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1-Klick-Gratis-VPN für Android, Windows, Linux, Mac

Ihr wollt mal eben anonym etwas nachschlagen? Eine Geo-Sperre umgehen? Oder staatlicher Überwachung und Tracking entgehen? Mit einer VPN-Verbindung ist das kein Problem – und nicht nur für Techies: Mit der App Riseup VPN bekommt Ihr Anonymität mit nur einem Tap und ohne jegliche Einstellungen!

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Update: Ursprünglich gings hier nur um die Android-App, aber den RiseupVPN-Client gibt es auch für Windows, Linux und Mac. Auch auf PCs funktioniert das Ganze ohne jegliche Konfiguration und mit ziemlich guter Performance – trotz Beta-Status. Übrigens: Riseup.net ist spendenfinanziert!

Zum Thema Virtual Private Network (VPN) haben wir hier allerlei Artikel, unter anderem auch eine grundsätzliche Erklärung, was das überhaupt ist. Normalerweise braucht man immer irgendwo ein VPN-Konto, sei es bei einem kommerziellen Anbieter oder auf der heimischen Fritzbox. Es müssen Server angegeben, meistens Länder- und sonstige Einstellungen gesetzt werden und wirklich schnell ist das meist nur, wenn Ihr auch zahlt. Insgesamt ist das eher für technisch versiertere Nutzer relevant.

riseup vpn
Riseup VPN – das ist schon die ganze App.

Anders mit Riseup VPN: Die App ist ein vorkonfigurierter VPN-Client speziell für die VPN-Server von Riseup – weshalb Ihr keinerlei Einstellungen vornehmen müsst – es gibt nur einen Button: Ein oder Aus. Riseup.net bietet Dienste wie E-Mail und Chat, um kostenlos anonym kommunizieren zu können – um staatlicher und wirtschaftlicher Überwachung zu entgehen. Schaut man sich das Projekt mit Sitz in Seattle an, kommt man schnell zu der Vermutung, dass es sich um ein systemkritisches, eher links zu verortendes Kollektiv handelt. Aus den Zielbeschreibungen:

Wir schätzen und engagieren uns in Kämpfen für menschliche Befreiung, die ethische Behandlung von Tieren und ökologischer Nachhaltigkeit. Wir beteiligen uns im Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung aller von Unterdrückung betroffenen Gruppen. Wir kämpfen gegen jede Form von Vorurteilen, Autoritarismus und Avantgardismus.

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Neben der nicht vorhandenen Konfiguration überzeugt aber auch die Performance. Hier im Test waren immer sehr ordentliche Download-Raten von mindestens 13 Mbit zu bekommen. Zum Vergleich: Das Tor-Netzwerk über Orbot ist mit knapp 5 Mbit deutlich langsamer (wobei es hier mehr Schwankungen gibt).

riseup
Ohne VPN, über das Tor-Netzwerk und Riseup VPN – sieht doch gut aus!

Ihr bekommt die App bei Google Play und bei F-Droid.

Tipp: Wenn Ihr sichergehen wollt, dass die Anonymisierung auch funktioniert, besucht einfach die Seite Ifconfig.me – dort seht Ihr sofort die aktuelle IP-Adresse, die sich von der IP ohne VPN unterscheidet.

riseup vpn
IP mit und ohne VPN.

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler. Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds. Wenn Ihr hier mehr über Open Source, Linux und Bastelkram lesen und Tutonaut unterstützen möchtet: Über Kaffeesponsoring via Paypal.freue ich mich immer. Schon mal im Voraus: Danke! Nicht verpassen: cli.help

2 Kommentare

    1. Also die vpnwelt-Seite kannst Du schon mal getrost vergessen: Kein vernünftiges Impressum und der Betreiber, in der Datenschutzrichtlinie zu finden, ist entweder eine Marketing-Agentur oder ein Tobias Meer. Bei einer Agentur ist eh klar, dass Dich da niemand informieren will und wenn es der Meer ist, fehlt auch indirekt jede Angabe über den Betreiber. Soweit so unseriös.

