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eufyCam 2C: Kabellose Überwachungskameras ohne Abo-Falle!

Endlich! Mein Wehklagen wurde erhört! Wie schon im Canary-Test gefordert, bietet jetzt die Konkurrenz von eufy ein günstiges Komplettsystem für Überwachungskameras an: die eufyCam 2C. Das Set bestehend aus der HomeBase und zwei Satellitenkameras bietet vollumfängliche Videoaufnahmen an, die lokal gespeichert und lokal ausgewertet werden, bei hohem Einrichtungskomfort an.  Doch kann eufy meine hohen Erwartungen erfüllen? Wie schlägt sich das System in der Praxis? Dies klärt dieser Tuto!

eufyCam 2C: Einrichtung

Uff, da kommt ein kompaktes Paket: Zwei Kameras, eine HomeBase, Lan-Kabel, Netzteil für die Basis und eine Menge kleiner Schrauben und Halterungen, um die Satelliten zu befestigen. Die Kameras haben einen eingebauten Akku, halten ca. 180 Tage bis zum ersten Ladevorgang und kommunizieren per eigenem WLAN mit ihrer Basis. Jede Kamera hat eine interne 16-GB-Karte, auf der die letzten Clips aufgezeichnet werden. Dabei kann zwischen optimierter Aufnahme (20 Sekunden Clips) und langer Aufnahme (60 Sekunden) variiert werden.

Eufycam 2C App für iPhone
Die App der eufyCam 2C ist übersichtlich und hilft bei der Einrichtung der Kameras.

Mit einer mitgelieferten App für iOS und Android kann die Basisstation eingerichtet werden. Diese ist per LAN Kabel mit dem Heimnetzwerk verbunden und kann auf Wunsch auch per 2,4 Ghz WLAN eingebunden werden. Schade, dass hier keine 5Ghz Verbindung möglich ist. Die Ersteinrichtung erfolgt rasch und problemlos, einfach den Anweisungen in der App folgen. Aber Achtung: Die Basis spricht mit uns, und das sehr laut. Erst nach der Einrichtung kann die Stimmlautstärke runterreguliert werden, was man auch tun sollte.

Die Kameras der eufyCam 2C

Das Herzstück der eufyCam 2C sind die Kameras. Die kleinen Satelliten sind nach IP67 zertifiziert und bieten 1080p-Aufnahmen aus einem 140° Weitwinkelobjektiv. Die Aufnahmen sind auch bei zugeschalteter Nachtsicht klar erkenntlich. Zudem hat jede Kamera eine kleine LED, die als Scheinwerfer dienen kann. Ein Außenfluter ist als Zubehör gelistet, jedoch nicht in Europa verfügbar.

Die Kamera im Außeneinsatz.

Mit einem beliebigen MicroUSB Kabel lassen sich die Kameras laden, die dann 180 Tage autark arbeiten. Für jede Szene lässt sich individuell die Reaktionssensivität der Bewegungserkennung festlegen. In der HomeBase analysiert ein Chip mit fest verdrahteter KI-Logik ob ein Mensch oder etwas anderes die Ursache für das Auslösen der Kamera war. Dies funktioniert erstaunlich gut. Außerdem sind die Kameras in der Lage eigenständig die Gesichter zu extrahieren. Dies ist schon mal ein schönes Feature, das in Zukunft sicher weiter ausgebaut wird.

Erwischt, Maus! Die Bewegungserkennung der eufyCam 2C macht einen sehr guten Job.

Löst die Bewegungserkennung aus, bekommt ihr eine Push Nachricht auf euer Handy und die Möglichkeit einen 20 Sekunden Clip mit der auslösenden Szene anzuschauen. Das funktioniert  äußerst schnell und zuverlässig.

Verbindung nach außen

Die HomeBase erstellt für die Kameras ein eigenes Mesh-WLan. Das kann Vor- und Nachteile haben. Bei mir auf ca. 80m² (Gründerzeit Altbau mit massiven Wänden) bekomme ich das Signal knapp durch die Wohnung ohne eine weitere Kamera aufzubauen. Hierfür gibt es ein Daumenhoch!

Ein Blick auf die Live-Ansicht der eufyCam 2C.

A propos Kamera aufbauen, die Kameras der eufyCam 2C haben ein kleines Gewinde an der Hinterseite, somit sollten Stative und Halterungen von Drittanbietern kein Problem darstellen. Leider ist keine 2 Faktor Verifizierung angedacht, sodass bisher dieses Sicherheitsmerkmal rausfällt. Vielleicht bessert eufy hier noch mal nach?

Kein Abo – keine laufenden Kosten

Es ist mir eine große Freude zu berichten, dass die eufyCam 2C komplett auf eine Abo-Lösung verzichtet! Die Videos werden lokal gespeichert (auf Wunsch auch auf einem heimischen NAS) und kommen nicht zu eufy in die Cloud. Für den Winter 2020 hat eufy jedoch auch HomeKit Secure Video Support angekündigt: Solltet ihr also eh mindestens einen 200GB iCloud Plan beziehen, könnt ihr die Videos auch verschlüsselt über Apples HomeKit Protokoll in deren Wolke speichern!

eufyCam 2C: Erweiterungen

Für knapp 100 Euro können weitere Satelliten dazu bestellt werden, ebenso ein Fenster und Türkontakt. Dessen Batterie soll knappe 2 Jahre halten. Die HomeBase dient dann als Sirene: Löst das Überwachungssystem aus, bekommt ihr einen Push und der Einbrecher einen Schreck. Ob noch mehr Zubehör nach Europa kommt, steht in den Sternen, für die USA wird auch eine Klingellösung à la Ring von Amazon geworben.

Fazit: Die eufyCam 2C macht vieles richtig

So wollte ich ein Einsteiger-Kamerasystem haben: Einfache Einrichtung, wertige Hardware und keine Abo-Kosten. Hier kann bedenkenlos zugegriffen werden, egal ob Apple HomeKit, Google Home oder Amazon Alexa im smarten Zuhause das Sagen haben! Eufy liefert mit der eufyCam 2C gute Technik zu einem für das Gebotene fairen Preis. Wenn eine 2F-Sicherheitslösung und vielleicht noch mehr Zubehör für die HomeBase erscheint, wäre das Angebot fast konkurrenzlos gut.

Noch mehr Smart-Home-Themen findet Ihr hier, allgemeine Hardware-Themen sammeln wir hier für Euch.

eufyCam 2C: Die besten Angebote

Benjamin Mewes

Technikbegeistert und programmieraffin seit den wilden Jugendtagen (QBasic, Delphi, R, Python, Fortran 77, Java). Heim-Automatisierung mit HomeKit und alles rund um macOS und iOS sind meine Steckenpferde!

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