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Anleitung: Raspberry Pi mit Raspberry Pi Imager einrichten

So einfach gelingt die Installation von Raspberry Pi OS, Kodi und Co auf dem Mini-Computer

Beim Raspberry Pi führen viele sprichtwörtliche Wege ins sprichwörtliche Rom: Wir haben Euch in der Vergangenheit schon die eine oder andere Weise gezeigt, den vielseitigen Single Board Computer an den Start zu bringen. Seit Mai 2020 ist die ohnehin schon einfache Einrichtung des Raspi noch ein gutes Stück einfacher geworden. Möglich macht es der offizielle Raspberry Pi Imager, der die Installation diverser Betriebssysteme auf dem Pi größtenteils automatisiert. Wir zeigen Euch, wie Ihr damit die offizielle Debian-Distribution Raspberry Pi OS (ehemals Raspbian), Kodi, Retropie und Co. einrichten könnt.

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Raspberry Pi einrichten 2020: das braucht Ihr

Um einen Raspberry Pi in im Jahr 2020 an den Start zu bringen, braucht Ihr natürlich vor allem einen… Raspberry Pi ;-) Wir empfehlen dazu natürlich am besten das derzeit aktuelle Modell, den Raspberry Pi 4; die unten vorgestellte Lösung funktioniert aber auch mit allen anderen aktuellen Raspi-Modellen. Wollt Ihr diesen für den Desktop-Betrieb mit Raspberry Pi OS nutzen, solltet Ihr zur Variante mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher greifen oder sogar in die mit 8 GB investieren.

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Für den Betrieb des Mediacenters Kodi, des Allround-Emulators Retropi oder auch für die meisten Bastelprojekte (inklusive dem Pi als NAS) genügen meiner Meinung auch die Varianten mit 2 oder gar nur 1 Gigabyte RAM.

Raspberry-Pi-Imager-Anleitung
Ein Pi und eine microSD-Karte – das Traumduo für SBC-Spaß.

Ansonsten braucht Ihr neben dem passenden Netzteil und Eingabegeräten wie Tastatur und Maus natürlich noch eine passende microSD-Karte für den Raspberry Pi. Wie groß diese sein soll, hängt von Euren Ansprüchen ab und was Ihr so darauf lagern wollt. Für Kodi, dass Dinge aus dem Netzwerk spielt, reichen schon popelige 8 GB, wollt Ihr hingegen eine komplette ROM-Sammlung oder ein fertiges Retropie-Image (…mehr sagen wir an dieser Stelle nicht ;-) ) darauf lagern, dürfen es auch gerne 256 GB sein.

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Nicht unbedingt Pflicht, aber gerade für den Raspi 4 empfehlenswert ist ein Gehäuse mit guter Kühlung. Ich nutze für meine beiden 4er das erfreulich gute Argon Neo Case, das nicht nur schick ist, sondern dank passiver Kühlung auch ohne surrenden Lüfter auskommt. Dennoch bleibt der Pi darin schön kühl.

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Natürlich könnt Ihr aber auch eine der Myriaden an Alternativen in Sachen Pi-Gehäuse greifen oder Euren Raspi auch einfach nackend betreiben – ich verurteile Euchd dafür nicht ;-).

Alles bereit? Dann ans Eingemachte!

1. Raspberry Pi Imager herunterladen

Ihr findet die jeweils aktuellste Version des Raspberry Pi Imagers direkt bei der Pi Foundation zum Download. Das Programm steht für Windows, macOS und Linux zur Verfügung. Unter Linux könnt Ihr es natürlich auch über die Kommandozeile installieren. Der Befehl dazu lautet:

sudo apt install rpi-imager

2. Passendes Betriebssystem auswählen

Nach dem Start des Tools wählt Ihr mit  einem Klick auf Choose OS das Betriebssystem aus, das Ihr auf Eurem Raspberry Pi installieren wollt. Stand dieses Tutos bietet das Programm den automatischen Download und die Installation von Raspberry Pi OS, der Kodi-Distribition LibreElec, dem -Frontend RetroPie sowie der Server-Variante von Ubuntu an.

Raspberry Pi Imager Choose OS
Mit dem Raspberry Pi Imager könnt Ihr offiziell unterstützte Pi-Distris in einem Rutsch herunterladen und auf Eurem Pi installieren

Alternativ zur automatischen Installation könnt Ihr über den Befehl Use Custom auch ein eigenes Image auswählen, etwa eine Third-Party-Distribution wie Linux Mint für den Raspberry Pi oder eine andere, vorgefertigte Installation. Diese müsst Ihr aber natürlich manuell herunterladen.

3. Installationsmedium auswählen

Im nächsten Schritt wählt Ihr das Installationsmedium für das Pi-OS aus. In der Regel also Eure microSD-Karte. Klickt also auf Choose SD-Card und wählt das entsprechende Laufwerk aus. Beachtet, dass das Medium im nächsten Schritt gelöscht wird, achtet also auf die korrekte Auswahl und sorgt dafür, dass keine wichtigen Daten auf der Karte schlummern.

