Ihr wollt Windows auf dem Mac nutzen, habt aber keinen Platz für eine Boot Camp-installation? Kein Problem: Nutzt Windows am Mac einfach per externer SSD.

Ihr wollt Windows 10 am Mac nutzen? Dann setzt Ihr vermutlich auf Boot Camp. Offiziell von Apple unterstützt, einfach einzurichten, warum nicht. Doch es gibt eine zweite Option: Installiert Windows auf einer externen Festplatte, beispielsweise einer pfeilschnellen SSD, und bootet Euren Mac via USB. Das Zauberwort heißt Windows-to-Go. Wir zeigen Euch, wie Ihr Windows auf dem Mac von einer externen Platte nutzen könnt. 

Windows-to-Go als Boot Camp-Alternative

Wie bereits gesagt: Die offizielle Apple-Lösung für Windows auf dem Mac ist Boot Camp. Der Nachteil: Windows macht sich auf der internen Festplatte breit, was vor allem auf den bei Apple sündhaft teuren SSDs nervig sein kann. Außerdem könnt Ihr Boot Camp nicht in Kombination mit der Apple-Verschlüsselung File Vault verwenden, was gerade bei MacBooks suboptimal ist.

Boot Camp Windows 10

Boot Camp ist die offizielle Lösung für Windows auf dem Mac, aber nicht immer die beste.

Eine Windows-to-Go-Installation umschifft diese Probleme. Hier installiert Ihr ein beinahe vollwertiges Windows 10 auf einer externen Festplatte (oder auch einen USB-Stick, aber das macht eher wenig Spaß ;) ).  Beim Hochfahren des Macs wählt Ihr dann die USB-Festplatte als Bootgerät aus. Funktional merkt Ihr nach der erstmaligen Einrichtung keinen größeren Unterschied mehr bei der Nutzung von Windows 10 auf dem Mac.

Noch ein Vorteil: Ihr könnt das Windows-to-Go-Laufwerk an mehreren Macs nutzen (oder auch an einem PC, doch das ist ein anderes Thema ;). Ich habe die Nummer unter anderem an einem 2015er MacBook Pro und einem 2013er MacBook Air getestet und konnte Windows auf beiden Rechnern ganz normal verwenden. Am iMac Pro (und möglicherweise künftigen 2018er-Macs) müsst Ihr hingegen ein wenig nachhelfen, siehe Kommentare…

Windows 10 Mac SSD

Vor allem für den gelegentlichen Einsatz ist Windows auf der SSD am Mac eine hervorragende Lösung.

Einen kleinen Nachteil gibt es aber doch: Die halbjährlich erscheinenden großen Updates für Windows 10 (wie das Fall Creators Update) bleiben dem USB-Windows verwehrt. Es gibt dafür aber Workarounds, die wir beizeiten vorstellen. Die wenigen weiteren Unterschiede zwischen Windows-to-Go und einer vollwertigen Installation erfahrt Ihr bei Microsoft.

Windows-to-Go am Mac: Was brauche ich?

Offiziell ist Windows-to-Go der Enterprise-Version von Windows 10 vorbehalten und auf bestimmte, zertifizierte USB-Geräte beschränkt. Diverse Gratis-Tools erlauben die Einrichtung von Windows auf einem USB-Laufwerk auch mit den anderen Editionen von Win 10. Wollt Ihr Windows 10 dauerhaft nutzen, benötigt Ihr aber natürlich einen legalen Schlüssel zur Aktivierung – falls Ihr keinen habt, findet Ihr diese für ein paar Markfuffzisch bei Amazon und Co.

Damit das externe Windows Spaß macht, empfehle ich eine externe SSD oder eine SSD (alternativ könnt Ihr natürlich auch eine Einbau-SSD in ein passendes USB-Gehäuse packen). Freilich funktioniert das alles auch mit einer klassischen externen Platte oder eben einem USB-Stick, nur eben etwas gemütlicher ;)

windows schneller machen

Eine SSD ist die beste Lösung für die Installation von Windows 10 am Mac.

