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Hardware

Synology NAS: Große Dateien und Ordner finden und löschen

Der NAS-Speicher wird knapp? Dann solltet Ihr die Platzfresser finden und entfernen.

So ein NAS ist ja bekanntlich vieles, etwa Host für virtuelle Maschinen, Backup-Ziel oder andere spannende Dinge. Doch oft ist es auch ein einfach nur eine Abladestelle für Dateien aller Größenklassen – und als solche irgendwann an seiner Kapazitätsgrenze. Die NAS-Systeme von Synology bieten aber eine integrierte Möglichkeit, platzfressende Daten auf den internen Festplatten aufzustöbern und bei Bedarf Speicherplatz auf dem NAS freizugeben. Wir zeigen Euch, wie Ihr dabei vorgeht.

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Synology DSM: Belegung per Speicher-Analysator prüfen

Im Synology DiskStation Manager findet Ihr mit dem Speicher-Analysator ein erstaunlich mächtiges Werkzeug, mit dem Ihr die Speicherbelegung Eures NAS-Systems detailliert auswerten könnt. Das Modul erstellt wahlweise vollautomatisch oder auch manuell einen Bericht, der die Festplattenbelegung Eures NAS anzeigt.

Auf diese Weise könnt Ihr im Datenwust leicht herausfinden, sich große Dateien oder Ordner verstecken. In meinem Fall habe ich beispielsweise ein vor Jahren erstelltes Backup eines längst verkauften Laptops gefunden, an das ich gar nicht mehr gedacht habe.

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Der Speicher-Analysator beherrscht tatsächlich eine ganze Menge an Funktionen. So könnt Ihr beispielsweise die Speichermengen der einzelnen Benutzerkonten gezielt auswerten, bestimmte Dateitypen suchen oder auch die Speicherbelegung im Laufe der Zeit visualisieren. Wir konzentrieren uns hier tatsächlich auf die Kernfunktion „Große Dateien finden“ – gewissermaßen das WinDirStat für Euer NAS ;-)

So erstellt Ihr einen Speicherbericht auf Eurem Synology-NAS

Die Speicheranalyse ist auf allen NAS-Systemen von Synology vorinstalliert. Loggt Euch zunächst mit einem Administratoren-Konto in den DiskStation Manager ein. Hier startet Ihr den Speicher-Analysator über das Startmenü oben links.

Nun müsst Ihr als erstes einen neuen Bericht anlegen. Klickt dazu unten auf die Schaltfläche Erstellen. Im nun startenden Assistenten vergebt Ihr einen Namen für den Bericht und könnt bei Bedarf festlegen, ob dieser automatisch aktualisiert werden soll. Anschließend bestimmt Ihr Schritt für Schritt, welche Daten in den Bericht einfließen sollen. Aktiviert einfach die entsprechenden Haken oder bleibt bei der Standardeinstellung.

Auf Wunsch schränkt Ihr die Analyse auf bestimmte NAS-Freigaben ein, etwa den Foto-Ordner. Im letzten Schritt habt Ihr noch die Möglichkeit, nach Datei-Duplikaten zu forschen. Das dauert länger, birgt aber auch besonders hohes Potenzial, überflüssige Platzfresser auf dem NAS zu finden.

Am Ende bekommt Ihr noch eine Zusammenfassung angezeigt. Seid Ihr zufrieden, übernehmt den Bericht-Auftrag mit einem Klick auf Fertig. Er erscheint nun unten in der Liste. Hier startet Ihr ihn per Rechtsklick Habt Ihr den Berichte-Job angelegt, erscheint er unten in der Liste. Um nun die Speicheranalyse zu starten, klickt Ihr den Eintrag mit der rechten Maustaste an und wählt Berichte jetzt erstellen.

Ihr könnt mehrere Berichtsprofile speichern, um verschiedene Analysen durchzuführen.

Speicherbericht auswerten und große Dateien finden

Wartet nun, bis der Bericht mit der Meldung Erfolgreich abgeschlossen ist. Anschließend klickt Ihr doppelt auf den Bericht, um ihn zu öffnen. Und nun: Tobt Euch aus ;-) Über das Menü auf der linken Seite durchforstet Ihr die verschiedenen Analysemodule.

