Wenn die Windows-Oberfläche mal wieder im Schneckentempo arbeitet, hilft ein Uralt-Trick weiter. Windows schneller machen ist immer gut – probiert es einfach aus!

Hach Windows, altes Haus: Immer mal wieder muss ich mit dir arbeiten, immer mal wieder gehst du mir auf den Senkel. Zuletzt wieder beim Artikel-bedingten Einsatz von Windows 10 und Windows 7 in virtuellen Maschinen. Trotz diverser Maßnahmen für mehr Windows-Speed ruckelten und zuckelten die Fensterchen traurig über meinen MacBook-Bildschirm. Schön war das nicht, aber leider nötig. Dann erinnerte ich mich an einen uralten Kniff aus düsteren Windows-Intern-Zeiten:  Ein Windows-Tuning-Trick aus der Mottenkiste – der überraschenderweise tatsächlich etwas bringt heute noch zieht. 

Weniger Effekte – schnelleres Windows

Der Trick für ein schnelleres Windows auf lahmer Hardware: Schaltet die visuellen Effekte ab! Ob beim Verschieben von Fenstern, beim Minimieren oder beim Scrollen durch Fenster: Windows setzt fast überall auf kleine optische Spielereien und Animationen, die die Optik des Systems auflockern sollen. Was auf aktueller Hardware kein Problem bedeutet, kann bei knappen Ressourcen schnell zu Rucklern führen. Aus diesem Grund erlauben alle Windows-Versionen, die Effekte anzupassen. Am meisten Leistung kitzelt Ihr aus Eurer Windows-Kiste, wenn Ihr die optischen Anpassungen komplett deaktiviert. Dazu geht Ihr folgendermaßen vor:

  1. Öffnet die Systemeigenschaften. Das geht am schnellsten über Windows-Taste + R und Eingabe von Sysdm.cpl.
  2. Wechselt hier auf die Registerkarte Erweitert. Hier klickt Ihr unter Leistung auf die Schaltfläche Einstellungen.
  3. Im nun geöffneten Fenster Leistungsoptionen aktiviert Ihr die Einstellung Für optimale Leistung anpassen.
  4. Übernehmt die Änderungen mit einem Klick auf Ok.

Windows schaltet nun sämtlichen optischen Firlefanz ab – wir nennen das im Tuto-Jargon gerne „Mirco-Modus“ ;) . Tatsächlich werdet Ihr schnell merken, dass der Verzicht auf Animationen etc. die Bedienung der Windows-Oberfläche deutlich geschmeidiger gestaltet. Angenehmer Nebeneffekt: Auf einem Laptop erreicht Ihr in der Praxis auch eine längere Akkulaufzeit, weil die Grafikkarte seltener anspringt. Wunder dürft Ihr hier natürlich nicht erwarten, ein wenig besser wird es aber in jedem Fall.

Windows 10 Leistung

Ob Windows 7, 8 oder Windows 10: Über die Leistungsoptionen könnt Ihr das System schneller machen.

Optische Effekte von Windows individuell anpassen

Ihr müsst natürlich unbedingt den Holzhammer-Weg gehen, um Windows schneller zu machen. In der Liste unten dürft Ihr nämlich individuell entscheiden, welche Effekte Windows nutzen soll und welche nicht. Je nach Bildschirm sehen Schriften unter Windows beispielsweise grausam aus, wenn die Option Kanten der Bildschirmschriftarten verfeinern abgeschaltet ist. Klickt Euch einfach durch die Optionen und prüft, ob Ihr sie wirklich braucht. Denkt aber immer dran: Je mehr Ihr aktiviert, desto lahmer wird Windows. Probiert es einfach aus.

Leistungsoptionen anpassen

Ihr könnt die Leistungsoptionen von Windows natürlich nach eigenem Gutdünken anpassen.

Ja, für viele von Euch ist das sicherlich ein alter Hut. Doch in einer virtuellen Maschine oder auf einem lahmen Rechner kann der Verzicht auf die optischen Spielereien tatsächlich Gold wert sein. Probiert es einfach einmal aus und berichtet uns, was Ihr davon haltet! Noch mehr Tipps und Tricks zu Windows findet Ihr in unserer Microsoft-Abteilung.

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Über den Autor

Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

Wie und womit ich tagtäglich arbeite, erfahrt Ihr hier.

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