Last but not least: Ihr braucht Zugriff auf einen Windows-PC, um die Windows-to-Go-Installation zu erstellen. Falls Ihr weder zuhause noch im Freundeskreis Zugriff auf eine Windows-Umgebung habt, könnt Ihr die Nummer auch per Virtualisierung lösen. Ladet Euch bei Bedarf eine Windows-VM herunter und leitet die USB-Festplatte an diese weiter – nicht komfortabel, aber es funktioniert ;)

Alles parat? Dann ab dafür!

1. Windows 10 als ISO herunterladen

Ladet Euch als erstes die aktuelle Version von Windows 10 herunter. Microsoft bietet den direkten ISO-Download kostenlos an. Ganz wichtig: Das in der Anleitung verwendete Tool Rufus kommt nicht mit Windows-10-ISOs zurecht, die mit dem offiziellen Media Creation Tool von Micrsoft erstellt wurden. Falls Ihr den Windows-Download nicht am Mac, sondern auf dem Windows-PC durchführt, befolgt die Schritte, die Mirco Euch in diesem Tuto zeigt.

Windows 10 Download

Ladet Windows 10 ohne Umwege über das Media Creation Tool direkt bei Microsoft herunter.

2. Boot Camp-Treiber herunterladen

Auch ohne Boot Camp-Installation benötigt Ihr das Boot Camp-Treiberpaket, das Apple kostenlos bereitstellt. Startet auf dem Mac, auf dem Ihr Windows-to-Go nutzen wollt, den Boot Camp-Assistenten. Klick nun in der Menüleiste auf Aktionen, wählt Windows-Supportsoftware laden und speichert das Downloadpaket so, dass Ihr später unter Windows darauf zugreifen könnt – beispielsweise auf einen USB-Stick.

Boot Camp Driver Download

Ganz ohne Boot Camp geht es nicht ;)

3. Rufus herunterladen und installieren

Nun geht es unter Windows weiter. Wir verwenden das Open-Source-Tool Rufus, um eine Windows-to-Go-Installation zu kreieren. Ladet das Programm hier herunter  und installiert es. Übrigens: Mit WinToUsb gibt es noch eine Alternative, die allerdings einen Teil ihrer Funktionen erst gegen Bezahlung freigibt. Falls Ihr aus irgendeinem Grund mit Rufus nicht zurecht kommt, probiert WinToUSB aus.

Rufus Download

Rufus bringt Windows 10 auf die externe SSD

4. Bootbare Windows-Instalallation mit Rufus erstellen

Verbindet nun Eure Windows-To-Go-Platte mit dem Windows-PC und startet Rufus. Hier aktiviert Ihr zunächst unter Erweiterte Einstellungen den Punkt USB-Festplatten anzeigen. Anschließend wählt Ihr bei Laufwerk die USB-Platte aus. Nun wählt Ihr per Klick auf die Schaltfläche neben Startfähiges Laufwerk erstellen mit die heruntergeladene Windows-10-ISO-Datei aus, setzt einen Haken bei Windows-to-Go-Installation und startet den Prozess mit einem Klick auf Start.

Rufus Windows to Go

Ein paar Häkchen setzen und schon geht es los.

5. Windows-Edition auswählen

Bevor es losgeht, fragt Rufus Euch noch nach der Edition von Windows 10. Klickt die Version an, für die Ihr einen Key besitzt, und klickt anschließend auf Ok. Rufus erstellt nun den Start-Datenträger mit Windows 10.

Windows 10 Editionen

Microsoft und die Windows-Editionen – seit jeher ein Graus :)

6. Mac mit Windows-Festplatte booten

Herzlichen Glückwunsch, Ihr habt nun eine funktionierende Windows-Installation auf einer externen Festplatte. Diese trennt Ihr nun vom PC und stöpselt sie an Euren Mac. Startet diesen nun neu und haltet beim Einschalten die Taste Alt bzw. Options gedrückt. Auf diese Weise teilt Ihr Eurem Mac mit, dass er von einem externen Laufwerk starten soll. Wählt im eingeblendeten Startmenü den Eintrag EFI-Boot aus – dabei handelt es sich um Windows 10 auf der externen Festplatte.