Raspberry Pi Imager SD-Karte
Achtet darauf, nicht versehentlich ein angeschlossenes USB-Laufwerk zu vernichten ;-)

Übrigens: Der Raspberry Pi Imager kann alternativ auch USB-Sticks oder externe Festplatten zur Installation nutzen. Dazu müsst Ihr aber Euren Raspberry Pi für den Start via USB vorbereiten, was derzeit noch ein wenig umständlich ist – beizeiten machen wir sicher etwas zu dem Thema ;-)

3. Raspberry-Pi-Betriebssystem installieren

Seid Ihr mit der Auswahl zufrieden, startet Ihr mit einem Klick auf Write die Installation des gewälten Systems auf die microSD-Karte. Vorher müsst Ihr freilich noch bestätigen, dass der Inhalt gelöscht wird und dieses je nach System noch per Admin-Kennwort bestätigen.

Ab geht die eigentlich gar nicht so wilde Fahrt…

4. Abwarten, Raspi starten, freuen

Wartet nun ab, bis der Raspberry Pi Imager die Installation des Systems abgeschlossen hat. Da das Programm die jeweils aktuellste Version des gewählten Betriebssystem aus dem Internet herunterlädt und die Installation zudem automatisch auf Fehler überprüft, kann der Vorgang eine Weile dauern.

Nachdem die Installation samt Überprüfung abgeschlossen ist, könnt Ihr Euren Raspi mit der SD-Karte starten.

Sobald die Installation abgeschlossen ist, könnt Ihr die Karte aus Eurem Computern entfernen, sie in den Pi einlegen und diesen Starten. Optional könnt Ihr aber vorher noch……..

5. SSH und Co. auf dem Raspberry Pi einrichten

Wollt Ihr von einem anderen PC auf den Raspberry Pi zugreifen oder diesen ganz allgemein ohne Monitor, Tastatur und Maus (also headless) betreiben, könnt Ihr an dieser Stelle noch einen die entsprechenden Vorkehrungen treffen. Alles, was Ihr dazu braucht, zeigt Euch Christian in diesem Tuto ab Schritt Nummer 2:

Anleitung: Raspberry Pi ohne Monitor und Tastatur einrichten

Auf diese Weise könnt Ihr den Raspberry Pi via SSH ansprechen und ihn ins WLAN bringen, ohne ihn erst per Maus und Tastatur zu verkabeln. Noch mehr Infos dazu findet Ihr auf Englisch auf der offiziellen Pi-Seite. Schön wäre es, wenn diese Funktionen über kurz oder lang als anklickbare Optionen ihren Weg in den Raspberry Pi Imager finden.

Pi SSH
Den Fernzugriff auf den Raspberry Pi per SSH müsst Ihr bei Bedarf noch manuell einrichten.

Das war es dann auch schon! Ihr seht: Die Zeiten, in denen die Ersteinrichtung eines Raspberry Pis kompliziert waren, sind laaaaaaange vorbei. Dank Raspberry Pi Imager bringt Ihr den Mini-Computer mit wenigen Mausklicks an den Start. Das Tool ist damit eine wirklich nette Alternative zu Etcher, Win32Diskimager und Co. Noch mehr Tipps, Tricks und Anleitungen zum Pi findet Ihr bei unseren Raspi-Tutos, allgemeine Hardware-Tipps aller Art sammeln wir laufend hier für Euch.

Warum wir in diesem und anderen Tutos Amazon-Links platzieren und das für Euch und uns hilfreich ist, verrät Mirco Euch übrigens hier – wir danken :-)

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

Ein Kommentar

  1. Kurze Anmerkungen zum Artikel:
    Der Pi 4 mit 4 GB dürfte aktuell die beste Wahl sein. Mit dem 32bit Betriebssystem gibt es für die 8 GB noch Einschränkungen. Bei einigen Programmen führen die 8GB wohl tatsächlich zu Problemen, und viele sind auf mehr als 4 GB schlicht noch nicht eingerichtet und nutzen den zusätzlichen Speicher nicht. Man ist mit 4 GB sehr gut ausgestattet.
    Große SD-Karten führen leicht zu ärgerlichen Wartezeiten. Manche Befehle oder Funktionen bewerten den gesamten Speicher als relevant, und lesen gefühlte Ewigkeiten die ganzen „Nullen“ aus. Also wenn große SD-Karten, dann in mehrere Partitionen unterteilen. Oder besser gleich nur eine kleine SD zum Booten verwenden, und alles weitere auf eine SSD auslagern. SSD-Boot ist für den Raspi 4 in Erprobung, aber noch nicht ganz problemlos umsetzbar.
    Wichtig ist das passende Netzteil, speziell wenn man eine energiehungrige SSD an einem der USB 3-Ports betreiben will. Also nicht irgendein altes USB-Ladegerät nehmen, das man noch herumliegen hat, sondern gleich ein spannungsstabilisiertes Netzteil. Wenig Ärger macht das Original-Raspi-Netzteil, das preiswert zu haben ist.

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