Unter Nutzung sehrt Ihr nun im WinDirStat-Stil die verschiedenen Freigaben und Ordner Eures NAS-Laufwerks. Klickt Ihr eine Zeile an, gelangt Ihr in die Detailansicht und erkennt auf diese Weise sofort, welche Ordner den meisten Platz belegen.

Navigiert durch die Ordnerstruktur, um besonders große Verzeichnisse zu entdecken.

Im Abschnitt Benutzerquote seht Ihr hingegen, welche der eingerichteten Nutzer wie viel Platz auf der Platte belegen. Dateityp zeigt Euch hingegen an, in welchem Verhältnis die die verschiedenen Dateiarten – beispielsweise ZIP-Archive – den Speicherplatz beanspruchen.

Hier fehlt mir allerdings eine Möglichkeit, direkt eine Liste aller Dateien eines Typs aufzurufen. Oder habe ich da was übersehen? Verratet es mir gerne in den Kommentaren ;-)

Ziemlich viele ZIP-Archive – wo genau die sind, muss ich aber an anderer Stelle herausfinden.

Richtig interessant wird es nun aber links im Bereich Datei unter den Abschnitten Duplikate und vor allem Größe. Ersterer zeigt Euch – sofern Ihr die Funktion aktiviert hat – doppelte Dateien an, die Ihr bei Bedarf per Klick auf das Mülleimer-Symbol an einem Ort löschen könnt. Unter Größe findet Ihr nun hingegen die großen Dateibrocken.

Bei Bedarf filtert Ihr hier über die Auswahlfenster oben noch nach Ordner oder mit Größer als nach Dateigrößen. Ein Klick auf den Dateipfad öffnet den Dateiexplorer Synology File Station, in dem Ihr bei Bedarf große Dateien löschen oder an einen Ort verschieben könnt.

Der Speicher Analysator ist tatsächlich ein hervorragendes Werkzeug dafür, große Dateileichen auf Eurem NAS zu finden. Diese könnt Ihr wahlweise löschen, auf eine externe Festplatte verschieben oder auch den internen Speicher Eures Synology-NAS erweitern. Wie das geht, zeigen wir Euch in diesem Tuto. Übrigens: Leicht zu übersehen, aber gleichzeitig eine der einfachsten Methoden, den NAS-Speicher freizugeben, ist das Leeren der Papierkörbe ;-)

Noch mehr Tipps und Tricks rund um die NAS-Systeme von Synology haben wir massenhaft unter diesem Link. Noch mehr rund um Hardware aller Formen und Farben sammeln wir hingegen hier für Euch.

(Einstiegsbild: Synology / Montage)

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

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3 Kommentare

  1. Der Speicherbericht ist ja altbekannt und gehört seit Jahren zur Standardfunktion.
    Interessanter wäre aber eine Massenbearbeitung von Dateinamen (Batch-Rename) direkt auf dem Server. Externe Tools brauchen dafür zu lange und steigen bei vielen Dateien auch gerne mal aus. Über die Gui habe ich bisher nichts gefunden.
    Per Shell wird das Ganze schnell kompliziert (und fehleranfällig)

    1. Hi Martin,

      och, ich wette, so manch ein Synology-User kennt die Analyse vielleicht doch noch nicht ;-)

      Was das Umbenennen angeht: Würde es nicht ausreichen, den Vorgang mit einem Desktop-Tool und eingebundener Synology-Freigabe durchzuführen…? Ich habe das gerade mal aus Interesse unter Windows (mit Ant Renamer) sowie macOS (mit Bordmitteln) ausprobiert und es ging problemlos. Waren jetzt aber fairerweise auch nur knapp 100 Dateien, wie gut das dann mit größeren Mengen klappt, weiß ich auch nicht ^^

      1. Wie bereits geschrieben: externe Tools steigen beim Umbenennen gerne mal aus; ich rede hier von einem Server in einer Marketingabteilung mit gewachsenen Daten (und ‚kreativer‘ Dateibenennung inkl. ‚verbotene Zeichen‘ > Mac / und Windows : ); d.h. ca. 30 Jahre gewachsene Daten (knapp 10 TB)…
        Ich werde mich wohl durch die Shell quälen müssen aber ein Klicki-Bunti-Tool (Gui) von Synology wäre deutlich komfortabler

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