Windows 10 Mac Boot

Die externe Festplatte mit Windows 10 taucht als Bootmedium auf

7. Windows-to-Go-Installation einrichten

Beim ersten Start (der etwas länger dauern kann) richtet Windows 10 nun alles mögliche ein, inklusive Schritt-für-Schritt-Assistent – ganz so, als würdet Ihr es „normal“ installieren. Achtet darauf, dass das System zwischendurch einmal neu startet. Falls Ihr dabei nicht die Options-Taste drückt, landet Ihr wieder in macOS. Macht aber nichts, startet den Mac einfach neu und bootet wieder in Windows. Wundert Euch nicht, dass Ihr ohne Treiber an dieser Stelle noch keine Verbindung mit dem Internet herstellen könnt, das holen wir im nächsten Schritt nach.

Windows 10 to go setup

Die Einrichtung von Windows-to-Go läuft genauso ab wie beim „echten“ Windows 10

8. Boot Camp-Treiber installieren

Sobald Ihr auf dem Desktop von Windows-to-Go landet, könnt Ihr die Installation abschließen. Dazu verbindet Ihr den Stick mit den heruntergeladenen Boot Camp-Treibern, entpackt diese und startet die Datei Bootcamp.exe. Wartet die Treiberinstallation ab und startet den Mac am Ende neu, um alle Hardware-Funktionen nutzen zu können.

Boot Camp Treiber Windows 10

Sobald die Boot Camp-Treiber für Windows 10 laufen, ist Euer USB-Windows einsatzbereit.

9. Windows-Installation auf externer Festplatte abschließen

So, das war es nun endlich! Nach dem Neustart könnt Ihr alle Funktionen Eures Macs unter Windows 10 nutzen, ganz so, als hättet Ihr das System über Boot Camp installiert. Nachdem Windows 10 sich mit dem Internet verbunden habt, werdet Ihr über kurz oder lang nach dem Aktivierungsschlüssel gefragt. Gebt diesen ein, um Windows zu aktivieren. Herzlichen Glückwunsch: Ihr habt nun eine voll funktionsfähige Windows-Installation auf einer externen Festplatte am Mac! Ihr könnt nun ganz normal mit Windows 10 auf dem Mac arbeiten, inklusive allen Programmen oder auch Spielen. Wollt Ihr wieder zu macOS wechseln, müsst Ihr den Mac einfach nur ohne Options-Taste neu starten.

Noch mehr Tipps und Tricks rund um macOS findet Ihr hier, viele Dutzend Windows-Tutos gibt es hingegen hier zu entdecken.

Weitersagen:

Über den Autor

Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

Wie und womit ich tagtäglich arbeite, erfahrt Ihr hier.

Kommentieren:

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

Kommentare

  • Schöne Anleitung.
    Funktioniert nur nicht mit aktuellem High Sierra (APFS) bzw. aktuellen Macbooks und iMacs.
    Würde gerne meinem neuen iMac Pro eine Bootcamp-Windows Installation ersparen, weil die Platte „nur“ 1 TB groß ist.
    Doch leider kann man eben die unbedingt notwendigen von Apple früher auf einen USB-Stick geladenen Windows Treiber nicht mehr extrahieren und getrennt abspeichern, zur späteren Installation unter Windows.
    Dies läuft schon seit einigen Jahren komplett am Anwender vorbei im Hintergrund ab. Im BC Assistenten gibt es den Punkt einfach nicht mehr, wo man „Treiber laden“ auswählen könnte.
    Der Autor schreibt im Januar 2018 einen Artikel über dieses Thema und testet es an Geräten von 2013/2015.
    Wer diese älteren Modelle betreibt könnte vielleicht Glück haben, dass er nach dieser Anleitung zum Erfolg kommt.
    Aktuelle MacOS und Macs kann man aber so nicht dazu bewegen externe SSDs mit Windows ausführbar zu machen.
    Und dann ist da auch noch das neue APFS-Dateisystem was noch ganz andere Hürden aufwirft. Aber viel Spaß beim tüfteln. Mir ist es jedenfalls bisher unter größten Anstrengungen und Zeitaufwand und mit Unterstützung des Apple-Supports (die übergeordnete technische Hotline) nicht gelungen, erfolgreich eine SSD mit Windows 10 am Mac zum Laufen zu bekommen.
    Wenn der Autor auch dafür (aktuelle Macs und Mac OS 10.13.2) eine Lösung hat, würde ich mich riesig freuen und erhebe ich ihn persönlich in den Adelsstand.

