gibt. Neben viel Nischen-Nerderie gibt es bei F-Droid auch wirklich tolle Apps. Beispielsweise die neuesten Version des Tor- und Darknet-Browsers Orfox.

Auch APKMirror ist ein Grund für die Installation von Apps aus unbekannten Quellen. Hier lagern Tausende (legale) Apps als APK-Dateien, die Ihr einfach herunterladen und installieren könnt. Nicht nur könnt Ihr damit auch ältere Dateiversionen finden, sondern auch Apps, die es in Deutschland bzw. in Europa schlichtweg nicht gibt. Beispiele dafür sind der Facebook Messenger Lite oder sein Pendant Facebook Lite.

Ihr wollt F-Droid oder eine andere Alternative zum Play Store nutzen? Dann erlaubt die App-Installation aus unbekannten Quellen!

Und dann gibt es natürlich Apps, die gegen Googles (fragwürdige) Richtlinien verstoßen. So erlauben die Android-Mache zwar jegliche In-App-Abzocke der ach so tollen Freemium-Games, verbieten aber Echtgeld-Zockereien. So dürfen beispielsweise Online-Poker-Apps ebensowenig in den Play Store wie die Programme von Wettanbietern wie Bwin oder Tipico. Hier hilft die Installation aus unbekannten Quellen. Ich selbst nutze die Bwin-App vor allem als den schnellsten Fußballticker der Welt – zuweilen vermeldet sie Tore sogar schneller als, sie per Live-Übertragung auf dem TV ankommen ;). All das sind gute Gründe, die Installation von Apps aus unbekannten Quellen zu erlauben.

Unbekannte Quellen: Achtet auf die Herkunft!

Das Stichwort „Unbekannte Quellen“ macht es bereits deutlich: Ihr könnt installieren, was Ihr wollt. Das gilt auch für illegal verbreitete Apps, die als Kopie einer Kauf-App auf Eurem Smartphone landen. Während der App-Klau schlichtweg asozial ist, könnt Ihr Euch schlimmstenfalls einen Virus oder sonst eine Schadsoftware auf Eurem Smartphone einfangen – denn davon ist Android traditionell nicht gefeit. Zwar prüft Google regelmäßig die installierten Apps auf Sicherheit, dann ist es aber vielleicht schon zu spät. Installiert also nur Apps aus Quellen, denen Ihr wirklich vertraut!

Genug der Vorrede, here we go!

1. Sicherheitseinstellungen aufrufen

Die Option zur Installation aus unbekannten Quellen findet Ihr in den Sicherheitseinstellungen Eures Smartphones oder Tablets. Öffnet also die Einstellungen und navigiert zum Untermenü „Sicherheit“. Es kann dabei sein, dass der Hersteller Eures Androiden das Menü anders benannt oder in einem Untermenü versteckt habt. Durchforstet einfach die Optionen – irgendwo muss es sein 😉

2. „Unbekannte Herkunft“ erlauben

In den Sicherheitseinstellungen von Android findet Ihr den Punkt „Unbekannte Herkunft“. Schaltet diesen ein. Android warnt Euch nun vor den möglichen Konsequenzen, die Ihr natürlich ignor… äh, zur Kenntnis nehmt.

3. Android-Apps aus unbekannten Quellen finden und installieren

Ab sofort dürft Ihr nach Herzenslust installieren, was auch immer Ihr wollt. Ihr müsst die Apps lediglich herunterladen oder anderweitig auf Euer Smartphone bringen. Dazu könnt Ihr beispielsweise die genannten alternativen App-Stores bzw. APKMirror nutzen. Ebenfalls praktisch ist das Tool ….. Nach dem Download der App in den Speicher Eures Androiden müsst Ihr nur noch die APK-Datei öffnen. Das funktioniert beispielsweise mit einem Dateimanager Eurer Wahl oder direkt über die Statusleiste Eures Androiden. Einfach APK-Datei öffnen und glücklich sein – viel Spaß mit der neuen App-Freiheit!

Mit den richtigen Einstellungen könnt Ihr Apps aus unbekannten Quellen installieren

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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