Wenn die Magic Mouse ruckelt, muss sie nicht defekt sein: Im Zweifel ist es eine ganz kleine Kleinigkeit, die das Problem verursacht.

Manchmal haben Störungen im Computerbetrieb ausgesprochen banale Ursachen: Meine Magic Mouse trieb mich in letzter Zeit immer wieder mit Ruckeln in den Wahnsinn. Die Bewegung wurde nicht erkannt, war unpräzise oder wurde nur verzögert weitergegeben. Ich tauschte die Batterien, ich setzte die Maus zurück, ich fummelte an den Bluetooth-Einstellungen herum – nichts half. Dann fand ich endlich den Schuldigen.

Der Hund macht, dass die Magic Mouse ruckelt

Der Bösewicht war ein winziges Haar, was sich in den optischen Sensor der Maus geschoben hatte. Ein Hundehaar, wie ich nach dem Entfernen mit einer Pinzette schnell herausfand. Tuto-Hund Barney fusselt um diese Jahreszeit recht ordentlich, da hilft auch regelmäßiges Bürsten nicht. Das Haar störte den optischen Sensor, der in der Magic Mouse verbaut ist, was das Ruckeln verursachte. Das perfide bei der Magic Mouse – ich schwöre auf das alte Modell, weil die Magic Mouse 2 ein Design-Fail ist – ist die Batterieabdeckung aus Alu: Sie führt dem Sensor die Haare förmlich zu, die sich an den minimal unebenen Alukanten dann festsetzen.

Magic-Mouse-2

Bei mir war ein Hundehaar die Ursache. Das ließ sich leicht entfernen.

Klappt auch bei anderen Mäusen

Ich nehme stark an, dass eine durch Haarbefall ruckelnde Maus kein reines Mac-Problem ist, sondern auch bei anderen Maus-Modellen auftritt. Deshalb hier mein Tipp an Euch: Schaut zuerst, ob der optische Sensor frei ist, wenn Eure Maus Probleme macht. Das spart im Zweifel ordentlich Zeit und Nerven. Erst wenn Ihr sicher seid, dass Hunde- und Katzenhaare nicht die Ursache sind, solltet Ihr weitere Maßnahmen ergreifen.

Über den Autor

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und manchmal in der echten Welt unterwegs.
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Kommentare

  • Ich habe noch eine zweite Ursache identifiziert: Schlecht abgeschirmte USB Kabel können dazu führen, dass die Bluetooth Verbindung zur Maus gestört wird. Hier sind vor allem schlecht abgeschirmte USB 3 Verbindungen die Ursache (billige, dünne Kabel).

      • Software ist auch so ein Ding, das einen in den Wahnsinn treiben kann. Man soll es nicht für möglich halten.

        Gerade am eigenen Leib erlebt: Plötzlich ruckelt die Magic Mouse (2. Generation). Obwohl sie den ganzen Tag tadellos funktioniert hat.

        Was ist passiert? Ich arbeite an zwei Bildschirmen. Der rechts befindet sich näher am MacBook als der zentriert stehende. Ich bin Rechtshänder, habe die Maus also auf der rechten Seite, also generell schon mal „näher“ am MacBook dran.

        Bewege ich den Mauszeiger über den rechten Bildschirm ist alles okay. Bewege ich ihn über den vor mir stehenden fängt der Mauszeiger plötzlich an zu blockieren, stehen zu bleiben zu ruckeln, hängt. Unmöglich so zu arbeiten.

        Dabei ist die Maus-Hand-Position unverändert!

        Ich wische mit zwei Fingern über die Maus zum zweiten Schreibtisch-Bild auf dem Frontmonitor. Dort ist Google Chrome im Fenstermodus geöffnet. Der Mauszeiger „fliegt“ einwandfrei über den Bildschirm.

        Ich wische wieder zurück. Sofort hakt der Zeiger.

        Welche Software lässt ihn plötzlich haken? Microsoft Word für macOS. Ich habe ein 38 Seiten Word-Dokumenten im Bearbeiten-Modus geöffnet im Vollbild geöffnet. Bewege ich den Mauszeiger über MS Word, hakt er sofort. Außerhalb von Word nicht.

        Unglaublich!

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