    • Hallo Martin,

      danke für deinen ausführlichen und konstruktiven Kommentar, so gefällt mir das :) Tatsächlich habe ich aktuell nicht die Möglichkeit, das Ganze an einem 2016/2017er-Mac zu testen, tendenziell kann ich das aber Anfang Februar bei einem Bekannten nachholen.

      Was mich aber stutzig macht: Ich habe die Anleitung unter High Sierra 10.13.2 geschrieben und getestet, inklusive APFS-konvertierter UND mit File Vault verschlüsselter interner SSD (wie beschrieben im 2015er MBP). Bei der beschriebenen Methode wird aber ja das interne Mac-Dateisystem in keinster Weise angerührt. Hier sehe ich eigentlich keine Probleme – oder hat Apple da bei den Modellen ab 2016 irgendwas radikal verändert?

      Was die Treiber angeht, bin ich gerade tatsächlich überfragt.Eventuell hat Apple die noch nicht für alle Modelle mit High Sierra freigegeben…? Habs gerade mit dem Boot Camp-Assistenten unter dem taufrischen macOS 10.13.3 getestet und habe einen ganz normalen Ordner mit EXE-Datei erhalten. Wie gesagt, VIELLEICHT hat Apple die Sachen noch nicht freigegeben, aber dann würde Boot Camp (und nicht nur die Funktion mit der externen Platte) ja aktuell gar nicht auf den Modellen funktionieren.

      Kann dann aber eigentlich nur eine temporäre Erscheinung sein, denn in diesem diesem Video macht der gute Lon Seidman eine ähnliche Trickeserei auf einem 2016er MBP mit WinToUSB statt Rufus. Ist natürlich noch unter Sierra statt High Sierra:

      https://www.youtube.com/watch?v=g77iw6hl2GU

      Wie gesagt, ich bleibe dran, aber es kann noch etwas dauern ;)

    • Soooo, da mir das Thema keine Ruhe gelassen hat, habe ich mal ein wenig rumgeforscht. Das könnte ein exklusives „Feature“ des T2-Chips im iMac Pro sein, wenn man diesem Artikel von mac & i glauben darf:

      https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Secure-Boot-beim-iMac-Pro-Offline-Rechnerstart-und-Booten-mit-Linux-nicht-unterstuetzt-3924192.html

      DAS kann ich derzeit aus diversen Gründen wirklich nicht prüfen… Christian z.B. hat die Downloadoption für die Boot-Camp-Software auf seinem 2017er-Standard-iMac und es kam auch ein normaler Ordner mit EXE-Datei dabei heraus. Unten steht im Heise-Artikel auch etwas zu einem möglichen Workaround, was den Bootvorgang angeht, du kannst ja mal checken, ob es funktioniert.

      Da besagter T2-Chip ja derzeit nur im iMac Pro zum Einsatz kommt, würde ich behaupten, dass die Anleitung auch im Januar 2018 noch eine Daseinsberechtigung hat….

