Ihr habt einen 120 oder 144 Hertz-Monitor, könnt unter Windows aber trotzdem nur mit 60 Hz arbeiten? Das lässt sich mit wenigen Klicks beheben!

Immer mehr moderne Gaming– und Office-Monitore bieten Bildwiederholfrequenzen von 120 oder 144 Hertz anstelle der standardmäßigen 60 Hertz. Das resultiert in einer flüssigeren Spieldarstellung und weniger „Tearing“ von Bildinhalten. Ein weiterer Vorteil ist ein deutlich weniger wahrnehmbares Flackern, was die Augen schont. Es lohnt sich also, auch außerhalb von Spielen mit höheren Hertz-Zahlen zu arbeiten. Damit Ihr aber von den hohen Bildraten profitieren könnt, ist gegebenenfalls ein manueller Eingriff nötig. Wir zeigen Euch, wie Ihr die Bildrate unter Windows 10 optimal einstellen könnt. 

Ich habe aktuell den Asus MG248Q im Test, der eben jene Bildrate von 144 Hertz beherrscht – zumindest in der Theorie. Der integrierte FPS-Zähler (eines dieser schön-schrägen Gaming-Gimmicks, die Asus seinen aktuellen Monitoren verpasst 😉 ) zeigte aber unter Windows 10 konstant die lahmen 60 Bilder pro Sekunde. Auch ein Blick in die Einstellungen des NVIDIA-Treibers bestätigten den schlechten Eindruck: Mehr als 60 Hertz konnte ich nicht einschalten. Die Lösung steckte an einer anderen Stelle, nämlich den erweiterten Anzeigeeinstellungen.

Nur 60 Hz auf einem 144 Hz-Monitor? das lässt sich ändern!

So aktiviert Ihr die höheren Bildraten in Windows 10:

1. Anzeigeinstellungen aufrufen

Öffnet zunächst die Anzeigeeinstellungen. Wie in allen Windows-Versionen geschieht das auch in Windows 10 am schnellsten per Rechtsklick auf den Desktop und Auswahl von „Anzeigeeinstellungen“.

2. Adaptereigenschaften öffnen

In diesem Menü könnt Ihr unter anderem die Auflösung des Monitors einstellen oder bei mehreren Monitoren die Anordnung der Desktops festlegen. Wir interessieren uns aber für die so genannten „Adaptereigenschaften“. Um diese zu öffnen, klickt Ihr zuerst auf „Erweiterte Anzeigeeinstellungen“. Nun scrollt Ihr ganz nach unten und klickt auf „Adaptereigenschaften anzeigen“.

3. 120 bzw. 144 Hertz aktivieren

Wechselt im nun angezeigten Menü auf den Reiter „Monitor“. Hier könnt Ihr nun im Bereich „Monitoreinstellungen“ über das Dropdown-Listenfeld „Bildschirmaktualisierungsrate“ die korrekte Bildrate für Euer Display einstellen. Mit einem Klick auf „Übernehmen“ schaltet Windows 10 die Darstellung um und Ihr könnt Euren High End-Monitor endlich voll und ganz auslasten 🙂

In den Adaptereigenschaften von Windows stellt Ihr die korrekte Bildrate für Euren Monitor ein

Die Unterschiede zwischen 60 und beispielsweise 144 Hertz machen sich auch abseits von Spielen absolut bemerkbar. Direkt nach der Umstellung werdet Ihr beispielsweise feststellen, dass der Mauscursor sehr viel „weicher“ über den Bildschirm huscht und Fensteranimationen oder das Scrollen im Browser Eurer Wahl deutlich flüssiger vonstatten gehen.

So soll es sein: Mit 144 Hertz machen nicht nur Spiele mehr Spaß!

In Spielen ist der Unterschied natürlich noch sehr viel deutlicher zu spüren, solange Eure Grafikkarte die nötigen Frameraten liefert. Ein schönes Beispielsvideo, das den Unterschied zwischen 60 und 120 Hertz vorstellt, liefert zum Beispiel YouTuber „3kliksphilip“. Ob man nun den Unterschied zwischen 120 und 144 Hertz ebenfalls so deutlich erkennen kann, überlasse ich mal den Goldaugen unter Euch 😉

Ich persönlich möchte eigentlich nicht mehr zu 60 Hertz zurück, und zwar weder auf dem Desktop noch in Spielen – was insofern blöd ist, als dass Asus ihren Monitor demnächst zurückverlangen wird 🙁  😉

Apropos: Ich habe die Einrichtung des 144 Hertz-Modus bewusst unter Windows 10 präsentiert, weil ich keine Möglichkeit habe, das Ganze unter „echten“ Bedingungen auf Windows 7 oder Windows 8.1 zu testen. Allerdings sollten auch dort die Bildraten über die Anzeigeeigenschaften realisiert werden – schreibt einfach in die Kommentare, wie es bei Euch aussieht!

Weitere (hoffentlich) spannende Tipps, Tricks und Anleitungen zu Windows gibt’s wie immer auf unserer Übersichtsseite zum Thema.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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