
Die Aufgabe ist eigentlich einfach: Die Fahrradtour spontan unterbrechen und mal eben ein Würstchen grillen. Oder sich auf die nächste Grünfläche, ans nächste Ufer oder einen See setzen - und ein Würstchen grillen. Aber wer schleppt schon ständig einen Grill und Kohle herum? Ab jetzt: Ich :)
Vor 4 Jahren habe ich mal einen kleinen Klappgrill gekauft, etwa so groß wie ein 17-Zoll-Laptop, doppelt so dick. Da können 3 Leute bequem mit verköstigt werden und er passt so gerade eben in meinen Rucksack. Das ist schon ziemlich mobil, aber weder schleppt man das Ding provisorisch mit sich herum, noch zündet man ihn mal eben für einen kleinen Snack an. Hier isser:
Nun gibt es viele kleine Grills, selbst solche, die quasi in die Hosentasche passen - weil sie aus vielen kleinen Stäbchen bestehen, die zusammengebastelt werden wollen. Mir zu viel Gefrickel. Ich wollte wieder einen Klappgrill.
MikaMax vermarktet den World's Smallest BBQ und in der Tat, kleiner wird's wohl nicht. Das Ding ist nicht perfekt, aber ziemlich gut! Der Grill im Koffer-Stil hat zwei ausklappbare, stabile Füße, eine zweiteilige Wanne für die Kohle und ein kleines Grillrost.

Besonders praktisch: Eine Minimalladung Kohle und Grillanzünder kann man direkt im Grill transportieren!
Ich mach's kurz, hier Eindrücke, Pros und Contras:
- Klein genug, um provisorisch im Rucksack zu sein
- Heiß genug, um sämtliches Grillgut zu verbrennen (muss aber nicht ...)
- Kühlt nach getaner Arbeit ziemlich schnell ab, da nicht allzu massiv
- Grillfläche ein wenig zu kurz für eine Deutsche "Norm-Bratwurst"
- Perfekt für etwas kleinere Würstchen, Nürnberger, Spieße, kleine Patties, Grillkäse
- Ausklappen, aufbauen: Völlig problemlos
- Abbauen, einklappen: Völlig problemlos, verzieht sich nicht zu sehr durch Hitze
Alles in allem ist der Grill wirklich ordentlich, wenn man zwei Dinge bedenkt: Man sollte nicht mit der Kohle sparen, die Wanne sollte voll sein. Und das Grillgut sollte wirklich genau auf die Größe abgestimmt sein! Das heißt zum einen, dass die Größe passen muss - Standardwürstchen sind schon etwas zu groß, die üblichen fertig marinierten Steaks natürlich auch. Und es sollte nicht allzu lange zum Garen brauchen, denn die maximal fünf, sechs Brickets, die da rein passen, werden zwar heiß, aber es fehlt nun mal an Masse.
Persönlich werde ich das Teil wohl ausschließlich für Würstchen verwenden, schon allein, um die Sauerei in Grenzen zu halten. Das einzige, was ich wirklich vermisse: Passende Spieße samt Halterungen. Das einzige, was (für den deutschen Markt) nicht ganz durchdacht ist, ist die Grillfläche: Würstchen sind hierzulande in der Regel zwischen 15 und 20 cm lang, für den Mini-Grill sollte eine Wurst maximal 14 cm lang sein, ansonsten bleiben die Enden blass.
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