    • …und noch als letzte Amtshandlung vor dem Feierabend: Hier wird beschrieben, wie man das Secure-Boot-Verhalten am iMac Pro umstellen kann:

      https://www.imore.com/how-use-secure-boot-imac-pro

      Ob für die externe SSD-Lösung die Einstellung „Medium Security“ genügt, kann ich mangels iMac Pro leider ebenso wenig sagen, wie ob meine bisherigen Antworten zumindest für einen niedrigen Adelsstand genügen ;)

      EDIT:

      Hier die Infos direkt von Apple. Klingt ein wenig so, als müsste man die Option auf dem iMac Pro komplett deaktivieren und zusätzlich das Extern-Booten erlauben. Schöne, neue, total sichere Welt :-/

      https://support.apple.com/de-at/HT208330

  • Ich bin dieser Anleitung gefolgt und sie hat bei mir beim ersten Versuch zum Erfolg geführt. Habe mir vorher in der Bucht eine Win-10 Pro Lizenz für €4,20 gekauft und habe jetzt ein stabiles Windows 10 auf einer 120GB SSD, welches ich an meinem Mac-Mini (Late 2012, i7, 16GB RAM) und meinem MacBook Pro (Late 2010, i5, 8GB RAM) laufen lassen kann. Ich bin 100% begeistert und voll zufrieden. Vielen Dank für das wirklich gute Tutorial!

    Das installierender Windows Updates und der Apple Software/Treiber hat super funktioniert.

    Bin gespannt auf den Nachtrag bezüglich des 1/2 jährlichen Updates von Windows, was ja nicht so einfach auf einem Windows-to-Go zu installieren sein soll. Wäre toll diesbezüglich eine E-Mail zu erhalten.

    Liebe Grüße, Rainer

    PS: beim booten werden bei gedrückter ALT-Taste meistens drei Laufwerke (MAC, Windows, EFI) angezeigt, manchmal aber auch nur zwei Laufwerke (MAC, EFI). Woran liegt das? Habe nie WINDOWS ausgewählt, immer nur EFI. Und das hat immer gut funktioniert.

    PPS: meine Apple Magic Mouse hakt manchmal und setzt auch mal für ein paar Sekunden ganz aus.

    PPS: In Windows wird ein Treiberproblem angezeigt: „Treiberproblem bei Bluetooth HID-Gerät“ welches ich nicht wegbekommen. Irgend eine Idee?

  • Frage an den Author des Artikels:

    Mit welchem Programm kann man am besten/einfachsten eine 1:1 Kopie des so erstellten Windows-To-Go erstellen? Ohne Sicherung ist das immer so eine Sache und mit den Windows Bordmitteln geht eine Sicherung von Windows-To-Go ja nicht.

    MfG
    Rainer

    • Hallo Rainer,

      ich habe das in meinen Testläufen mit der kostenlosen Version von Macrium Reflect hinbekommen. Einfach ein komplettes Image der externen SSD erstellt, diese dann Testweise formatiert und mit Macrium wiederhergestellt. Hat problemlos funktioniert. Gegebenenfalls würde ich trotzdem noch ein Datei-Backup mit Tools wie Duplicati (Anleitung hier: https://www.tutonaut.de/anleitung-duplicati-ein-offsite-backup-auf-pc-und-mac-einrichten/) innerhalb der Windows-SSD erstellen…

      • Hallo Boris,
        vielen Dank für den Tipp, Macrium Reflect Free scheint eine gute Empfehlung zu sein.
        Habe es heruntergeladen und werde es am Wochenedne ausprobieren.

        Vielen Dank!

        MfG Rainer

      • Hallo Boris,

        ich habe heute Macrium Reflect ausprobiert um mein Windows-To-Go auf eine andere Platte zu clonen. Es hat dann ca. 2 1/2 Std. gedauert um die SSD zu clonen, aber danach konnte ich von dem Clone nicht booten. Es fehlt offenbar die EFI Partition!?!
        Kannst du mir dazu etwas sagen?
        Gibt es Alternativen um ein Win-2-Go startfähig zu clonen?

        MfG Rainer

        • Hallo,

          habe jetzt HDclone 7.0.2 (Freeware) verwendet, und das hat mir eine 1:1 startfähige Kopie der Win-To-Go Paltte erzeugt. Ging auch deutlich schneller als Macrium Reflect.

