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Alternativen Magsafe bei älteren Macbooks nachrüsten

Ein magnetisches Ladekabel kann Macbook, iPad und Co. vor Beschädigungen und Stürzen durch Kabel-Stolpern zu schützen. Wir zeigen Euch, worauf Ihr achten solltet.

Mit den neuen Macbook Pros 2021 hat Apple endlich den guten, alten Magsafe-Anschluss zurückgebracht. Das ist gut, allerdings kommen derzeit nur Geräte in den Genuss des magnetischen Ladekabels, die auch die entsprechende Buchse besitzen. Kein Problem: Es gibt eine einfache Möglichkeit, Magsafe an Macbooks nachzurüsten – und darüber hinaus an jedem anderen USB-C-Gerät.

Magsafe-Nachrüstung für Macbooks mit USB-C-Anschluss

Grundsätzlich ist eine Nachrüstung für alle Macbooks mit USB-C-Anschluss möglich, also alle Intel-Macbooks seit 2014 und dem Pro/Air seit 2016 bzw. 2018 sowie den 2020er-M1-Macs. Kurzum für alle Macs, die mit einem USB-C-Ladegerät ausgestattet wurden. Die Technik heißt dann natürlich nicht “Magsafe” – hierbei handelt sich um ein Apple-Patent –, aber das Prinzip ist das gleiche: Ein magnetischer Ladeanschluss schützt das Macbook vor Stürzen, die durch ein Stolpern über das Ladekabel verursacht werden.

Magnetischer Ladeport für alle USB-C-Geräte

Das Funktionsprinzip der Nachrüst-Lösungen für Magsafe ist recht einfach: Statt eines festen Steckers hat das Ladekabel an einem Ende einen magnetischen Stecker, der dauerhaft in den USB-C-Port gesteckt wird. An diesen wird das restliche Kabel mit einem soliden Magneten angedockt. Stolpert man über das Kabel, wird nicht der Laptop in den Tod gezogen, sondern einfach nur die magnetische Verbindung gekappt. Das ist ebenso einfach wie sicher, allerdings verliert ihr dabei einen USB-C-Port am Rechner. Der magnetische Stecker kann aber natürlich auch jederzeit wieder entfernt werden.

Achtung, Leistung beachten!

Wenn Ihr Euch einen Nachrüst-Magnetstecker für das Macbook nach dem Magsafe-Prinzip anschaffen wollt, solltet Ihr darauf achten, dass das Kabel möglichst viel Ladeleistung unterstützt: Gerade einfachere magnetische Kabel, wie sie für Smartphones eingesetzt werden, liefern nämlich nicht genügend Leistung. Achtet beim Kauf also auf die Watt-Angabe: Die Hersteller der Drittanbieter-Lösungen geben nämlich in aller Regel an, wie viel Leistung das Kabel durchlässt. Das seht Ihr auf den ersten Blick: Nur Kabel, die an beiden Enden einen USB-C-Stecker haben, sind überhaupt geeignet.

Wieviel Watt sind sinnvoll?

Modernes USB-C erlaubt bis zu 20 Volt bei bis zu 5 Ampere, also bis zu 100 Watt – ausreichend für alle Macbooks. Die meisten magnetischen Kabel erlauben hier bis zu 60 Watt, aber es gibt auch magnetische Adapter für das Macbook-Ladekabel: Diese werden zwischen Ladekabel und Mac gesteckt und unterstützen die volle Leistung. Bei beiden Typen ist aber immer die Obergrenze wichtig: 30 Watt laden ein Macbook Air mit dem Standard-Netzteil, 45 Watt ein kleines Macbook Pro, 60 Watt und mehr größere Geräte. Je mehr, desto besser, denn wenn das Netzteil entsprechend Saft liefert, können natürlich auch kleinere Macbooks schneller geladen werden.

Magnetische Kabel mit Datenleitung

Manche dieser magnetischen Ladekabel bieten dabei sogar eine Datenleitung: Dadurch eignen sie sich auch zum Überspielen von Daten, etwa vom Smartphone auf den PC oder einem Mac auf eine externe SSD. Auch hier gilt: Beachtet die Datenraten, für eine effektive Nutzung sind mindestens 5 GBit/s (USB 3.0-Standard) sinnvoll. Oft haben die Kabel “nur” 480 MBit/s – das ist aus heutiger Sicht sehr langsam und entspricht dem USB 2.0-Standard. Auch hier können magnetische Adapter für das beim Rechner mitgelieferte Kabel sinnvoll sein: Da das Macbook-Ladekabel auch eine leitungsstarke Datenleitung hat, wird diese mit einem Adapter magnetisch übertragen

Magsafe-Alternativen sind für alle USB-C-Geräte geeignet

Magsafe-Alternativen als Nachrüst-Lösung haben aber noch einen anderen großen Vorteil: Sie eignen sich, anders als Apples natives System, natürlich auch für alle anderen Geräte mit USB-C-Anschluss, etwa iPads, Smartphones, Konsolen wie die Nintendo Switch oder moderne Digitalkameras: Einfach das magnetische Endstück einstecken und schon ist Magsafe nachgerüstet. Und wenn Ihr mehrere magnetische USB-C-Köpfchen den jeweiligen Kabels zur Hand habt, könnt Ihr obendrein alle Geräte mit einem einzigen Kabel und Netzteil laden – ideal im Urlaub oder wenn Ihr viel unterwegs seid.

Jeder Hersteller backt seine eigene Lösung

Gerade diese zusätzlichen Köpfchen können aber problematisch werden: Sie sind je nach Kabelhersteller nur schwer oder zu einem hohen Preis zu beschaffen. Der Grund für dieses Problem ist, dass die zumeist chinesischen Hersteller der magnetischen Ladekabel jeweils wieder eigene, proprietäre Pin-Anordnungen verbauen, wodurch meist nur bestimmte Kabel zu bestimmten Endstücken passen. Trotzdem: Mit einem magnetischen Ladekabel seid Ihr jederzeit gut ausgerüstet!

Christian Rentrop

Diplom-Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Schreiberling in Totholzwäldern und auf digitalen Highways unterwegs. Öfter auch auf der Vespa oder mit dem Wohnwagen unterwegs. Seit 2020 Tochtervater, dementsprechend immer sehr froh über eine kleine Kaffeespende.

Ein Kommentar

  1. Theoretisch gebe ich dir Recht. In der Praxis haben diese Adapter aber einen großen Nachteil. Ich habe mir für mein 21er Macbook Pro den Adapter von XtremeMac gekauft.
    Problem 1: der kabelseitige Adapter ist so breit, daß ein Kabel in den zweiten USB-C Anschluß nur mit Mühe reingeht. Bei meinem geht das gerade noch, es gibt aber auch andere, die den zweiten Port direkt überdecken. Gut, das ist zum Teil auch Apples Schuld, aber man könnte den Adapter auch anders designen.
    Problem 2. Warum sind diese Adapter abgewinkelt? Das macht überhaupt keinen Sinn, außer daß man mit dem Kabel einen wunderbaren Hebel hat, gegen den der Magnet keine Chance hat. Das Kabel bei meinem alten 13er Pro ist wirklich nur dann abgegangen, wenn es das auch sollte. Der Hebel am Adapter hat das alle zehn Minuten geschafft. Das funktioniert nur, wenn das Book auf einem großen Tisch steht, wo das Kabel sich ausruhen kann. Gemütlich auf der Couch? Keine Chance.

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