      Davon ab: Dieses „Kostenloses taugt nicht“ sieht man immer wieder auf derselben Art von Seite – Pseudo-Testportalen. Am Beispiel Netzsieger haben wir das schon mal im Detail auseinandergenommen. Als Hintergrund für diese Behauptung vermute ich auch auf dieser Seite, dass der Betreiber am Affiliate-Programm der VPN-Anbieter teilnimmt – und folglich nur Kohle bekommt, wenn die Leute VPN-Services kaufen. Auch wir nehmen an solchen Programmen teil, beispielsweise Amazons Partnerprogramm. Der Unterschied: Wir sprechen das offen an und wir sind Journalisten, die sich über Werbung finanzieren, nicht Werbetreibende, die sich als Journalisten ausgeben.

      Grundsätzlich haben kostenpflichtige Anbieter in der Regel sicherlich mehr Bandbreite – für den täglichen Gebrauch und hohes Downloadvolumen dürfte das meist die bessere Variante sein. Die Aussagen, dass kostenlose Dienste meistens tracken würden und Malware verbreiten und kostenpflichtige Dienste dies nie tun würden sind hingegen Quark. Nicht zu tracken versprechen vermutlich alle kommerziellen Anbieter, bekanntermaßen stimmt das aber nicht – manche tracken, manche nicht.

      Es kommt halt auf den Betreiber an. Bei kommerziellen Anbietern hat man zumindest eine gewisse vertragliche Absicherung, kennt den Betreiber. Bei kostenlosen Angeboten ist das nicht immer der Fall – es ist schwieriger einzuschätzen. Bei RiseupVPN würde ich mir zum Beispiel wenig Sorgen machen, da dahinter – soweit man das von außen recherchieren kann – Leute stecken, die vermutlich irgendwo unter links-autonom oder anarchistisch einzuordnen sind. Kann man mögen oder nicht, aber es ist nicht der Typ Mensch, der besonders gerne freiwillig mit Behörden zusammenarbeitet – was aber dennoch geschehen ist, wie die Wikipedia zu berichten weiß.

      Es ist also schwer zu sagen, ob kostenlose Dienste so gut und sicher sind wie kostenpflichtige: Es hängt von den einzelnen Diensten ab. Bei der Bandbreite sind kommerzielle Dienste vermutlich (!) zuverlässiger, beim Volumen lässt sich allgemein gar nichts sagen. Bezüglich der Sicherheit ist es eine Frage des Vertrauens: Lieber einem gewinngetriebenen Unternehmen glauben, das sich (auch abhängig vom Standort) nicht unbedingt jeglicher Autorität entziehen kann? Oder lieber einer möglicherweise komplett anonymen Gruppe von Aktivisten?

      Die einzige Möglichkeit, mehr Sicherheit als über reine Hintergrundrecherchen zu bekommen, ist vermutlich die Suche nach Vorfällen in der Vergangenheit. Es gab immer wieder Berichte über VPN-Anbieter, die Nutzerdaten rausgegeben oder sich eben gewehrt haben. Riseup beispielsweise hat zwar nach freundlicher Aufforderung dem FBI zwei Kontendaten übergeben, aber gut reagiert: Zum einen wurde alles transparent gemacht, zum anderen wurde die Technik so umgestellt, dass die Riseup-Betreiber solche Daten selbst gar nicht mehr bekommen würden. Beides nachzulesen hier.

      Du merkst schon, es artet aus ;) Letztlich geht es um Vertrauen. Mein Tipp: Für gelegentliches anonymes Surfen genügen kostenlose Dienste wie Riseup, für das alltäglich Herunterladen etlicher Terabyte Daten lohnt sich ein kostenpflichtiger Dienst und für Welteroberungspläne würde ich nach wie vor Tor nutzen.

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