          Gruss Rainer

  • Also zu aller erst möchte ich mich bedanken bei Dir Boris, für diese super Anleitung!

    Ich besitze einen Imac und ein Mac Book pro aus 2014. In der Vergangenheit habe ich meinen Imac via Bootcamp für Windows benutzt bis ich während eines Updates meinen mac neugestartet habe und alles hinüber war! Ich habe vergangenen Freitag 8 Stunden versucht ein neues Betriebssystem zu installieren. Keine Chance. Ich konnte die interne Festplatte nicht mehr partitionieren. Nichtmal mit „Terminal“ von Apple und „cmd“ von Windows und anderen Programmen. Bootcamp hat mir durchgehend einen Fehler angzeigt. Daher bin ich auf diese Alternative hier gestoßen die mich sehr neugierig gemacht hat, da ich ja noch ein Mac Book benutze und somit flexibler bin.
    Abends habe ich aus Frust direkt SSD Platte und Gehäuse bestellt. Gestern angekommen, heute installiert.

    So nun zum wesentlichen:
    Ich habe versucht die SSD mit Rufus zu bespielen was bei mir nicht ganz geklappt hat. Da ich auch nicht den Punkt „Windows-To-Go“ auswählen konnte so wie es oben im Screenshot zu sehen ist. Auch das Partitionsschema GPT konnte ich nicht auswählen. Aus diesem Grund habe ich WindowstoUsb, wie oben genannt, benutzt.

    Während dessen hatte ich noch Probleme mit der Erkennung der SSD am Windows PC. Ich dachte zuerst es liegt daran dass der USB Slot vom Windows PC nicht genug strom gibt, da die Platte ohne Probleme auf meinem mac lief. Nach einer Stunde habe ich einfach ein anderes Gehäuse benutzt mit der es dann gott sei dank lief. Also hier möchte ich einfach nochmal betonen, dass es oft an kleinigkeiten scheitert.

    Als die Festplatte mit WinToUsb fertig war habe ich wie beschrieben die Platte an den Imac angeschlossen. Bei mir hieß es im Startmenü nicht Efi Boot sondern ganz normal Windows.
    Drauf geklickt und „…no bootable device…“…. mehrmals ausprobiert kein Erfolg. Auf meinem Mac Book hat es dann geklappt. Ohne Probleme. Boot Camp installation auch.

    Danach wieder am Imac angeschlossen und jetzt läuft das System auch dort. Ich bin super happy aber hatte trotzdem ein paar Probleme und knapp 4 Stunden Arbeit ;)

    Aber es hat sich gelohnt!
    Nochmal Danke Boris.

    • EDIT: Ich habe eine Frage ganz vergessen. Da ich sich die Hardware von meinen Apple Geräten unterscheidet muss ich die Boot Camp installation auf beiden Geräten durchführen oder irgendwas anderes machen?

  • Ist ja schön und gut prinzipiell Windows installieren zu können, aber mit dieser Version kann man kaum ans Netz gehen.
    Das Fall Creators Update lässt sich nicht installieren und damit gibts auch keine Sicherheitsupdates. DU sprichst von einer Lösung, bitte teile sie mit uns :)

    • Hi Markus,

      sorry für die späte Antwort, hatte deinen Kommentar übersehen :-/ Tatsächlich ist die Lösung nicht „perfekt“ wie Boot Camp (sieht man da eben von der Belegung der Platte und den Zwangs-Verzicht auf FileVault etc. ab), so garstig wie du es beschreibst, isses aber zum Glück auch nicht :)

      Zunächst: Wenn Du dir eine frische Windows-ISO von Microsoft ziehst, hast du das neueste Update schon drin. Aktuell ist das eben das Fall Creators Update, in wenigen Wochen wird es dann das Spring (?) Creators Update sein. Damit werde ich dann auch beizeiten checken, ob die in Foren empfohlenen Upgrade-Methoden für Windows-to-Go funktioniert – stay tuned ;)

      Unabhängig davon kommen die monatlichen Windows-Sicherheitsupdates auch eine ganze Weile ohne die „großen“ Update-Pakete. Diese Patchday-Updates kannst du mit der gezeigten Windows-to-Go-Methode ganz normal installieren und bist damit „safe“. Glaubt man beispielsweise diesem Blog:

      https://blog.juriba.com/windows-10-branching-timeline

      erhält das Fall Creators Update (a.k.a. „Windows 1709“) noch bis Oktober 2019 Updates, ehe dann auf das nächste Paket aktualisiert werden muss.

      Trotzdem: Für mich ist die Windows-to-Lösung eher eine Lösung für „Ab und zu mal Windows am Mac mit echter Hardware nutzen“. Dafür ist die Methode absolut top. Im Alltag nutze ich die meiste Zeit ich weiterhin Parallels, bräuchte ich Windows 10 täglich produktiv, würde ich auf Boot Camp setzen…

  • Hallo

    Eine schönes Tutorial. Jetzt wollte ich das ganze heute mal ausprobieren jedoch bekömmlich bei Rufus immer eine Fehlermeldung das sich die Iso Nicht entpacken lässt.
    Hat da jemand noch einen Tipp jetzt schon mehrfach probiert aber aber immer wieder die selber Fehlermeldung.

    LG
    Daniel

  • Servus,
    Mit Hilfe der Anleitung habe ich Windows 10 nun auch auf einer externen USB-C SSD.
    Alles läuft prima, aber die Grafik Leistung ist total eingebrochen (im Vergleich zu Bootcamp und OSX).

    Im Windows Betrieb merkt man es nicht, aber Valley gibt beispielsweise nur 5 FPS bei HD Auflösung. In BootCamp sind es min. 60.

    AMD Treiben sind installiert.

    Nutze IMac 2017 mit RX580.

    • Update
      Wenn ich das Laufwerk statt in den Thunderbolt Port in den USB Type A stecke, ist Grafik Leistung wieder ok.

      Leider hat mir die Installation mein Standard BootCamp zerschossen.
      Parallels sagt Bootpartion ist nicht mehr vorhanden.
      Direkter Versuch BootCamp zu starten scheiterte.

      Egal jetzt läuft mein Windows von USB. Ist viel schneller als vorher BootCamp.
      Alles gut nur die Lüftersteurung geht nicht automatisch. Musste Hilfsprogramm installieren.

      Wie sind eure Erfahrungen

    • Update
      Keine Ahnung warum aber nun ist die Grafik Leistung auch über Thunderbolt bzw USB C super.
      Valley bei Max 120 und min 60 bei HD und Ultra Settings.

      Die G Technology mobile hat sich echt gelohnt.
      USB 3.1 Ver 2
      Read Write bei 400 bis 500 MB/s

      Windows ist nun gefühlt 3 mal schneller als mit BootCamp von HDD.

  • Hallo Boris, erstmal danke für die tolle Anleitung.
    Leider habe ich dabei ein gravierendes Problem: Zunächst lässt sich alles toll installieren, Windows bootet auch von der SSD. Wenn es aber darum geht, Region usw. auszuwählen fällt auf, dass die Tastatur meines MacBooks (Pro, 2017, High Sierra) funktionslos ist. Und ab da gehts für mich nicht mehr weiter, die BootCamp Treiber für Win10 sind zwar auf nem Stick, auf den Windows aber noch nicht zugreifen kann.
    Was kann ich tun?

    • Ich antworte mal selbst: Mit USB Maus und Bildschirmtastatur (die hatte ich übersehen) war es nun doch möglich, die Installation zu beenden. Nun läuft alles sehr zufriedenstellend, nochmals danke!

      • OK, das wird daran liegen, dass Windows bei der Installation keine Bluetooth-Treiber hat. Soweit ich das sehe, müsste das aber auch auf PCs zu Problemen führen, da Bluetooth-Geräte ja (oft?) nicht per BIOS unterstützt werden. Sprich: Bei der Windows-Installation sollten immer USB-Maus und USB-Keyboard verwendet werden – egal, an welchem Computer.

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